Überlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Überlingen
Überlingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Überlingen hervorgehoben
47.7666666666679.1583333333333403Koordinaten: 47° 46′ N, 9° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 58,67 km²
Einwohner: 22.046 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 376 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88662
Vorwahlen: 07551, 07553, 07554, 07773
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 059
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Münsterstraße 15–17
88662 Überlingen
Webpräsenz: www.ueberlingen.de
Oberbürgermeisterin: Sabine Becker (parteilos)
Lage der Stadt Überlingen im Bodenseekreis
Bodensee Österreich Schweiz Bayern Bermatingen Daisendorf Deggenhausertal Eriskirch Frickingen Friedrichshafen Hagnau am Bodensee Heiligenberg (Bodenseekreis) Immenstaad am Bodensee Kressbronn am Bodensee Langenargen Markdorf Meckenbeuren Meersburg Neukirch (Bodenseekreis) Oberteuringen Owingen Salem (Baden) Sipplingen Stetten (Bodenseekreis) Tettnang Überlingen Überlingen Uhldingen-Mühlhofen Landkreis Konstanz Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis SigmaringenKarte
Über dieses Bild

Überlingen ist eine Stadt am nördlichen Bodenseeufer. Sie ist nach der Kreisstadt Friedrichshafen die zweitgrößte Stadt im Bodenseekreis und ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Stadt war von 1939 bis 1972 Kreisstadt des damaligen Landkreises Überlingen. Seit dem 1. Januar 1993 ist Überlingen Große Kreisstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Überlingen, Blick vom Bodensee
Die Seepromenade von Überlingen
Überlingen um 1900
Überlingen mit Bodensee

Lage[Bearbeiten]

Überlingen liegt an dem Überlinger See genannten Teil des Bodensees. Das Hinterland ist eine hügelige Moränenlandschaft, die durch die letzte Eiszeit geformt wurde.

Klima[Bearbeiten]

Monatsmittelwerte für Überlingen am Bodensee, 1961 bis 1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −0,4 0,8 4,3 8,3 12,6 15,9 18,0 17,2 14,3 9,3 3,9 0,6 Ø 8,8
Niederschlag (mm) 55,9 51,2 50,8 69,8 93,2 110,9 103,6 104,4 75,7 62,4 70,5 56,6 Σ 905
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,8 4,2 5,6 6,5 7,5 8,1 7,2 6,0 3,4 1,9 1,2 Ø 4,6
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55,9
51,2
50,8
69,8
93,2
110,9
103,6
104,4
75,7
62,4
70,5
56,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Überlingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt und gehören mit Ausnahme von Bodman-Ludwigshafen und Stockach, die zum Landkreis Konstanz gehören, zum Bodenseekreis:

Sipplingen, Bodman-Ludwigshafen, Stockach, Owingen, Frickingen, Salem und Uhldingen-Mühlhofen.

Mit den Nachbargemeinden Owingen und Sipplingen hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Überlingens besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er-Jahre eingegliederten, ehemals selbstständigen Gemeinden Bambergen, Bonndorf, Deisendorf, Hödingen, Lippertsreute, Nesselwangen und Nußdorf. Die eingegliederten Orte sind heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden, der in jeder Ortschaft auch die Verwaltung leitet.

Zu fast allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch weitere, räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenen Namen, die oft wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenen Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben hat und deren Grenzen meist nicht genau festgelegt sind. Teilweise handelt es sich um ehemals selbstständige Gemeinden oder Gemeindeteile, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingemeindet oder mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen wurden. Im Einzelnen sind zu nennen:

in der Kernstadt: Altbirnau, Andelshofen, Aufkirch, Brachenreute, Brünnensbach, Goldbach, Höllwangen, Hohenlinden, Kogenbach, Rengoldshausen, Restlehof, Reutehöfe, Weiherhöfe
Wappen von Bambergen
zu Bambergen: Forsthaus Hohrain, Heffhäusle, Neuhof, Ottomühle, Reuthemühle, Schönbuch

Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Silber, vorne drei gestürzte goldene Wolfangeln, hinten ein gestürztes grünes Lindenblatt mit gespaltenem Stiel.

Wappen von Bonndorf
zu Bonndorf: Buohof, Eggenweiler, Fuchsloch, Haldenhof, Helchenhof, Kaienhof, Negelhof, Talmühle, Walpertsweiler

Blasonierung: Geviert mit rotem Herzschild, darin drei silberne Ringe (2:1); 1 geteilt von Grün und Silber, 2 und 3 Blau, 4 in Gold ein rotes Doppellilienkreuz.

Wappen von Deisendorf
zu Deisendorf: Hasenweide, Katharinenhof, Klammerhölzle, Königshof, Nonnenhölzle, Scheinbuch, Wilmershof

Blasonierung: In Silber ein blauer Wellenschrägbalken, belegt mit einem silbernen Fisch.

Wappen von Hödingen
zu Hödingen: Länglehof, Spetzgart

Blasonierung: In Silber mit blauem Wolkenbord umgeben ein schwarzes gotisches "H".

Wappen von Lippertsreute
zu Lippertsreute: Bruckfelder Mühle, Ernatsreute, Hagenweiler, Hebsack, Hippmannsfelderhof, In der hohen Eich, Neues Haus, Oberhof, Schellenberg, Steinhöfe, Wackenhausen

Blasonierung: In Silber ein schwebendes rotes Johanniterkreuz, belegt mit einem goldenen Herzschild mit schwarzer Lilie.

Wappen von Nesselwangen
zu Nesselwangen: Alte Wette, Fischerhaus, Hinterberghof, Katzenhäusle, Ludwigshof, Mühlberghof, Reutehof, Sattlerhäusle, Vorderberghof, Weilerhof

Blasonierung: In Rot eine goldene Pflugschar.

Wappen von Nußdorf
zu Nußdorf: Untermaurach

Blasonierung: In Silber auf grünem Schildfuß ein grüner Nußbaum.

Raumplanung[Bearbeiten]

Überlingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Bodensee-Oberschwaben, deren Oberzentren die Städte Ravensburg, Weingarten und Friedrichshafen (in Funktionsergänzung) sind. Zum Mittelbereich Überlingen gehört der westliche Bereich des Bodenseekreises, im Einzelnen neben Überlingen noch die Städte und Gemeinden Daisendorf, Frickingen, Hagnau, Heiligenberg, Meersburg, Owingen, Salem, Sipplingen, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Im Gebiet der Stadt Überlingen sind zurzeit vier Naturschutzgebiete („Aachtobel“ (72 ha, Teilgebiet), „Hödinger Tobel“ (28 ha, Teilgebiet) zwischen Hödingen und Sipplingen, „Katharinenfelsen“ (4 ha) und „Spetzgarter Tobel“ (12 ha) zwischen Goldbach und Spetzgart), drei Landschaftsschutzgebiete („Württembergisches Bodenseeufer“ (Teilgebiet), „Lippersreuter Umland“ (Teilgebiet) und „Drumlin Biblis“), zwei flächenhafte Naturdenkmäler („Eggenweiler Hof“ und „Steinbalmen“) sowie etwa dreißig Einzelgebilde-Naturdenkmäler ausgewiesen. (Stand: 30. April 2009)

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte sowie Mittelalter[Bearbeiten]

Die sogenannte Gunzoburg in Überlingen

Drei bei Überlingen entdeckte römische Fundmünzen von 364 bis 378 n. Chr. datieren in die Zeit nach dem Rückzug der Römer auf die Rheingrenze.[3]

Überlingen wurde erstmals 770 als Iburinga villa publica in einer Schenkungsurkunde des Grafen Robert an das Kloster St. Gallen erwähnt. In späteren Überlieferungen ist jedoch schon für das frühe 7. Jahrhundert ein alemannischer Herzog namens Gunzo mit Sitz in Überlingen belegt. Der Legende nach soll er in einem Haus in der Oberstadt residiert haben, das deshalb den Namen Gunzoburg trägt. Um 1180 verlieh Kaiser Friederich Barbarossa dem Ort das Marktrecht, 1211 wurde Überlingen das Stadtrecht verliehen. Durch den Tod des Herzogs von Schwaben Konradin IV., dem letzten Staufer, fiel Überlingen 1268 an das Heilige Römische Reich.

Freie Reichsstadt[Bearbeiten]

Überlingen um 1650, Kupferstich von Merian

Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt freie Reichsstadt. Das Heiliggeistspital zu Überlingen gelangte an große Besitzungen im Oberen und Unteren Linzgau sowie im Hegau.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1632 und 1634 erfolglos von schwedischen Soldaten belagert (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648). Der französische Graf Charles-Christophe de Mazancourt hielt Überlingen 1644 mit 12.000 bis 13.000 Mann besetzt. Feldmarschall Franz von Mercy schloss die Streichwehren und Türme der Ringmauer der Stadt bis zum 2. Mai ein und veranlasste den Vicomte de Courval, die angebotene Kapitulation am 10. Mai 1644 anzunehmen.[4]

Badische Zeit[Bearbeiten]

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss verlor Überlingen 1803 die Reichsunmittelbarkeit und wurde Teil des Kurfürstentums bzw. späteren Großherzogtums Baden. Überlingen wurde Sitz eines Amts bzw. Bezirksamtes. Ab 1918 wurde Überlingen nach der Abdankung des badischen Großherzogs Teil der Republik Baden.

Im Jahr 1895 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dieser Anschluss wurde 1901 durch die Eröffnung der Strecke Überlingen–Friedrichshafen nach Osten erweitert.

Am 16. November 1911[5] suchte ein schweres Erdbeben Süddeutschland heim. Der Bodensee kam in Wallung, Kamine knickten ein. Der Überlinger Landungsplatz wurde förmlich aufgerissen. In Lippertsreute stürzte eine Kreuzblume vom Kirchturm, ein Schaden, der bis heute sichtbar ist, denn das Kunstwerk wurde nie ersetzt.[6]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurde der Landkreis Überlingen gebildet.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde von Häftlingen des KZ Dachau als eine der Außenstellen das Außenlager Aufkirch bei Überlingen errichtet. Die KZ-Häftlinge arbeiteten dort von Oktober 1944 bis April 1945 an ausgedehnten unterirdischen Anlagen. So auch am Goldbacher Stollen, in den Friedrichshafener Rüstungsbetriebe ausgelagert werden sollten, um sie vor Bombardierungen zu schützen.

Von den mindestens 170 Häftlingen, die beim Bau des Goldbacher Stollens ums Leben kamen, liegen 97 auf dem KZ-Friedhof Birnau in der Nähe der Wallfahrtskirche Birnau begraben. Die Gedenkstätte liegt etwa 200 Meter nordöstlich der Wallfahrtskirche, oberhalb der B 31 und ist ab dem Parkplatz oberhalb der Klosterkirche Birnau und der B 31 zu Fuß zu erreichen. Die Namen der toten KZ-Häftlinge sind, soweit bekannt, im Buch „Der Stollen“ von Oswald Burger zum Gedenken sowie zur Nachforschung durch unbekannte Angehörige aufgeführt.

Die Gedenkstätte am Goldbacher Stollen in der Oberen Bahnhofstraße in der Nähe des Bahnübergangs kann einmal in jedem Monat im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Zu sehen sind ein vergitterter Zugang zu den Stollen im steil aufragenden Molassefelsen, Gedenktafeln der Stadt Überlingen und der italienischen Widerstandskämpfer sowie ein Eisenkreuz mit Stacheldraht. Der ursprüngliche Eingang wurde durch die französischen Besatzungstruppen gesprengt.[7]

Aus Überlingen selbst hat es keine Deportationen gegeben.[8] Jedoch wurden zum Gedenken an die Judenverfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus im September 2005 vor dem ehemaligen Bezirksamt (heutiges Bauamt in der Bahnhofstraße) drei Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an den ehemaligen Landrat Hermann Levinger und dessen Tochter Barbara, die sich kurz vor ihrer Deportation im Dezember 1944 das Leben genommen haben.[9] Ein weiterer Stolperstein wurde im Juli 2008 vor dem ehemaligen spitälischen Krankenhaus (heute Alten- und Pflegeheim St. Ulrich) verlegt; dieser erinnert an Franz Klauser, der wegen „widernatürlicher Unzucht“ (Homosexualität) verhaftet wurde und 1944 im KZ Ladelund, einem Außenlager des KZ Neuengamme, umkam.[10]

Am 22. Februar 1945 um 13:45 Uhr starben 20 Menschen[11] bei dem einzigen Luftangriff auf die Stadt: elf KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter im Stollen, vier Angehörige des militärischen Bautrupps und fünf Anwohner der Oberen Bahnhofstraße.[12] Durch den Luftangriff mit 38 Sprengbomben und zehn Langzeitzünder, der dem Westbahnhof galt, wurden sechs Wohngebäude total zerstört, zehn schwer, sieben mittelschwer und 38 leicht beschädigt. Der Angriff war Teil der Operation Clarion, einer gemeinsamen Aktion der US-amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte. Ziel des US-amerikanischen 320. Bombergeschwaders („320th Bomb Group“) mit sieben Mittelstreckenbombern vom Typ „B 26 Martin Marauder[13] aus dem lothringischen Épinal war der Überlinger Rangierbahnhof („Marshalling Yard“).[14][15] Über Jahrzehnte hatte sich die Legende gehalten, der nahe KZ-Stollen habe die Bomber angelockt.[16]

Überlingen im Land Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Überlingen

1972 führte die Stadt Überlingen als erste Stadt Deutschlands eine Zweitwohnungssteuer ein („Überlinger Modell“). Erst 1983 stufte das Bundesverfassungsgericht diese Steuer als eine „rechtlich zulässige örtliche Aufwandsteuer“ ein.[17] Sie beträgt derzeit (Stand: 2014) jährlich 18% der Jahresmiete.[18]

Bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973 war Überlingen Kreisstadt des Landkreises Überlingen, der dann im Bodenseekreis aufging. 1990 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, dem die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1993 stattgab.

International in die Schlagzeilen geriet die Stadt durch das Flugzeugunglück am 1. Juli 2002: Im Luftraum über dem westlichen Bodenseekreis war eine russische Passagiermaschine mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen. Die Trümmer gingen im Bodensee-Hinterland nördlich der Stadt nieder. Bei dem Unglück starben 71 Menschen, am Boden wurde niemand verletzt. Zum Gedenken an die Opfer wurde bei Brachenreuthe, einem Ortsteil von Überlingen, in dessen Nähe Wrackteile der Passagiermaschine lagen, ein Denkmal errichtet in Form einer zerrissenen Perlenkette.

Im Jahr 2003 wurde die direkt an den See gebaute Bodensee-Therme eröffnet.

2005 wurde die Stadt, unter Mitwirkung der Ortsteile Deisendorf und Lippertsreute, beim Wettbewerb Unsere Stadt blüht auf mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Im Juni 2010 erhielt Überlingen den Zuschlag für die Landesgartenschau 2020. Bei einem Bürgerentscheid sprachen sich 59,6 % der Wähler für die Ausrichtung dieser Landesgartenschau aus. Die Beteiligung lag bei 51,9 %.[19]

Geschichte der Stadtteile[Bearbeiten]

Andelshofen wurde am 6. Juli 1234 erstmals in einer Urkunde des Klosters Salem erwähnt (Cod.Sal.I, 228). Der Ort war teilweise im Besitz der Überlinger Johanniterkommende Johanniter-/Malteserordens. 1552 und 1634 brannte der Ort nieder und wurde danach jeweils wieder aufgebaut. Die niedere Gerichtsbarkeit lag bei der Kommende, die hohe Gerichtsbarkeit bei der Grafschaft Heiligenberg und ab 1776 bei der Freien Reichsstadt Überlingen. Im Zuge der Napoleonischen Reform kam Andelshofen 1805 an Baden und bildete zunächst eine eigene Gemeinde innerhalb des Bezirksamts Überlingen. 1927 beschloss der Badische Landtag, die Vereinigung der Gemeinde mit der Stadtgemeinde Überlingen. Die Vereinigung trat am 1. April 1928 in Kraft. Das zu Andelshofen gehörige Hagenweiler kam 1924 zur Gemeinde Lippertsreute, der Weiler Schönbuch 1928 zur Gemeinde Bambergen.

Aufkirch wurde 1242 als Ufkilche erstmals erwähnt. Der Ort war Standort der ursprünglichen Pfarrkirche von Überlingen, St. Michael. Die Kirche mit dem zugehörigen Ort wurde 1311 dem Kloster Engelberg und 1343 dem Deutschen Orden auf der Insel Mainau übertragen. Dieser trat die Kollatur 1557 an Überlingen ab. Danach sank die Kirche zur Filiale herab und der zugehörige Ort blieb nur ein kleiner zu Überlingen gehöriger Weiler.

Bambergen wurde 1268 erstmals erwähnt. Der Ort war wohl im 13./14. Jahrhundert Sitz derer von Regentsweiler, deren Besitz 1352 an das Spital in Überlingen kam. Die Stadt Überlingen übte die Niedergerichtsbarkeit und auch die Landeshoheit über Bambergen und einige kleinere Weiler, darunter auch Reuthemühle, aus. Dazu war der Ort Sitz eines Amtes, zu dem auch umliegende spitalische Ort gehörten. 1803 kam der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.

Bonndorf wurde 800 als Pondorf erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert tauchen Edelfreie von Bonndorf auf, deren Nachfolger die Herren von Hohenfels wurden. 1423 und 1479 wurde der Ort an das Spital Überlingen verkauft. Somit gelangte die Herrschaft an die Stadt Überlingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde eine Gemeinde im Bezirksamt Überlingen.

Deisendorf wurde 972 und 1040 als Besitz der Abtei „Meginradescella“ (Maria Einsiedeln) in der Schweiz als Tyzindorf erstmals erwähnt. Im 13. Jahrhundert bestand ein Ortsadel. Ein Graf Mangold von Rohrdorf übertrug 1202 sein Gut an das Kloster Reichenau zu Lehen auf. Später kaufte das Kloster Salem und 1363 die Dombruderschaft Konstanz Güter am Ort. 1402 gelangte der Ort an das Spital Überlingen. Von 1469 bis 1811 war Deisendorf Poststation der österreichischen, später Thurn-und-Taxis-Postlinie Stockach – Ravensburg und Wien – Paris. 1803 kam Deisendorf an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.

Ernatsreute wurde 1213 erwähnt, als ein Conradus de Eradesriuti auftaucht. 1408 kam der Ort an das Spital Überlingen und war Teil des Amtes Bambergen. Die Ortsherrschaft lag somit bei Überlingen, doch hatte auch das Deutschordenshaus Mainau einen Lehnshof. 1803 kam der Ort an Baden und war zunächst Teil der Gemeinde Bambergen. 1924 wurde er der Gemeinde Lippertsreute zugeordnet.

Hagenweiler wurde 1285 als Hagenwiller erstmals erwähnt, als die Herren von Bodman ihren Besitz an den Johanniter-/Malteserorden verkauften. Der Ort gehörte dann zum Amt Andelshofen, die Steuerhoheit lag jedoch bei Überlingen. 1803 wurde Hagenweiler badisch und gehörte zunächst zur Gemeinde Andelshofen. Bei dessen Eingliederung nach Überlingen 1926 wurde Hagenweiler abgetrennt und der Gemeinde Lippertsreute zugeordnet.

Haldenhof (Hohenfels): Um 1148 taucht der Name Hohenfels auf. Sicher bezeugt ist eine kleine Herrscherfamilie von 1191 bis 1408. Deren Burg lag bei einer 1479 als Haldenhof bezeugten Ansiedlung. Damals war die Herrschaft Hohenfels bereits untergegangen. Die Herren von Hohenfels besaßen ursprünglich die Orte Sipplingen, Mahlspüren und die heute zu Überlingen gehörigen Siedlungen Bonndorf und Nesselwangen. Durch Heirat konnte der Besitz auf Ittendorf vergrößert werden. 1408 wurde die Herrschaft aufgeteilt und der Großteil kam 1479 an das Spital Überlingen. Die Burg Hohenfels brannte 1633 und 1644 ab und ist nur noch als Ruine erhalten. Der Haldenhof ist heute nur noch ein Wohnplatz des Stadtteils Bonndorf.

Hödingen wurde 1242 als Hedingen erstmals erwähnt. 1297 verkaufte ein Swigger von Blankenstein den Kehlhof zu Hödingen an den Johanniter-/Malteserorden in Überlingen, später war der Ort im Besitz des Spitals Konstanz, welches die Ortsherrschaft innehatte. In neuerer Zeit hatte Überlingen die Oberhoheit über Hödingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.

Lippertsreute wurde 1159 als Luiprehtisruti erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert war der Ort im Besitz von St. Stefan in Konstanz, dann von St. Johann in Konstanz. 1217 erwarb das Kloster Salem Güter der Herren von Bodman, die die Ortsherrschaft über Lippertsreute ausübten. 1290 kam der Ort an die Johanniter in Überlingen und 1337 an die Deutschordenskommende Mainau, bei deren Landkomturei Altshausen der Ort bis 1805 verblieb. Dann wurde der Ort badisch und dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet. 1924 erfolgte die Eingliederung von Ernatsreute (bisher Gemeinde Bambergen) und 1928 von Hagenweiler (bisher Gemeinde Andelshofen).

Kirche St. Peter und Paul in Nesselwangen

Nesselwangen wurde 1094 als Nezzelwanc erstmals erwähnt. Zunächst war der Ort im Besitz des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Später war er Teil der Herrschaft Hohenfels, von wo er 1479 an das Spital Überlingen kam. 1803 fiel der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
siehe auch Burgstall der Burg Nesselwangen

Nußdorf wurde 1134 als Nuzdorf erstmals erwähnt. Über verschiedene Adelige, darunter Pfalzgraf Rudolf von Tübingen kamen die Besitzungen des Ortes an das Kloster Salem. 1803 wurde der Ort badisch und dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.

Schönbuch wurde im 13. Jahrhundert als Schonbuch erstmals erwähnt. Um 1260 kam die Siedlung derer von Gundelfingen an die Johanniter in Überlingen, die den Besitz im 15. Jahrhundert noch vergrößerten. Der Johanniterkommende stand somit bis 1803 die Niedergerichtsbarkeit zu, die Landeshoheit lag bei Überlingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde Teil der Gemeinde Andelshofen. Bei deren Auflösung 1928 wurde Schönbuch der Gemeinde Bambergen zugeordnet.

Walpertsweiler wurde 1160 als Waltprechtesweiler erstmals erwähnt. Der Ort gehörte dem Kloster Salem. 1415 wurde der Ort an das Spital Überlingen verkauft und gehörte nach dem Übergang an Baden als Wohnplatz zur Gemeinde Bonndorf.

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Überlingen gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. Die Bevölkerung war der Pfarrei St. Michael (Aufkirch) zugeordnet.

Münster St. Nikolaus

Eine Kirche wurde in Überlingen aber wohl schon im 10. Jahrhundert erbaut. Reste dieser Kirche wurden unter dem heutigen Münster St. Nikolaus gefunden. Das Münster wurde im 14. Jahrhundert als spätgotische Basilika erbaut. Die dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche war bereits 1360 Pfarrkirche der Stadt. Von 1357 bis 1557 war sie dem Deutschen Orden inkorporiert. Nach dem Übergang an die Stadt wurde dort 1609 ein Kollegiatstift eingerichtet. Auch nach der Reformation blieb Überlingen katholisch. Neben der Stadtgemeinde gab es auch mehrere Klöster. Eine Franziskanerkirche wurde 1348 geweiht, 1519 umgebaut und 1752 barockisiert (heute Kirche Zur Unbefleckten Empfängnis). Das Kloster wurde 1803 aufgelöst. Die Überlinger Bürger stiftete die Jodok-Kirche, die 1462 geweiht wurde. Ein Kapuzinerkloster bestand von 1619 bis 1806. Die 1686 erbaute Klosterkirche wurde danach profaniert.

Der Johanniter-/Malteserorden gründete 1257 in Überlingen eine Kommende. Die Kommende Überlingen gehörte bis 1806 zum katholischen Großpriorat Deutschland des Johanniter-/Malteserordens, mit Sitz in Heitersheim. Die zugehörige Kirche wurde 1818 abgerissen. Ein Franziskanerinnenkloster zu St. Gallen bestand von 1535 bis 1803. Die St.-Gallen-Kapelle, die sich in der Fischerhäuservorstand befand, wurde 1849 profaniert. Von den zahlreichen Kapellen sind zu erwähnen: St. Lucia von 1462 (heute Reichlin-Meldegg-Haus), St. Leonhard in den Egerden von 1437, Heinrich-Suso-Kapelle im Altersheim St. Ulrich von 1881, St. Joseph im Krankenhaus Seeburg von 1938, St. Johann Vianney von 1954 und Hl. Geist 1960.

Nach der Pfarrkirche St. Nikolaus („Münster“) wurde 1977 eine zweite Pfarrei auf dem Burgberg errichtet. Dort war bereits 1973 die katholische Kirche Heinrich Suso erbaut worden.

St. Sylvester Goldbach

Auch in den meisten Stadtteilen gibt es jeweils katholische Gemeinden und Kirchen oder zumindest Kapellen. In Andelshofen gibt es eine neugotische Kirche St. Verena von 1885. Die alte Pfarrkirche des Ortes war von 1462 bis 1803 der Johanniterkommende inkorporiert. In Bambergen gibt es eine Marienkapelle des 17. Jahrhunderts. Bonndorf hat eine Pfarrkirche St. Pelagius und Verena mit gotischem Chor und frühgotischem Turm. In Deisendorf besteht eine Kapelle St. Andreas mit romanischen Elementen. Eine eigene Pfarrei war dort bis ins 14. Jahrhundert vorhanden. Heute gehört der Ort zu Seefelden, und die Wallfahrtskirche Birnau ist die Pfarrkirche der Orte Deisendorf und Nußdorf, welche gemeinsam die katholische Pfarrkuratie Birnau bilden. In Hödingen bestand eine Bartholomäuskirche, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Danach wurde die Kirche wieder erbaut und als Marienwallfahrt eingerichtet. Lippertsreute hat eine 1881 erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt, doch ist hier bereits im 13. Jahrhundert eine Kirche erwähnt. In Nesselwangen wurde bereits im 11. Jahrhundert eine Kirche erwähnt. Die heutige Kirche St. Peter und Paul wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg neu erbaut und 1861 vergrößert. Nußdorf hat eine spätgotische Kapelle des H. Kosmas und Damian. Die katholischen Kirchengemeinden kamen nach Auflösung des Bistums Konstanz zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Hier wurden sie dem Dekanat Linzgau, dessen Sitz sich in Meersburg befindet, zugeordnet.

Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten nach Überlingen und es entstand eine kleine Filialgemeinde von Meersburg. 1861 wurde in Überlingen eine eigene Pfarrei errichtet, die erste evangelische Kirche wurde 1867 erbaut. Sie gehörte zunächst zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden. Heute gibt es zwei evangelische Kirchengemeinden, die Auferstehungskirchengemeinde und die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde, zu denen auch die meisten Protestanten der Überlinger Stadtteile gehören. Beide Kirchengemeinden gehören heute zu dem 1969 neu gegründeten Kirchenbezirk Überlingen-Stockach, der seinen Sitz in Salem hat. Die beiden Ortsteile Bonndorf und Nesselwangen gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Ludwigshafen.

Daneben gibt es in Überlingen auch mehrere evangelische Freikirchen, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (Kreuzkirche), eine Mennonitengemeinde, eine Adventgemeinde und eine Senfkorngemeinde. Im Stadtteil Bambergen gibt es eine Evangelische Täufergemeinde, die zum Bund Evangelischer Täufergemeinden gehört.

Emmaus-Kirche der Christengemeinschaft

Ferner sind auch die Zeugen Jehovas, eine Gemeinde der Christengemeinschaft und eine Neuapostolische Gemeinde in Überlingen vertreten. Seit 1983 gibt es auch eine Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Im Mittelalter bestand eine jüdische Gemeinde, sie wurde 1226 erstmals genannt. Im Jahr 1332 kam es in Überlingen wegen eines angeblichen Ritualmords zu einem Pogrom, bei der zwischen 300 und 400 Juden in der Synagoge verbrannten. 1349 kam es erneut zur Verfolgung von Juden, erst 1378 gab es eine neue Ansiedlung. 1430 wurden die Juden ausgewiesen, seitdem kam es in der Stadt zu keiner Neubegründung einer jüdischen Gemeinde mehr.[20]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

In die Stadt Überlingen wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen eingegliedert. Sie gehörten vor der Kreisreform alle zum Landkreis Überlingen.

  • 1888: Burgberg
  • 1928: Andelshofen
  • 1. Juli 1971: Bambergen
  • 1. April 1972: Lippertsreute (mit dem 1924 eingemeindeten Ernatsreute, dem 1928 eingemeindeten Hagenweiler und dem 1954 eingemeindeten Steinhöfe)
  • 1. April 1974: Deisendorf
  • 1. Juli 1974: Hödingen und Nesselwangen
  • 1. Januar 1975: Bonndorf und Nußdorf

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Einwohnerzahlen
Jahr Einwohnerzahlen
1496 3.250
1676 2.338
1789 3.117
1802 2.645
1834 2.505
1861 3.280
1. Dezember 1871 ¹ 3.372
1. Dezember 1880 ¹ 3.999
1. Dezember 1900 ¹ 4.286
1. Dezember 1910 ¹ 4.550
16. Juni 1925 ¹ 5.207
16. Juni 1933 ¹ 5.613
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 6.512
13. September 1950 ¹ 8.348
6. Juni 1961 ¹ 10.501
27. Mai 1970 ¹ 12.794
31. Dezember 1975 17.735
31. Dezember 1980 18.734
27. Mai 1987 ¹ 18.729
31. Dezember 1990 20.102
31. Dezember 1995 20.494
31. Dezember 2000 20.791
31. Dezember 2005 21.417
31. Dezember 2010 21.818

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 ergab folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2014[21]
Wahlbeteiligung: 55,9 % (2009: 53,9 %)
 %
30
20
10
0
24,7 %
24,2 %
18,3 %
15,8 %
11,3 %
5,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,4 %p
+4,0 %p
+18,3 %p
+3,7 %p
-4,0 %p
+5,8 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz/Die Grünen
c Freie Wähler/Überlingen für Alle
2
4
6
3
5
6
Von 26 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Überlingen standen ab dem 13. Jahrhundert der vom Stadtherrn eingesetzte Ammann sowie der Rat. Der Ammann war Verwaltungs- und Finanzbeamter und stand dem Gericht vor, das teilweise in ein Ober- und ein Unterstadtgericht geteilt war. Dem Rat gehörten zunächst nur Patrizier an, ab dem 13. Jahrhundert waren auch die Zünfte vertreten. Ein Bürgermeister ist ab 1308 urkundlich erwähnt. Dieser war bald danach für die Verwaltung, der Ammann nur noch für das Gericht zuständig. 1420 gab es zwei ehrenamtliche Bürgermeister sowie einen Neuen und einen Alten Rat (später: Großer und Kleiner Rat). Im Jahr 1773 wird durch den Bischof von Konstanz eine neue Besoldungsordnung aufgestellt. Fortan sind die Bürgermeister nicht mehr ehrenamtlich, sondern mit einem festen Gehalt tätig. Der Erste, der mit diesem Gehalt tätig war, war der Fürstenbergische Oberamtmann Freiherr von Lentz aus Heiligenberg.

Seit dem Übergang an Baden leitet ein Bürgermeister die Stadt, der seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1993 die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister (OB) trägt. Er wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt und ist Vorsitzender des Gemeinderats sowie Leiter der Stadtverwaltung. Der Oberbürgermeister hat einen 1. Beigeordneten, den hauptamtlichen Stellvertreter, der die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ trägt.

  • 1308–XXXX: Ulrich am Ort
  • 1644–1670: Johann Heinrich von Pflummern
  • 1733–1770: Johann Leopold von Haubert
  • 1773–1793: Freiherr von Lentz
  • 1793–1799: Karl Enroth
  • 1799–1802: Johann Baptist Moser
  • 1802–1810: Karl Enroth
  • 1810–1814: Johann Baptist Moser
  • 1814–1830: Johann Baptist Kugel
  • 1830–1835: Konrad Magg
  • 1835–1847: Karl Müller
  • 1847–1849: Hofacker
  • 1849: Johann Sebastian Knöpfle
  • 1849–1858: Adolf Bernhard Schmalholz
  • 1858–1873: Mathäus Steib
  • 1873–1879: Wilhelm Beck
  • 1879–1885: Mathäus Steib
  • 1885–1919: Maurus Betz
  • 1919–1933: Heinrich Emerich
  • 1933–1945: Albert Spreng (NSDAP)
  • 1945: Karl Löhle (interimistisch) (SPD)
  • 1946–1948: Franz Hug (parteilos)
  • 1948–1969: Wilhelm Anton Schelle (CDU)
  • 1969–1993: Reinhard Ebersbach (SPD)
  • 1993–2000: Klaus Patzel (SPD)
  • 2000–2008: Volkmar Weber (parteilos)
  • seit 2009: Sabine Becker (seit 2014 parteilos, zuvor CDU)

Bei der Bürgermeisterwahl am 12. Oktober 2008 wurde Sabine Becker im zweiten Wahlgang bei einer Wahlbeteiligung von 54 Prozent mit 40,8 Prozent der Stimmen gewählt. Sabine Becker ist die erste Frau in der Geschichte der Stadt Überlingen in diesem Amt.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Ueberlingen 2.png

Das Wappen der Stadt Überlingen zeigt in Gold einen schwarzen Adler mit goldenem Brustschild, darin ein golden gekrönter und golden bewehrter roter Löwe. Das Oberwappen stellt einen aus dem Spangenhelm mit goldener Helmkrone wachsenden golden gekrönten und bewehrten roten Löwen dar, der in der rechten Pranke ein bloßes Schwert mit goldenem Griff hält. Die Helmdecken sind rot-gold. Mit der Verleihung dieses Wappens bekräftigte der Kaiser die Verurteilung der Anführer der Linzgau-Bauern im Jahr 1525, am Ende der Bauernkriege, durch den Rat der Stadt Überlingen. Die Linzgau-Bauern hatten sich gegen den Befehl der Reichsstadt Überlingen gestellt, die aufrührerischen Hegau-Bauern zu bekämpfen („Ernatinger Meuterei“).

Die Stadtflagge ist rot-gelb.

Der Reichsadler wird schon im 13. Jahrhundert im Siegel geführt. Die heutige Form des Wappens mit dem habsburgischen Löwen als Brustschild verlieh Kaiser Karl V. im Jahr 1528. Das für ein Kommunalwappen äußerst ungebräuchliche Oberwappen wurde 1528 bereits beschrieben und somit bis heute beibehalten.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Stadt Land seit
Chantilly FrankreichFrankreich Frankreich 1987
Bad Schandau SachsenSachsen Sachsen 1990

1990 ging die Stadt Überlingen mit der Stadt Bad Schandau in Sachsen eine Partnerschaft ein. Vor allem Hilfsaktionen haben in den ersten Jahren die Partnerschaft belebt, aus der sich in der Zwischenzeit freundschaftliche Kontakte entwickelt haben.[22]

Seit 1965 besteht bereits eine Partnerschaft der Freiwilligen Feuerwehr St. Valentin auf der Haide in Südtirol mit der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Anlegestelle in Überlingen
Blick vom Überlinger Münster auf Altstadt und See

Mit jeweils etwa 4.000 Beschäftigten sind das produzierende Gewerbe und der Dienstleistungssektor (inklusive Tourismus; unter anderem 60 Restaurants und 33 Hotels) die größten Arbeitgeber der Stadt. Der Einzelhandel hat sich im WVÜ zusammengeschlossen. Neben der 1997 eingerichteten Fußgängerzone sollen regelmäßige Veranstaltungen den Einzelhandel gegenüber den außerhalb gelegenen Einkaufszentren stärken.

Bis in das 19. Jahrhundert war Überlingen der größte Getreidemarktplatz in Süddeutschland.

Überlingen ist ein anerkanntes Kneippheilbad. Aufgrund der Lage am Bodensee verzeichnet die Stadt pro Jahr über 500.000 Übernachtungen.

Weinbau wird seit Jahrhunderten in der Lage Überlinger Felsengarten betrieben.[23] In der Kommune Überlingen gibt es 80 Kleinbrenner (Stand: Dezember 2011).[24]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Der nächstgelene Anschluss an die Bundesautobahn ist die Zufahrt Stockach der A 98, die in westlicher Richtung nach Singen (Hohentwiel) und weiter nach Schaffhausen führt, wo am Autobahnkreuz Hegau Anschluss besteht zur A 81 Stuttgart – Singen und zur Bundesstraße 33 nach Konstanz. Am Ostende des Bodensees gibt es bei Lindau Anschluss an die A 96 in Richtung Memmingen und im weiteren Verlauf nach Ulm bzw. München.
  • Die Bodensee-Schiffsbetriebe verbinden Überlingen im Personenverkehr mit Dingelsdorf (bei Konstanz), Unteruhldingen, Mainau und Meersburg.
  • Die Motorbootgesellschaft Bodman mbH fährt im Passagierverkehr von Überlingen über die Marienschlucht, Sipplingen und Ludwigshafen nach Bodman.
  • Die Überlinger Schiffsbetriebe (Zusammenschluss dreier privater Betriebe) verbinden Überlingen im Pendelverkehr mit der Insel Mainau. Außerdem bieten sie im Sommerhalbjahr Ausflugs- sowie Rundfahrten an.
  • Die Personenschifffahrt Giess & Giess GbR verbindet Überlingen mit Wallhausen je nach Jahreszeit bis zu zwölf mal täglich.
  • Überlingen liegt am Bodensee-Radweg und am Bodensee-Rundweg.
  • Überlingen ist Zielort der sechsten und letzten Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis. Der 111 Kilometer lange Wanderweg durch das Hinterland des Bodensees führt von Kressbronn über Neukirch, Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Produktionsgewerbe:

Dienstleistungsgewerbe:

In Überlingen war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert die überregional tätige Orgelbauwerkstatt Wilhelm Schwarz & Sohn ansässig. Heute wird Orgelbau in Überlingen noch von den 1875 gegründeten Unternehmen Mönch Orgelbau und Drehorgelbau Raffin betrieben.

Medien[Bearbeiten]

Die Tageszeitung Südkurier berichtet im Lokalteil Überlingen über das Geschehen in der Stadt und ihrer Umgebung. Auch werden dort amtliche Bekanntmachungen veröffentlicht. Das kostenlose Mitteilungsblatt „Hallo Ü“ informiert über lokale politische, kulturelle und gesellschaftliche Themen.

Behörden und Gerichte[Bearbeiten]

Überlingen verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Konstanz und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört. Ferner gibt es hier ein Notariat und ein Finanzamt.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Überlingen gibt es ein städtisches Gymnasium, eine Realschule, eine Grund- und Hauptschule (Wiestor-Schule), eine Förderschule (Franz-Sales-Wocheler-Schule) sowie fünf eigenständige Grundschulen (Burgberg-Schule und je eine Grundschule in den Stadtteilen Deisendorf, Hödingen, Lippertsreute und Nußdorf), ferner die Krankenpflegeschule am Städtischen Krankenhaus.

Träger der drei berufsbildenden Schulen Constantin-Vanotti-Schule (Kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium), Justus-von-Liebig-Schule (Haus- und Landwirtschaftliche Schule mit Ernährungswissenschaftlichem Gymnasium, Sozialwissenschaftlichen Gymnasium und Biotechnologischen Gymnasium) und Jörg-Zürn-Gewerbeschule (Gewerblich-technische Schule mit Technischem Gymnasium und BTA Berufskolleg) ist der Bodenseekreis.

Die Privatschulen Freie Heimschule Georgenhof, Freie Waldorfschule Überlingen, das Gymnasium Schloss Salem – Salem International College, die Heimsonderschule Brachenreuthe, die Janusz-Korczak-Schule Deisendorf und die Kaspar-Hauser-Schule für Erziehungshilfe runden das schulische Angebot Überlingens ab.

Schließlich gibt es noch verschiedene städtische, kirchliche (evangelische und römisch-katholische) und freie Kindergärten vor Ort.

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Gemeindepsychiatrische Zentrum (GpZ) Überlingen ist Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die auf Unterstützung zur Führung eines selbstständigen Lebens angewiesen sind. Das GpZ bietet diesbezüglich ein breites Spektrum an Hilfestellungen unter einem Dach.

Der Camphill Schulengemeinschaften e.V. betreibt durch sein Projekt SKID (Sozialkulturelle Integrationsdienste) in Überlingen einen Laden mit Bistro in dem Menschen mit Behinderung unter Anleitung arbeiten können.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick auf die Altstadt von Überlingen mit dem Münster St. Nikolaus
Stadtgraben in Überlingen
Aufkircher Stadttor von 1452
Das Franziskanertor von 1494
Das Reichlin-von-Meldegg-Haus

Die Stadt ist Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

Die ARD-Vorabendserie Sternenfänger aus dem Jahr 2002 spielte größtenteils im Ort.

2005 beteiligte sich Überlingen, zusammen mit seinen beiden Ortsteilen Deisendorf und Lippertsreute, bei dem bundesweiten Wettbewerb Entente Florale Deutschland („Gemeinsam aufblühen“) und erhielt eine Goldmedaille. Ebenfalls eine Goldmedaille gewann im gleichen Jahr die Bodensee-Therme Überlingen beim internationalen Wettbewerb IOC/IAKS Award, dem weltweit einzigen Architekturpreis für Sport- und Freizeitanlagen. Die 2003 eröffnete Therme verfügt über einen Thermal- und Erlebnisbereich mit Sportbad und Rutschen sowie einen Eltern-Kind-Bereich, einen Wellnessbereich und eine Saunalandschaft.[25] Überlingen liegt an der Schwäbischen Bäderstraße.

Mundart[Bearbeiten]

Überlingen gehört zum alemannischen Sprachraum. Umgangssprachlich wird Bodenseealemannisch gesprochen.

Stadtbefestigung[Bearbeiten]

Gallerturm

Überlingen erwarb 1180 das Stadtrecht. Um 1250 wurden Stadtgraben und Wälle durch Mauern ersetzt. Die Mauer wurde abschnittsweise von den verschiedenen Zünften verteidigt. Um 1300 umschloss ein innerer Mauerring den heutigen Altstadtkern auf der Linie Franziskanertor – Rosenobel – St. Johann. Ein äußerer Mauerring wurde 1450 begonnen und 1630 abgeschlossen. Er schützte auch die Fischerhäuser sowie die Vorstadt und das „Dorf“ und verlief auf der Linie Badturm – Aufkircher Tor – Wagsauterturm – Wiestor.[26]

Heute bestehen von ursprünglich 15 Wehrtürmen noch der Gallerturm (um 1500 erbaut), der Wagsauterturm (1958 wiederaufgebaut), der Rosenobel (1657 als Rondell erbaut, zuvor hier der Roßnauerturm) und der um 1520, ebenfalls als Rondell, errichtete, später aufgestockte, St. Johann Turm. Der Galler- und der St. Johann Turm werden heute als Vereinsheime genutzt.[27]

Durch zu hohe Unterhaltungskosten und des zunehmenden Wagenverkehrs mussten im 19. Jahrhundert sechs von sieben Stadttoren des äußeren Rings weichen (aufgezählt nach ihrem Abbruchjahr): Scheerentor (am östlichen Eingang der Friedhofstraße im Dorf, bereits im 18. Jahrhundert abgebrochen), Hell- oder Hölltor (am östlichen Eingang der Münsterstraße, äußeres 1823 abgebr. , inneres 1837), Wiestor (äußeres 1828, inneres 1843), Grundtor (in der Fischerhäuservorstadt, 1838), Fahrtor (bei den Spitalgebäuden, heute Landungsplatz, 1858), das Obertor ist im Jahr 1880 eingestürzt. Das einzige heute noch bestehende Stadttor des äußeren Rings ist das Aufkircher Tor. Von den drei Toren des inneren Rings (Fiedlistor, Christophstor, Barfüßertor) besteht heute noch das, 1494 fertiggestellte, Franziskanertor (früher Barfüßertor genannt).

Museen[Bearbeiten]

Das Reichlin-von-Meldegg-Haus, das älteste Renaissancegebäude Deutschlands, beherbergt heute das Städtische Museum. Das 1871 gegründete, seit 1913 an dieser Stelle untergebrachte Museum zeigt in dem zum Teil noch vollständig möblierten alten Patrizierpalast der Reichlin von Meldegg Kunst- und Alltagsgegenstände, Puppenstuben, Krippen und allgemeines Brauchtum.

An der Seepromenade befindet sich in einem ehemaligen Ballsaal aus dem 19. Jahrhundert die Städtische Galerie, die regelmäßig Sonderausstellungen präsentiert. Die an den Ballsaal grenzenden Kabinetträume der Galerie waren Teil des o.g. spätmittelalterlichen Patrizierhauses.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Wahrzeichen der Stadt ist der größte spätgotische Bau am Bodensee, das Münster St. Nikolaus. Die imposante Kirche schmückt ein monumentaler Holzaltar des Bildhauers und Schnitzers Jörg Zürn aus der Zeit der Spätrenaissance. An einem Pfeiler des Innenraums befindet sich eine Jakobs-Figur mit Wanderstab und Jakobsmuschel. An einem weiteren Pfeiler ist eine Kanonenkugel von 1634 befestigt mit der Aufschrift (Schreibweise wie im Original): „Überlingen wollte bezwingen Der Schwedisch Feldmarschall HOX … Drey Stürm hatt Er verloren, Darnach müste Er weichen, MARIA, diß ist dein Sig Zaichen“
  • Die Sylvesterkapelle im Stadtteil Goldbach zählt zu den ältesten Kirchenbauten im Bodenseeraum und enthält Fresken der „Reichenauer Schule“ aus dem 9. Jahrhundert.
  • Das Überlinger Rathaus stammt aus der Zeit der Renaissance und hat einen prächtigen Saal, den Holzschnitzfiguren von Jakob Russ zieren. Die Figuren stellen eindrücklich Hierarchien und Stände des Reiches (vom Kurfürsten bis zum Bauern) dar und legen damit Zeugnis ab von den Machtverhältnissen zur Zeit seiner Erstellung (1490–1494).
  • Die alte Stadtkanzlei zählt zu den schönsten Renaissancegebäuden im Bodenseeraum. Als Erweiterungsbau des benachbarten Rathauses wurde die Kanzlei um das Jahr 1600 vollendet. 1613 erhielt das repräsentative Gebäude am Münsterplatz ein gefasstes Stadtwappen, das zwar die Jahreszahl 1599 trägt, aber auf die Fertigstellung des äußeren zu beziehen ist. Nachdem es sich von 1822 an in Privatbesitz befand, erwarb es 1893 die Öffentliche Hand zurück. Seit 1913 befindet sich in der alten Kanzlei das Stadtarchiv.[28]
  • Das einstige Handels- und Kornhaus Greth ist seit seiner Sanierung 1998 eines der markantesten Kulturdenkmäler der Stadt. Das zwischen Landungs- und Marktplatz direkt am Seeufer gelegene klassizistische Gebäude lässt sich durch den Erlass der so genannten „Gredordnung“ bereits für das Jahr 1421 urkundlich nachweisen. Bauforscher datieren die tragenden Eichenpfeiler auf die Zeit um 1382. Fundamentreste weisen sogar auf wesentlich ältere Vorgängerbauten hin. Das heutige Erscheinungsbild der Greth geht auf einen 1788 erfolgten Umbau durch Franz Anton Bagnoto zurück und weist Stilelemente der Übergangsperiode vom Barock zum Klassizismus auf. Bereits 1936/37 wurde es nach der badischen Landesbauordnung unter Schutz gestellt.[29]
  • Die Franziskanerkirche von 1348 kennzeichnet ihre barocke Ausstattung.
  • In der Pilgerkirche St. Jodokus ist auf der Südwand eine Darstellung der Legende von der „Begegnung der drei Lebenden und der drei Toten“ aus der Zeit nach 1424. Drei vornehm gekleidete Fürsten unterschiedlichen Alters treffen unerwartet auf die Gerippe ihrer Väter. In dem Spruchband über den Toten steht: „der ir da sind der waren wier, der wier sind der weret ir“.[30]
  • Die Kapelle St. Michael (Aufkirch) außerhalb der Stadt wurde um das Jahr 1000 erbaut und war Überlingens erste Pfarrkirche.
  • Das denkmalgeschützte Schloss Rauenstein wurde um das Jahr 1900 durch den Schweizer Privatier und Rittmeister a. D. Otto Ziesig erbaut. Im Jahr 1950 wurde das Schlossareal samt Gebäude durch den damaligen Landkreis Überlingen erworben und ging im Zuge der Kreisreform auf den Bodenseekreis über. Die Räumlichkeiten wurden seitdem für Behörden sowie den Bildungs- und Wirtschaftsbereich genutzt. Die Parkfläche mit rund 2,68 Hektar sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
  • Der Salmansweiler Hof war Pfleghof des Klosters Salem.
  • Die Gunzoburg ist ein mittelalterliches Patrizierhaus in dem angeblich im Jahr 641 Herzog Gunzo residiert haben soll. Heute wird die „Burg“ als Galerie genutzt.
  • Das Suso-Haus gilt als Geburtshaus des Mystikers Heinrich Seuse (Suso).
  • Das Zeughaus an der Seepromenade war seit der Zerstörung des alten Zeughauses im Dreißigjährigen Krieg bis zum Ende der Reichsstadtzeit das Waffenlager der Stadt.

Überlingen hat zudem die längste Uferpromenade am Bodensee sowie ein Thermalbad, die Bodensee-Therme. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Sternwarte Überlingen und der Mantelhafen.

Im Ortsteil Goldbach befindet sich die sogenannte Obere Mühle Goldbach. Sie wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats März 2008“ ernannt.

Im Ortsteil Lippertsreute, unterhalb der Steinhöfe im Naturschutzgebiet Aachtobel, liegt der über 500 Jahre alte Wallfahrtsort Maria im Stein.

Brunnen[Bearbeiten]

  • Der Bodenseereiter-Brunnen des früheren Töpfers und heutigen Künstlers Peter Lenk. Mit den drei Frauen stellt er seine Tochter, seine Frau und seine Schwiegermutter sowie hoch zu Ross Martin Walser dar. Siehe auch: Seegfrörne
  • Der Bildhauer Emil Stadelhofer schuf das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege, das als Brunnendenkmal mit wasserspeienden Löwenköpfen ausgestattet und am 10. Juni 1900 anlässlich des Abgeordnetentages des Badischen Militärvereins feierlich enthüllt wurde. Es stand an derselben Stelle des heutigen Bodenseereiter-Brunnen auf dem Landungsplatz bis es 1934 abgerissen wurde.
  • Der Marienbrunnen an der Ecke Krummeberg-/Obertorstraße wurde anlässlich der 300-Jahrfeier der erfolgreichen Schwedenabwehr von 1634, neuerrichtet.
  • Einen „Hänselebrunnen“ von 1934 gibt es in der Aufkircher Straße, der dem „Hänsele“, der Hauptfigur der Überlinger Fasnet gewidmet ist.
  • Der Kaiserbrunnen (Karl V.) an der Hofstatt/Münsterstraße wurde 1553 errichtet und erinnert an das 1528 „gebesserte“ Wappen. Heute steht eine Kopie von 1983 auf dem Platz.
  • Der Suso-Brunnen auf der Hofstatt wurde 1928 zu Ehren des Mystikers und Theologen Heinrich Seuse oder Suso, auf dem Platz eines alten Brunnen errichtet.
  • Der Neustadtbrunnen von 1847 an der Aufkircherstraße wurde 2007 durch den Verschönerungsverein Überlingen völlig rekonstruiert und das Umfeld neu gestaltet. Der Brunnen ist ein eingetragenes Kulturdenkmal und stellt heute an ähnlicher Stelle die Fortschreibung eines wichtigen Teils der Überlinger Wasserversorgung dar, da die Anlage in spätmittelalterlicher Zeit als Unterer Kehlhoferbrunnen bereits im Stadtstich Merians, damals noch mitten in der Aufkircherstraße, zu sehen war.
  • In den 1950er Jahren wurden zwei Brunnen in der Altstadt, der Fischer- und der Knabe mit Tschake-Brunnen, von dem in Überlingen lebenden Bildhauer Werner Gürtner neugestaltet.
  • Der sogenannte Olberbrunnen von 1842 wurde im Zuge der Sanierung der Spitalgasse 2011 auf den neugestalteten Standort wiederaufgestellt. [31] [32]

Natur[Bearbeiten]

Der Stadtgarten mit seinem alten Baumbestand, exotischen Pflanzen, unzähligen Kakteen und einem Rosengarten beherbergt auch ein Hirschgehege. Im Stadtteil Bambergen befindet sich Deutschlands artenreichster Bauernhof, der Haustierhof Reutemühle, mit einem öffentlich zugänglichen Tierpark.

Weinanbau[Bearbeiten]

Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert erlebte Überlingen einen wirtschaftlichen Aufschwung, der auch auf den intensiven Weinbau zurückgeführt werden kann. Wein war das hauptsächliche Tauschmittel für andere Wirtschaftsgüter. Heute gibt es im Stadtgebiet nur noch ein einziges Weingut im Überlinger Felsengarten mit einer Anbaufläche von 25 Hektar.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Tradition[Bearbeiten]

Überlingen ist eine Hochburg der traditionellen schwäbisch-alemannischen Fasnet. Zusammen mit den Zünften aus Rottweil, Elzach und Oberndorf bildet die Narrenzunft Überlingen den Viererbund. Das Häs (die Fastnachtstracht), der „Überlinger Hänsele“, wird bereits in einem Ratsprotokoll des Jahres 1430 erwähnt.[33]

Zum Gedenken an die erfolgreiche Abwehr der Schweden im Dreißigjährigen Krieg, die am 11. Juli 1632 die Stadt angriffen und vom 23. April bis 16. Mai 1634 belagerten, findet nach einem Gelöbnis der Bürgerschaft von Überlingen von 1634 zwei Mal im Jahr jeweils am zweiten Sonntag im Mai (Muttertag) und im Juli ein Gottesdienst und eine Schwedenprozession statt. Auf dem Prozessionsweg wird die Schwedenmadonna von Pfadfindern auf Schultern getragen. An der Prozession zu fünf Altären nehmen auch die Stadtkapelle, die Schwerttanzkompanie, die Jugendkantorei, Ministranten, Pfadfinder und etwa 100 Trachtenträgerinnen teil. Im Anschluss an die Zweite Schwedenprozession wird der so genannte „Schwertletanz“ auf der Hofstatt und vor dem Archiv durch die Schwerttanzkompanie aufgeführt.[34]

Kultur[Bearbeiten]

In Überlingen steht das Suso-Haus; in freier Trägerschaft finden dort regelmäßig Lesungen, Konzerte und Vorträge statt.

In Überlingen wird seit 1954 – in der Regel alle zwei Jahre – der Bodensee-Literaturpreis vergeben. Im Preisgericht sitzen Professoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1956 fand in Überlingen auf Einladung des Bodensee-Clubs der Zweite Internationale Deutschsprachige Schriftstellerkongreß statt, der durch eine öffentlich ausgetragene Kontroverse zwischen Hermann Kesten und Ludwig Friedrich Barthel Schlagzeilen machte.

Seit 2004 findet in der Kapuzinerkirche alljährlich das so genannte Sommertheater mit verschiedenen Aufführungen des Stadttheaters Konstanz statt.

Alle zwei Jahre im April wird die Veranstaltungsreihe WortMenue durchgeführt.

Sport[Bearbeiten]

  • Seit 2005 findet jeweils im Juli/August das Finale des Deutscher Bouldercups statt, in dessen Rahmen es seit 2008 auch eine Station des Deutschen Speedcups ist.
  • Seit 2008 findet Ende August ein Weltranglisten-Tennisturnier der untersten Futures-Kategorie statt, das die beiden Tennisclubs TC Überlingen und TC Altbirnau gemeinsam veranstalten.

