Häfen und Güterverkehr Köln

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Häfen und Güterverkehr Köln AG
HGK.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Köln
Webpräsenz HGK Webpräsenz
Eigentümer 54,5 % Stadtwerke Köln GmbH, 39,2 % Stadt Köln, 6,3 % Rhein-Erft-Kreis
Vorstand Horst Leonhardt (Sprecher), Uwe Wedig
Mitarbeiter 632
Umsatz 20,4 Mio. EUR
Sonstige Betriebseinrichtungen
Sonstige Betriebseinrichtungen 4 Umschlaghäfen

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist eine Tochtergesellschaft unter dem Dach der Stadtwerke Köln (SWK) mit den Geschäftsschwerpunkten Eisenbahngüterverkehr, Hafenumschlag, Fahrzeugwerkstatt, Netzvorhaltung und Immobilienvermietung. Die Aktivitäten des Eisenbahngüterverkehrs und die Hafengeschäfte hat die HGK im August 2012 in die RheinCargo GmbH & Co. KG eingebracht, ein Joint-Venture mit den Neuss Düsseldorfer Häfen.[1]

Das Unternehmen wird von den Vorständen Horst Leonhardt und Uwe Wedig geführt. Vorstandssprecher ist Horst Leonhardt[2]. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist SPD-Ratsmitglied Michael Zimmermann.[3]

Gründung[Bearbeiten]

Die Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist eine aufnehmende Verschmelzung der bis 30. Juli 1992 wirkenden Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH, Häfen Köln GmbH (HKG) und der in einer Verwaltungsgemeinschaft bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG eingebundenden selbstständigen Köln-Bonner Eisenbahnen AG (KBE), Betriebszweig Eisenbahngüterverkehr (Umschlag), Rückwirkend zum 1. Januar 1992. Am Gründungstag kaufte die HGK dann die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE), Betriebszweig Güterverkehr der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), von den KVB. Die Gründung der HGK wurde im Zuge einer Neuorganisation der Stadtwerke Köln GmbH zum 1. Juli 1992 vollzogen, wobei die HGK eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH mit 54,5-prozentiger Beteiligung bleibt.

Eisenbahngüterverkehr[Bearbeiten]

Die HGK betätigt sich als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Eisenbahngüterverkehr. Im August 2012 übertrug die HGK diesen Teil ihres aktiven Geschäfts auf die RheinCargo GmbH & Co. KG, eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit den Neuss Düsseldorfer Häfen.[4]

Häfen[Bearbeiten]

Nach Duisburg ist die HGK der zweitgrößte Binnenhafenbetreiber Deutschlands.[5] Vier der insgesamt fünf Häfen werden noch für den Frachtumschlag genutzt. Seit August hat das Joint-Venture RheinCargo GmbH die aktiven Hafengeschäfte übernommen, bei der HGK verblieben der Immobilienbesitz in den Häfen[4]

Schieneninfrastruktur[Bearbeiten]

Eine Vossloh G2000 BB und eine MaK DE 1002 warten im Bahnhof Brühl-Vochem

Die HGK betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen Strecken mit einer Länge von ca. 99 Kilometern. Die Länge der Gleise beträgt insgesamt rund 250 Kilometer, damit werden 64 Gleisanschlüsse mit dem öffentlichen Eisenbahnnetz verbunden.[6] Folgende Strecken werden von der HGK unterhalten:[7]

Insgesamt gibt es ein Verkehrsaufkommen von 13,1 Mio. Tonnen.

Das Schienennetz der HGK wird außerdem von der Mittelweserbahn (MWB, nach Vochem und Bickendorf) sowie von der Rurtalbahn GmbH (RTB, nach Bickendorf) befahren. Zudem wird Frechen von Loks der RWE Power zum Wagentausch mit der HGK erreicht.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Die HGK besitzt 45 Diesellokomotiven, 19 Elektrolokomotiven und 648 Güterwagen (Stand 2011).[8]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2012 nicht mehr aktuell zu sein: Lok 2015 wurde Anfang 2012 beschafft Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.


Lokomotiven[Bearbeiten]

Für den regionalen und überregionalen Güterverkehr setzt die HGK verschiedene Lokomotivtypen ein. Aufgelistet sind die aktuell in Betrieb befindlichen Triebfahrzeuge, die zum Teil angemietet bzw. geleast sind.

DE 12 ist nach einem Brand im Führerstand nicht mehr im Einsatz und im HGK-Bahnbetriebswerk Brühl-Vochem abgestellt. Ihre Schwesterlok DE 11 erlitt dasselbe Schicksal, sie wurde aber mittlerweile nach Kiel zum dortigen Voith-Werk überführt und anschließend dort zerlegt. DE 12 soll als Denkmallok zukünftig im Bootshafen in Kiel auf einem Sockel an Kiels große Zeiten als Lokbaustandort erinnern.

