Håkon Jarl

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Håkon Jarl, Zeichnung von Christian Krohg

Der Ladejarl Håkon Sigurdsson (anord.: Hákon Sigurðarson), oder Håkon Jarl, Håkon Ladejarl, Hákon jarl hinn ríki (* um 935 in Lade; † 995 in Romol, dem heutigen Melhus) war der Sohn von Sigurd Håkonsson, Jarl des Trøndelag. Seine Mutter war Bergljot Toresdotter.

962 hatten Harald Graufell und dessen Brüder Håkons Vater Sigurd ermordet, der Freund und Ratgeber von Håkon dem Guten war. Er kämpfte einige Zeit mit Harald Graufell, bis er gezwungen war, nach Dänemark zu Harald Blauzahn zu fliehen. Dort verbündete er sich mit Harald Blauzahn gegen Harald Graufell.

Als Harald Graufell 971 getötet wurde, regierte Håkon Jarl Norwegen als Harald Blauzahns Vasall. Faktisch war er jedoch ein unabhängiger Herrscher. In Harald Blauzahns Auftrag griff er Götaland an und tötete dessen Herrscher Jarl Ottar. Håkon Jarl glaubte an die alten Götter, und als Harald Blauzahn versuchte, ihn um 975 zum Christentum zu zwingen, brach seine Treue zu Dänemark. In der Schlacht bei Hjørungavåg im Jahr 986 wurde ein dänisches Invasionsheer geschlagen, woraufhin Dänemark für kurze Zeit die Macht über Norwegen verlor. 977 floh Wladimir von Kiew zu Håkon Jarl. Er sammelte so viele Wikingerkrieger wie er konnte, um Nowgorod zurückzuerobern, bei seiner Rückkehr im Jahr darauf marschierte er gegen Jaropolk I.

995 kam es zum Zerwürfnis zwischen den Trøndern und Håkon Jarl, als Olaf Tryggvason im Trøndelag auftauchte. Håkon Jarl verlor schnell alle Unterstützung, musste auf den Hof Rimol (heute Romol) in Melhus fliehen und wurde dort von seinem eigenen Sklaven und Freund Tormod Kark ermordet. Seine beiden Söhne Erik und Sven und einige andere flohen zum schwedischen König Olof Skötkonung. Håkon Jarls Tod sollte in der Seeschlacht von Svold gerächt werden.

Håkon Jarl hatte eine Reihe Skalden in seinem Gefolge: Øyvind Skaldespiller, Einarr Helgason, Tindr Hallkelsson, Eilífr Goðrúnarson

Literatur[Bearbeiten]

  • Felix Niedner (Hrsg.), übertragen von Walter Baetke: Die Geschichte von den Orkaden, Dänemark und der Jomsburg. THULE. Altnordische Dichtung und Prosa. Zweite Reihe, Band 19. Verlegt bei Eugen Diederichs Jena 1924. Die Geschehnisse der Seeschlacht von Hjörungavag werden dort im Kapitel: Die Geschichte von den Seekriegern auf Jomsburg (Jomsvikinga saga), S. 395-436, und in Bjarni Kolbeinssons Preislied auf die Jomswikinger, S. 437-451, ausführlich wiedergegeben.
  • Lutz Mohr: Seekrieg mit Norwegen. Das Fiasko der Jomswikinger 995. In: Carfunkel Combat. Das jährliche Special für Militärgeschichte ... Wald-Michelberg, Nr. 3/2007, S. 59-61
  • Lutz Mohr: Drachenschiffe in der Pommernbucht. Die Jomswikinger, ihre Jomsburg und der Gau Jom. (Edition Rostock maritim). Hrsg. von Robert Rosentreter. Rostock: Ingo Koch Verlag 2013, ISBN 978-3-86436-069-5, Kap.: Auf Kriegskurs gegen Norwegen und Jarl Hakons Gegenwehr., S. 38-57
  • Jørn Sandnes: „Håkon Sigurdsson“ in Norsk biografisk leksikon (norwegisch)