Spaziergänge am See[Bearbeiten]

Von Überlingen nach Birnau[Bearbeiten]

Vom Landungsplatz für Bodenseeschiffe entlang dem Seeufer über Nußdorf nach Maurach verläuft die dem See nähere Wegführung als die des offiziellen, oberhalb des Sees verlaufenden Bodensee-Rundwegs. Durch die Rebhänge hinauf führt dieser zur Wallfahrtskirche Birnau. Von dort gelangt man mit dem Bus (Haltestelle Bundesstraße) bequem zurück nach Überlingen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Überlingen hat folgenden Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen

  • 1840: Franz Sales Wocheler, Stadtpfarrer (1778–1848)
  • 1928: Adolf Schwarz, Stadtpfarrer (1864–1940)
  • 1963: Georg Siemens, Gemeinderat (* 1882)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bekannte Personen, die in Überlingen lebten[Bearbeiten]

Bekannte Einwohner[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Überlingen[Bearbeiten]

  • Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1959.
  • Otto Gruber: Überlinger Profanbauten des 15. und 16. Jahrhunderts. Karlsruhe, 1914.
  • Stadt Überlingen (Hrsg.): Überlingen. Bild einer Stadt. In Rückschau auf 1200 Jahre Überlinger Geschichte. 770–1970. Konrad, Weißenhorn 1970.
  • Hans Schleuning (Red.): Überlingen und der Linzgau am Bodensee. (Teilauflage auch als: Der Kreis Überlingen). Theiss, Stuttgart 1972, ISBN 3-8062-0102-1.
  • Dieter Helmut Stolz: Geliebtes Überlingen. Ein Gang durch Geschichte und Kultur der Stadt am Bodensee. Mit Stadtrundgang. Mit zahlr. Fotos von Siegfried Lauterwasser. 2., überarb. Auflage. Verlag des Südkurier, Konstanz 1981, 91 Seiten.
  • Paul Baur (Hrsg.): ...klein, hochmodern aber hiesig! Überlinger Gewerbe im Wandel Verein der Freunde der Jörg-Zürn-Gewerbeschule 2. Auflage 1997, ISBN 3-921213-93-2.
  • Bettina Bernhard: „Kur am und im See, Alpenblick inklusive“. Das Kneippheilbad Überlingen. In: Wolfgang Niess, Sönke Lorenz (Hrsg.): Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg. Markstein, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5.
  • Michael Brunner, Marion Harder-Merkelbach (Hrsg.): 1100 Jahre Kunst und Architektur in Überlingen (850–1950). Begleitbuch zur Ausstellung der Städtischen Galerie Überlingen. Imhof Verlag, Petersberg 2005, ISBN 3-86568-032-1.
  • Oswald Burger: Der Stollen. Überlingen 2005, ISBN 3-86142-087-2 (Dokumentation zum KZ Aufkirch, Goldbacher Stollen, kurzer Abschnitt über KZ-Friedhof Birnau).
  • Oswald Burger, Hansjörg Straub: Die Levingers. Eine Familie in Überlingen. Eggingen 2002, ISBN 3-86142-117-8 (geschildert werden nebenbei auch die Überlinger Vereine um 1900 und die Zeit des Großherzogtums bzw. des Staates Baden).
  • Jan Fornol et. al.: s brennt! Überlingen eine Stadt und ihre Feuerwehr 1853 bis 2003. Eigenverlag, 2003
  • Alois Schneider, Regierungspräsidium Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege, Stadt Überlingen (Hrsg.): Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg Band 34 Überlingen. Regierungspräsidium Stuttgart Landesamt für Denkmalpflege 2008, ISBN 978-3-927714-92-2.
  • Peter Höring, Ursula Horstmann und Hermann Keller: Chronik von Andelshofen. Eigenverlag, 2010, 248 Seiten [37]
  • Eva-Maria Bast, Heike Thissen: Geheimnisse der Heimat: 50 spannende Geschichten aus Überlingen. Edition SÜDKURIER, 2011, ISBN 978-3-00-035898-2.
  • Eugen Schnering, Gesellschaft der Kunstfreunde Überlingen e.V. (Hrsg.): Überlingen – Stadtgeschichte in Straßennamen, Verlag der Gesellschaft der Kunstfreunde Überlingen e.V., 1993
  • Alfons Semler: Überlingen - Bilder aus der Geschichte einer kleinen Reichsstadt, Oberbadischer Verlag, Singen 1949

Überlinger Seealemannisch[Bearbeiten]

  • (als) Wolfgang Lechler: Mir schwätzed andersch. Seealemannische Werter und Sprichwerter us Iberlinge und drumrum. Frickingen 2010. ISBN 978-3-938340-30-1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Deutscher Wetterdienst
  3. Liste 3: Enddatierung der nachlimeszeitlichen Münzen in Südwestdeutschland. S. 423–430, hier S. 428. In: Claudia Theune: Germanen und Romanen in der Alamannia: Strukturveränderungen aufgrund der archäologischen Quellen vom 3. bis zum 7. Jahrhundert. Verlag Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3-11-017866-4.
  4. Martin Lang: Vom Prager Frieden zum Westfälischen Frieden (1635-1648) Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Philosophie, Wien, 2008 online (PDF; 403 kB)
  5. Vgl. Deutsche Gesellschaft für Erdbebeningenieurwesen und Baudynamik e.V. (Hrsg.): Erdbeben in Deutschland. 1. Auflage, 2004, S. 6.
  6. Stefan Hilser (shi): Schweres Beben vor 100 Jahren. In: Südkurier vom 15. November 2011
  7. Oswald Burger: Überlingen (Aufkirch). In: Wolfgang Benz, Barbara Distel, Angelika Königseder: Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2. Frühe Lager. Dachau. Emslandlager. C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52962-3, S. 514–517.
  8. Roland Burger: Stolpersteine genehmigt. In: Südkurier vom 3. März 2005
  9. Oswald Burger putzt in Überlingen Stolpersteine bei Aktionstag – Erinnerung an Landrat und seine Tochter. Anpolieren gegen das Vergessen (PDF; 181 kB). In: Südkurier vom 18. November 2008
  10. Eva-Maria Bast: Stolperstein für homosexuelles NS-Opfer. In: Südkurier vom 26. Juni 2010
  11. Christianis Recherche. In: Südkurier vom 22. Februar 2010
  12. Hans-Peter Walter: Schreie sind noch in Erinnerung. Gedenkfeier für die 20 Opfer des Bombardements auf Überlingen im Jahr 1945. In: Südkurier vom 24. Februar 2010
  13. 320th Bomb Group Final mission report Überlingen Marshalling Yards (Germany) (PDF; 184 kB)
  14. 320th Bomb Group strike photo Überlingen Marshalling Yards (Germany)
  15. Martin Bauer: Das Rätsel ist nach 65 Jahren gelöst. In: Südkurier vom 22. Februar 2010
  16. Martin Bauer: 65 Jahre nach Angriff enträtselt. In: Südkurier vom 22. Februar 2010
  17. BFH-Urteil
  18. https://www.mieterbund-bodensee.de/ueberlingen-aendert-zweitwohnungssteuer
  19. http://wahlen11.rz-kiru.de/08435059BE/BELGS2020-kl.html
  20. Überlingen (Bodensee-Kreis). Grabsteinfragmente des mittelalterlichen jüdischen Friedhofes im Städtischen Museum Überlingen. Abgerufen am 28. Juni 2010.
  21. http://wahlen11.rz-kiru.de/08435059w/gw2014.html
  22. Überlingen. Städte feiern 20 Jahre Partnerschaft. In: Südkurier vom 15. Oktober 2010
  23. BodenseeWein e. V. (Hrsg.): Der Bodensee-Weinführer. Meersburg ca. 2008, S. 14 und Internetseite Bodenseewein
  24. Südkurier-Grafik: Orlowski/ Quelle: Hauptzollamt Ulm: Zahl der Kleinbrenner. In: Hanspeter Walter (hpw): Das alte Monopol läuft aus. In: Südkurier vom 17. Dezember 2011
  25. Katy Cuko: Wettbewerb der Wellnesstempel. Die Angebote der Thermen im Überblick. In: Südkurier vom 6. November 2010
  26. Quelle: Informationstafel zur Stadtbefestigung im Stadtgraben beim Bahnhof Überlingen
  27. Quelle: Webseiten der beiden Vereine: [1], [2]
  28. Geschichte der Stadtkanzlei: http://www.ueberlingen.de/Bildung_Kultur/Stadtarchiv/Geschichte/
  29. Die Überlinger Greth und mit ihr das Erfolgsmodell Bürgerfonds begehen den zehnjährigen Jahrestag seit der Sanierung. Die Greth wird zehn. In: Südkurier vom 26. November 2008
  30. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0, S. 32f.
  31. Quelle Südkurier vom 18. Juli 2009 http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/hintergrund-ueberlingen/Gasse-Garten-Brunnen;art473140,3863678
  32. Quelle Südkurier vom 29. Juli 2011 http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Pflasterkunst-weist-Weg-zum-Zentrum;art372495,5026301
  33. Narren. In: Der Badener, Februar 2009, S. 12, gespeichert in Internetseite des Vereins der Badener von Hamburg und Umgebung e. V.
  34. Lothar Fritz: So schön wie der Hänselejuck. Beeindruckende zweite Schwedenprozession. In: Südkurier vom 15. Juli 2013, S. 17.
  35. www.faz.net
  36. www.suedkurier.de
  37. http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Trio-stellt-Dorf-mit-Zukunft-vor;art372495,4563263

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Überlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Überlingen – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Überlingen – Reiseführer