Hänsel und Gretel (2006)

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Filmdaten
Originaltitel Hänsel und Gretel
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Anne Wild
Drehbuch Peter Schwindt
Produktion Kinderfilm GmbH
Musik Mari Boine
Kamera Wojciech Szepel
Schnitt Dagmar Lichius
Besetzung
Synchronisation

Hänsel und Gretel ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 2006. Der Film basiert auf dem Grimm'schen Märchen Hänsel und Gretel und wurde für die ZDF-Reihe Märchenperlen produziert.

Handlung[Bearbeiten]

Hänsel und Gretel spielen im Wald Verstecken und ein Erzähler führt in die Handlung ein.

Die Geschwister leben mit ihrem Vater, einem armen Holzfäller, und ihrer Stiefmutter in einem kleinen Waldhäuschen, in dem sie nicht einmal das Nötigste zum Leben haben. So haben sie keinen Essensvorrat mehr und müssen ihre wenigen Möbel verkaufen, weil der Waldbauer für das Holz des Vaters kein Geld zahlen möchte. Als die Not von Tag zu Tag schlimmer wird, überredet die Stiefmutter den leiblichen Vater, die Geschwister im Wald auszusetzen.

Am nächsten Morgen geht die Familie gemeinsam in den Wald und setzt die Kinder an einem finsteren Platz aus. Hänsel, der pfiffig war, hat Kieselsteine verstreut, um den Weg zurück zu finden, denn die Kinder wissen vom Aussetzen, da sie noch wach waren, als die Eltern dies besprochen hatten. Als es dämmert und die Eltern immer noch nicht da sind, folgen sie mit dem Vollmond der Kieselssteinspur zurück. Sie kommen schließlich zuhause an, aber nur ihr Vater begrüßt ihr Zurückkommen. Die Mutter ist verärgert und findet in Hänsels Tasche die Kieselsteine vor.

Am Abend will Hänsel erneut Kieselsteine sammeln, da die Eltern noch einmal wollen, dass sie sich verirren. Beim Sammeln am Abend wird Hänsel jedoch von der Stiefmutter überrascht, die ihn auf sein Zimmer schickt und ihm die Kieselsteine wütend aus der Hand reißt. Am nächsten Morgen geht die Familie abermals in den Wald und dieses Mal streut Hänsel Brosamen von dem Brot, das die Mutter den Kindern mitgab, auf dem Weg aus. Dies nutzt Hänsel und Gretel nicht, da Vögel die Brosamen fressen. So verirren sie sich im Wald und schlafen schließlich in einem Blatthaufen unter einem Felsen ein.

Am nächsten Morgen singt ein farbenprächtiger Vogel und die Geschwister folgen ihm. Da stoßen sie auf ein Haus aus Lebkuchen. Als sie anfangen, es zu beknabbern, fragt eine Stimme: „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“; die Kinder antworten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“. Die Bewohnerin des Häuschens, eine alte Hexe, erscheint und lädt die Kinder zum Essen ein. Trotz Gretels Bedenken besteht Hänsel darauf, der Einladung zu folgen. In der Nacht, während sie schlafen, schmiedet die Hexe Pläne, die Kinder zu fressen. Die Hexe lässt Gretel für sich arbeiten. Hänsel kommt in den Käfig und soll gemästet werden, kann der sehschwachen Hexe aber durch Ausstrecken eines Knochens vortäuschen, er sei noch mager.

Wenig später nutzt Gretel eine Gelegenheit, die böse Hexe in den Ofen zu schieben. Sie befreit Hänsel aus dem Käfig und anschließend gehen sie noch einmal in das Hexenhäuschen, um den Schatz zu betrachten und einen Teil davon mitzunehmen. Sie verlassen das Häuschen und kehren reich beladen zum Vater zurück, der sich sehr über die Ankunft seiner Kinder freut und verspricht, sie nie wieder im Wald auszusetzen. Die Stiefmutter war inzwischen verstorben.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Synchronsprecher
Erzähler Christian Steyer

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde vom 8. März 2005 bis zum 21. April 2005 rund um den Thüringer Wald, unter anderem in Elgersburg, Friedrichroda, Georgenthal, Manebach, Mühlberg, Schnepfenthal und Tambach-Dietharz gedreht.

Die TV-Premiere fand am 28. Mai 2006 statt.

Kritik[Bearbeiten]

„Atmosphärisch dichte Adaption des bekannten Märchens der Brüder Grimm um zwei Geschwisterkinder, die von ihren Eltern im Wald ausgesetzt werden und in die Fänge einer bösen Hexe geraten. Regisseurin Anne Wild lässt sich konsequent ohne Modernisierung oder Verniedlichung auf den Stoff des Märchens und dessen besonderen, anti-psychologischen und anti-realistischen Erzählgestus ein. Eine spannende, atmosphärisch dichte German Ghost Story", die paradigmatisch kindliche Ängste und deren Überwindung thematisiert, für kleinere Kinder allerdings verstörend sein könnte.“

Lexikon des Internationalen Films[1].

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Internationales Fernsehfestival Bratislava 2007: Prix Danube
  • Internationales Filmfestival für Kinder und Jugendliche Montevideo 2006: Divercine Unicef Award

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hänsel und Gretel im Lexikon des Internationalen Films