Diesellokomotiven
Betriebsnummer(n) Typ Anzahl Baujahr(e) Hersteller Achsfolge Leistung Bild
DE 13 MaK DE 1024 1 (ehemals 3) 1989 MaK Kiel Co’Co’ 2650 kW DE 12
V 21 / V 22 MaK G 321 B 2 1981 MaK Kiel B 246 kW V 21
DH 50/57/711–717 Vossloh G 1000 BB 9 2003–2005, 2009, 2011 Vossloh Kiel B’B’ 1100 kW DH 57
DE 61–64,
DE 668–678
EMD JT42CWR 13 1999–2004 GM EMD Co’Co’ 2238 kW DE 62
DE 71–76
DE 81–86
DE 91–94
MaK DE 1002 16 1986–1987 bzw. 1993 MaK Kiel B’B’ 1320 kW DE 93
DH 751–754 / DH 58 / 59 Vossloh G 2000 BB 6 2001–2002 Vossloh Kiel B’B’ 2240 kW G 2000
Elektrolokomotiven
Betriebsnummer(n) Typ Anzahl Baujahr(e) Hersteller Achsfolge Leistung Bild
2001+2002 BR 145 2 2000 ADtranz Kassel Bo’Bo’ 4200 kW DE 12
185 521
185 526
185 575
Bombardier TRAXX F140AC 3 2003–2006 Bombardier Kassel Bo’Bo’ 5600 kW 185 565
2051–2057
2061–2067
Bombardier TRAXX F140AC2 14 2008 Bombardier Kassel Bo’Bo’ 5600 kW 185 584 und 582

Es sind nur die Lokomotiven aufgelistet, die sich entweder im Eigentum der HGK befinden oder langfristig gemietet bzw. geleast sind.
Nicht aufgelistet sind vor allem Elektrolokomotiven, die bei anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen kurzzeitig angemietet sind.

Des Weiteren besitzt die HGK ca. 648 Güterwagen, zwei Zweiwege-Unimog (Netz-Wesseling und Technik-Vochem) sowie Gleisbaufahrzeuge wie SKL und VT 1.

Im Frühjahr 2009 führte die HGK als erstes Unternehmen in Zentraleuropa erfolgreich eine Hauptuntersuchung an einer Class 66 durch.[9]

Fahrzeugwerkstätten[Bearbeiten]

In Brühl-Vochem (Rheinland) betreibt die HGK Lok- und Wagenwerkstatt.[10]

Beteiligungen[Bearbeiten]

Die HGK hält Anteile an den folgenden Unternehmen:

  • HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 100 %[11]
    • wiederum 100 % an Bunkerbetriebe Büchting Duisburg
  • RheinCargo GmbH & Co. KG 50 %[12]
  • Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH 50 %
  • Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft mbH (RVG) 26 %
  • Knapsack Cargo 26 %
  • RAIL CONSULT 25 %
  • Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH (DKS) 24,5 %
  • BGE Eisenbahn Güterverkehr GmbH Bergisch Gladbach 18 %
  • CTS Container-Terminal GmbH 15 %
  • BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen mbH 0,4 %

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 4: Nordrhein-Westfalen südlicher Teil. Freiburg 1997, ISBN 3-88255-660-9.
  • Häfen und Güterverkehr Köln AG (Hrsg.): 100 Jahre Köln-Bonner Eisenbahnen. 1995, S. 114 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Häfen und Güterverkehr Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rundschau-online.de
  2. . Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHGK: Aufsichtsrat bestimmt Vorstands-Nachfolge. Häfen und Güterverkehr Köln AG, abgerufen am 6. Dezember 2011.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHGK – Aufsichtsrat. Häfen und Güterverkehr Köln AG, abgerufen am 25. März 2010.
  4. a b Töchter und Beteiligungen. Abgerufen am 9. März 2014.
  5. Vgl. deutschland-auf-einen-blick.de. 11. September 2004, abgerufen am 3. Januar 2011.
  6. Vgl. HGK, Geschäftsbericht 2007, HGK auf einen Blick, S. 2. 21. Mai 2008, abgerufen am 3. Januar 2011. ,Ergänzung 2008.
  7. Vgl. Netzplan der HGK. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  8. hgk.de
  9. Vgl. HGK, Yes we can: HGK führt erste Hauptuntersuchung an einer Lok Class 66 erfolgreich durch, Presseinformation vom 10. Februar 2009. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  10. hgk.de
  11. htag-duisburg.de
  12. rheincargo.com