Höchenschwand

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Höchenschwand
Höchenschwand
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höchenschwand hervorgehoben
47.7338888888898.16722222222221008Koordinaten: 47° 44′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 1008 m ü. NHN
Fläche: 29,55 km²
Einwohner: 2461 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79862
Vorwahlen: 07672 oder 07755 in den TeilortenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 051
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waldshuter Straße 5
79862 Höchenschwand
Webpräsenz: http://hoechenschwand.de/
Bürgermeister: Stefan Dorfmeister
Lage der Gemeinde Höchenschwand im Landkreis Waldshut
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinKarte
Über dieses Bild
Ausblick nach Urberg

Höchenschwand ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Kirche Höchenschwand

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der heilklimatische Kurort Höchenschwand liegt im südlichen Hochschwarzwald an der B 500 etwa 20 km nördlich der Kreisstadt Waldshut-Tiengen auf einem leicht nach Süden geneigten Hochplateau im Naturpark Südschwarzwald. Bekannt ist das Dorf am Himmel für das hier vor allem bei Föhnlage weitgedehnte Alpenpanorama.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Häusern, im Osten an Schluchsee und Ühlingen-Birkendorf, im Süden an Weilheim sowie im Westen an Dachsberg und die Stadt St. Blasien.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Höchenschwand mit den bis früher selbstständigen Gemeinden Amrigschwand und Tiefenhäusern gehören elf Dörfer, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Amrigschwand gehören die Dörfer Amrigschwand, Attlisberg, Ellmenegg, Segalen und Strittberg, das Gehöft Leinegg (Scheuerhof) und die Häuser Steinreusche. Zur Gemeinde Höchenschwand in den Grenzen von vor der Gemeindereform der 1970er Jahre gehört das Dorf Höchenschwand. Zur ehemaligen Gemeinde Tiefenhäusern gehören die Dörfer Tiefenhäusern, Frohnschwand, Heppenschwand, Oberweschnegg und Unterweschnegg.

Im Gebiet der Gemeinde Höchenschwand in den Grenzen von vor der Gemeindereform der 1970er Jahre liegen die Wüstungen Heidenschloß und Tombrugg sowie die abgegangene Burg Tombrugg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Höchenschwand wurde im Jahre 1173 erstmals urkundlich erwähnt. Schon zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Kloster St. Blasien und blieb in dessen Besitz bis zur Säkularisation 1806. Seitdem gehört Höchenschwand zu Baden.

2600 Meter östlich von Höchenschwand sind noch Spuren einer frühen Turmburg, der Burg Tombrugg zu sehen.

Am 1. Juli 1971 wurde Tiefenhäusern eingemeindet. Die Eingemeindung von Amrigschwand erfolgte am 1. Oktober 1974.

Wappen der früher selbstständigen Gemeinden

Wappen Amrigschwand.png
Amrigschwand
Wappen Tiefenhaeusern.png
Tiefenhäusern

Politik[Bearbeiten]

Höchenschwand gehört dem Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien mit Sitz in St. Blasien an.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,5 Prozent (- 3,6) zu folgendem Ergebnis:[3]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 39,2 % + 5,1 5 + 1
FWG 43,1 % + 5,7 5 ± 0
SPD 17,7 % - 10,8 2 - 1

Partnerschaften[Bearbeiten]

Höchenschwand unterhält seit 1988 partnerschaftliche Beziehungen zu der kleinen französischen Gemeinde Arradon in der Bretagne.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am zweiten Augustwochenende findet in der St.-Georg-Straße von Höchenschwand seit 1993[4] jährlich die Schlemmermeile statt. Die 15. Veranstaltung dieser Art im Jahr 2008 hatte einige 1000 Besucher.[5]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Bernhard Porten sen. (1898–1975), Hotelier[6]
  • Werner Rautenberg, Bürgermeister i. R.[7]

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Beringer, ab 934 Prior und von 946 bis 1045 Abt im Kloster St. Blasien
  • Arnold II., 1247 bis 1276 Abt im Kloster St. Blasien

Persönlichkeiten, die in dieser Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Paul Kaestner (1876–1936), Jurist, Ministerialdirektor und Kirchenliederdichter, starb in Höchenschwand
  • Alfred Döblin (1878–1957), Arzt und gesellschaftskritischer Schriftsteller, besuchte 1955 eine Klinik in Höchenschwand[8]
  • Christian Gotthard Hirsch (1889–1977), Landschaftsmaler
  • Karl Wurm (1906–2005), Forscher für Sarkoidose und behandelnder Arzt in Höchenschwand

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 1017–1019
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Höchenschwand: Ein durchweg geschmackvolles Fest, Badische Zeitung, 16. August 2011, abgerufen am 17. März 2013
  5. Lothar Köpfer: Höchenschwand: Erlesene Speisen zum Verwöhnen, Badische Zeitung, 12. August 2008, abgerufen am 17. März 2013
  6. (kbl): Eine bewegte Geschichte. In: Südkurier vom 2. Dezember 2010
  7. Stefan Pichler: Medaille für Emil Kaiser. In: Südkurier vom 10. März 2011
  8. alfred-doeblin.de: Chronik, Zugriff am 7. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Höchenschwand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien