Höchheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Höchheim
Höchheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höchheim hervorgehoben
50.36666666666710.45296Koordinaten: 50° 22′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Königshofen im Grabfeld
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 25,25 km²
Einwohner: 1160 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97633
Vorwahl: 09764
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 134
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Josef-Sperl-Str. 3
97631 Bad Königshofen i.Grabfeld
Webpräsenz: www.hoechheim.rhoen-saale.net
Bürgermeister: Michael Hey (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Höchheim im Landkreis Rhön-Grabfeld
Fladungen Hausen (Rhön) Bundorfer Forst Burgwallbacher Forst Forst Schmalwasser-Nord Forst Schmalwasser-Süd Mellrichstadter Forst Steinacher Forst rechts der Saale Sulzfelder Forst Weigler Willmars Nordheim vor der Rhön Sondheim vor der Rhön Stockheim (Unterfranken) Mellrichstadt Mellrichstadt Ostheim vor der Rhön Oberelsbach Bischofsheim an der Rhön Bischofsheim an der Rhön Sandberg Schönau an der Brend Hohenroth Niederlauer Burglauer Strahlungen Salz (Unterfranken) Bastheim Oberstreu Unsleben Wollbach (Unterfranken) Bad Neustadt an der Saale Heustreu Hendungen Hollstadt Rödelmaier Wülfershausen an der Saale Höchheim Saal an der Saale Aubstadt Herbstadt Trappstadt Großeibstadt Großbardorf Sulzfeld (im Grabfeld) Bad Königshofen im Grabfeld Bad Königshofen im Grabfeld Sulzdorf an der Lederhecke Thüringen Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Hessen Landkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Höchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Höchheim liegt in der Region Main-Rhön und wird von einem Abschnitt der Milz (Zufluss der Fränkischen Saale) durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die fünf Ortsteile sind[2]:

Es gibt die Gemarkungen Gollmuthhausen, Höchheim, Irmelshausen und Rothausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Höchheim war Bestandteil des Rittergutes Irmelshausen der Freiherren von Bibra, das zum Fränkischen Ritterkreis gehörte. Höchheim wurde unter dem Freiherrn von Bibra um 1530 evangelisch. Um 1540 wurde von dem Freiherrn von Bibra in Irmelshausen die Reformation eingeführt. Danach wurde das benachbarte Aubstadt Filiale der evangelischen Pfarrei Höchheim. Ab 1650 waren Höchheim und Aubstadt eine kombinierte Pfarrei. 1699 ging der offizielle Pfarrsitz von Höchheim auf Aubstadt über.

Als Teil des Besitzes der Freiherren von Bibra fiel Höchheim gemeinsam mit Irmelshausen und Aubstadt nach der Mediatisierung (1806) zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg 1814 an Bayern.

Die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde, die sich am Standort des heutigen Kindergartens befand, wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört, woran eine Gedenktafel am Rathaus erinnert.[3]

Die Gemeinde liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, was sich auch auf das Wirtschaftsleben auswirkte und teilweise heute noch auswirkt.

Religionen[Bearbeiten]

Die evangelische Gemeinde im Ort gehört zur Pfarrei Irmelshausen im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Bad Neustadt an der Saale.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gollmuthhausen und Rothausen eingegliedert. Irmelshausen kam am 1. Januar 1978 hinzu.[4]

entwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1477 [4]
  • 1970: 1451 [4]
  • 1987: 1269
  • 2000: 1345
  • 2011: 1164
  • 2012: 1179

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Michael Hey (Unabhängige Wählergemeinschaft Rothausen), sein Stellvertreter ist Bernhard Witz (CSU).

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder (Stand: 2013).

Sitzverteilung[5]:

  • CSU: 2;
  • Freie Wählergemeinschaft Irmelshausen: 3;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Höchheim: 4;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Gollmuthhausen: 2;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Rothausen: 1

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1707 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 997 T€.

Kommunale Allianz[Bearbeiten]

Die Gemeinde Höchheim ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Burggut Höchheim
  • Dorfbrunnen Höchheim
  • Badesee Irmelshausen
  • Die Gemeinde wird auf gleicher Trasse durchquert von den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6.
  • Durch die Gemeinde Höchheim verläuft der Fernradweg Meiningen-Haßfurt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 520 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 93 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 677. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 932 ha, davon waren 618 ha Ackerfläche und 313 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):

  • Evangelisch-Luth. Kindergarten "Spatzennest" in Irmelshausen
  • Evangelisch-Luth. Kindergarten in Höchheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Höchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/222607&attr=OBJ&val=1597
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 147
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740.
  5. Politik in Höchheim