Hôtel de ville

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Hôtel de ville ist der französische Begriff für Rathaus.

In Frankreich bezeichnet der Ausdruck das Gebäude, nicht die Behörde.

In Belgien ist der maire der bourgmestre von (de) Bürgermeister und die Behörde das hôtel de ville.

In der Romandie (französischsprachige Westschweiz) benutzen Städte wie Genf den Begriff hôtel de ville, während kleinere Gemeinden von municipalité oder von maison communale sprechen. Die Verwaltungsspitze ist ein Gremium an deren Spitze ein maire oder ein président de la ville (Stadtpräsident) stehen.

Stilkunde[Bearbeiten]

Mit Hôtel ist in diesem Fall ein Palais gemeint (und kein Beherbergungsbetrieb, Hotel). Das Hôtel bezeichnete im französischen 17. Jahrhundert Stadthäuser des Adels, und ist darum in der vorrevolutionären Zeit auch herrschaftliches Verwaltungsgebäude für die urbanen Besitzungen der Adeligen, wie der Landsitz und der Gutshof der der ruralen ist. Mit der Zeit der Republik und den Kaiserreichen geht der Name auf die bürgerliche Verwaltung über.

Das nachrevolutionäre Hôtel de ville in seiner historisierenden und repräsentativen Formensprache kann als eigenständiger Bautypus der frankophonen Architektur gesehen werden. Es wird in der Zwischenkriegszeit durch die Bauformen allgemeiner Behördenbauten abgelöst.

Beispiele für Rathäuser frankophoner Regionen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rathäuser in Frankreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Rathäuser in Belgien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Rathäuser in der kanadischen Provinz Quebec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien