Hänsel und Gretel (1954, Janssen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Hänsel und Gretel
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 54 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Walter Janssen
Drehbuch Gerhard F. Hummel
Produktion Hubert Schonger
Musik Giuseppe Becce
Kamera Wolf Schwan
Besetzung

Hänsel und Gretel ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 1954. Er basiert auf dem Grimm’schen Märchen Hänsel und Gretel.

Im selben Jahr entstanden zwei weitere Adaptionen des Märchens: Hänsel und Gretel (Deutschland: Regie: Fritz Genschow) und Hänsel und Gretel (USA: Regie: Michael Myerberg, John Paul).

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschwister Hänsel und Gretel leben mir ihren Eltern in einem Häuschen im Wald. Die Familie ist arm, die beiden Kinder verdienen mit dem Verkauf der von den Eltern hergestellten Besen etwas Geld für die Familie. Auch ihr unbarmherziger Vermieter drängt auf die Bezahlung der überfälligen Miete.

Der Vater träumt davon, im Wald eines Tages das „Waldhaus“ zu finden, in dem eine Hexe wohnt und einen Schatz bewacht.

In der Nacht, als die Eltern schlafen, brechen Hänsel und Gretel auf, um nach dem Waldhaus zu suchen. Als sie im Wald auf einen Bären treffen, erschrecken sie und beschließen, wieder nach Hause zurückzukehren.

Als die Not immer größer wird, schlägt der Vater vor, dass er bei den Holzfällern und die Mutter bei einem Bauer nach Arbeit suchen sollten; Hänsel und Gretel wiederum sollten zu einem Müller und zu der Base geschickt werden. Des Nachts machen sich Hänsel und Gretel erneut auf die Suche nach dem Waldhaus. Sie markieren ihren Weg mit Kieselsteinen, um so wieder nach Hause zu finden.

Da stoßen sie auf ein Haus aus Lebkuchen. Als sie anfangen, es zu beknabbern, fragt eine Stimme: „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“; die Kinder antworten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“. Die Bewohnerin des Häuschens, eine alte Hexe, erscheint und lädt die Kinder zum Essen ein. Trotz Gretels Bedenken besteht Hänsel darauf, der Einladung zu folgen. In der Nacht, während sie schlafen, schmiedet die Hexe Pläne, die Kinder zu fressen.

Am nächsten Morgen lässt die Hexe Gretel für sich arbeiten. Hänsel kommt in den Käfig und soll gemästet werden, kann der sehschwachen Hexe aber durch Ausstrecken eines Knochens vortäuschen, er sei noch mager. Wenig später nutzt Gretel eine Gelegenheit, die böse Hexe in den Ofen zu schieben, woraufhin das Hexenhaus einstürzt.

Im Keller des Hauses finden Hänsel und Gretel den Schatz der Hexe, mit dem sie sich die Taschen vollschlagen. Mit Hilfe der Kieselsteine finden sie zur Freude der trauernden Eltern wieder nach Hause zurück, auch die Schulden beim Hauswirt können nun bezahlt werden.

Entstehung[Bearbeiten]

Sämtliche Aufnahmen entstanden im Atelier der Schongerfilm in Inning am Ammersee. Außenaufnahmen fanden nicht statt. Uraufführung war am 12. September 1954 in Düsseldorf. Der Film wurde nicht nur in Matineen und Sonderveranstaltungen, sondern vereinzelt auch im allgemeinen Kinoprogramm vorgeführt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Filmbewertungsstelle der Länder verlieh Hänsel und Gretel das Filmprädikat „wertvoll“.

Kritiken[Bearbeiten]

„Antiquierter Kinderfilm, der das Grimmsche Märchen von den beiden Kindern Hänsel und Gretel, die sich im Wald verirren und sich gegen eine böse Hexe durchsetzen müssen, kunstlos in einer gemilderten, von grausamen Details befreiten Fassung präsentiert.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Hänsel und Gretel im Lexikon des Internationalen Films