Höffner (Möbelhaus)

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Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG
Logo der Firma Höffner
Rechtsform GmbH & Co. KG
Sitz Schönefeld
Leitung Thomas Dankert, Klaus Kühnemann
Mitarbeiter 8.000
Umsatz 1,98 Mrd. Euro (2011)[1]
Branche Möbel und Innenausstattung, Einzelhandel
Website www.hoeffner.de
Höffner Möbelmarkt in Barsbüttel

Die Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG ist ein Einzelhandelsunternehmen in der Möbelbranche. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schönefeld bei Berlin.

Das Unternehmen ist ein Vollsortimenter im Bereich Wohnen und Einrichten. Sein Kernsortiment umfasst etwa 100.000 Produkte. Zusätzlich zu Möbeln unterschiedlichster Stilrichtungen bietet das Unternehmen auch Haushaltswaren und Wohnaccessoires an.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Möbelhaus Höffner entstand ursprünglich aus einer 1874 von Rudolf Höffner in Berlin gegründeten Tischlerei. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs baute die Familie Höffner ihre Firma zu Berlins größtem Möbelhaus auf.

Im Osten Berlins gelegen, wurde die Firma Höffner nach der deutschen Teilung nicht weitergeführt. Der Unternehmer Kurt Krieger kaufte 1967 die Höffner-Namensrechte und gründete die Firma in der West-Berliner Pankstraße neu. Auch die Familie Krieger verfügt über langjährige Familientradition in der Möbelbranche. Wilhelm Krieger hatte 1910 ebenfalls eine Möbeltischlerei gegründet. Aus diesem Anlass feierte Höffner im Jahre 2010 das 100. Jubiläum unternehmerischer Familientradition.

Unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung begann ab 1991 die Expansion des Unternehmens zunächst in den neuen Bundesländern. Im Zuge dieser Expansion wurde auch der Unternehmenssitz nach Waltersdorf (heute: Schönefeld OT Waltersdorf) an den Berliner Stadtrand verlegt.[2] In den Jahren 2002 und 2004 wurde der Unternehmer Krieger durch Beteiligungen an Möbel Walther aus Gründau-Lieblos und Möbel Kraft aus Bad Segeberg auch im Südwesten und Norden Deutschlands aktiv.[3][4] Erst Anfang 2005 wurde mit der Übernahme und Umfirmierung des Fürther Frankenwohnlandes die erste Höffner-Niederlassung in den alten Bundesländern eröffnet.[5]

Mitte 2005 wurden die beiden Möbelhäuser der Familienkette Möbel Erbe, die 2002 mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet worden war,[6] in Hanau und Schkeuditz erworben. Beide wurden kurze Zeit nach der Übernahme geschlossen.[7][8][9] Das Haus in Hanau wurde nur teilweise abgerissen und das Gebäude liegt seither größtenteils als Industrieruine brach.[10][11][12] Das Gebäude in Schkeuditz wurde ab 2008 einige Zeit durch Amazon als Lager benutzt, steht seitdem allerdings leer.[13][14]

Am 1. Juli 2006 wurden neun der zehn deutschen Einrichtungshäuser der Möbel Walther AG in Höffner umbenannt. Diese hatte der Möbel-Walther-Mehrheitsaktionär und Höffnerinhaber Kurt Krieger vorher gekauft. Die Sconto-SB-Möbelmärkte blieben Teil der Möbel Walther AG und übernahmen im Gegenzug die Möbel-Tick-Mitnahmemärkte von Höffner.[15] Anfang 2008 eröffnete Höffner im Stadtteil Freiham Münchens größtes Möbelhaus.[16] Mit der Übernahme und Umfirmierung des Rösrather Möbelzentrums in Rösrath bei Köln im Jahre 2010[17] und der für 2013 aber noch nicht realisierten Ansiedlung in Duisburg setzt Höffner seine Expansion in Westdeutschland fort.[18] Strategie ist dabei, größere Verkaufsflächen zu ermöglichen, dabei werden teilweise auch Standorte wie 2013 in Magdeburg zusammengelegt.[19]

Im Jahr 2007 wurde der Höffner-Filiale in Barsbüttel vom Landgericht Lübeck untersagt, mit Rabatten zu werben, wenn ein Preis nur kurzfristig angehoben wurde und gleich danach wieder gesenkt wurde. Hintergrund war die Entdeckung eines Ehepaars bei der Suche nach einer Couchgarnitur, dass für eine Couch eine kurze Zeit lang ein Mondpreis ausgeschrieben war. Höffner gab Preisschwankungen des Herstellers als Begründung an, die jedoch nicht nachgewiesen werden konnten. [20]

Zahlen und Fakten[Bearbeiten]

Höffner beschäftigt etwa 6000 Mitarbeiter, vertreibt seine Produkte ausschließlich über den stationären Handel und verfügt über 17 Einrichtungszentren, die aus vier Zentrallagern beliefert werden. In den computergesteuerten Hochregallagern können 100.000 Möbel-Container auf mehr als 600.000 m² untergebracht werden. Täglich werden über 1000 Bestellungen zur Lieferung bereitgestellt. Deutschlandweit liefern 500 firmeneigene LKW aus.[21]

Standorte[Bearbeiten]

19 Standorte der Höffner-Gruppe

Insgesamt betreibt Höffner 18 Filialen. Diese befinden sich in Berlin-Wedding, Berlin-Marzahn, Chemnitz, Cottbus-Wilmersdorf, Dresden-Elbepark, Erfurt-Waltersleben, Fürth, Gründau-Lieblos, Barsbüttel bei Hamburg, Hamburg-Eidelstedt, Leipzig-Günthersdorf, Magdeburg-Pfahlberg, München-Freiham, Rösrath, Rostock, Schönefeld-Waltersdorf und Schwetzingen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Höffner ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb der IHK. Jährlich werden etwa 100 Jugendliche in den unterschiedlichsten Berufen ausgebildet. Dazu zählen Kaufleute im Einzelhandel ebenso wie Fachkräfte für Systemgastronomie, Fachkräfte für Lagerlogistik, Kaufleute für Bürokommunikation, Fachkräfte für Möbel- Küchen- und Umzugsservice, Holzmechaniker, Fachinformatiker und Werbekaufleute. In einem speziellen Förderprogramm schult Höffner Nachwuchsführungskräfte für den Verkauf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. wer-zu-wem.de
  2.  Det is ja Kapitalismus. In: Der Spiegel. Nr. 41, 1995 (online).
  3. Höffner schluckt Rivalen Möbel Walther. In: Berliner Zeitung, 24. Januar 2002
  4. Berliner Höffner-Konzern steigt bei Möbel Kraft ein. In: Die Welt, 8. Januar 2004
  5. Höffner möbelt auf. In: Fürther Nachrichten, 4. Mai 2005
  6. moebelkultur.de
  7. moebelkultur.de
  8. moebelkultur.de
  9. Möbel-Erbe in Schkeuditz wird geschlossen. In: Mitteldeutsche Zeitung, 20. Juli 2007
  10. Discounter statt Mobilpark. In: Frankfurter Rundschau, 16. Februar 2011
  11. op-online.de
  12. [1]
  13. Schkeuditz: In Watzschkenbreite zieht Leben ein. In: Leipziger Volkszeitung, 13. August 2010
  14. Schkeuditz: Bürgerbeteiligung zu „Watzschkenbreite“. In: Leipziger Volkszeitung, 7. März 2011
  15. Möbel Walther konzentriert sich auf SB-Mitnahmemöbelsektor. finanzen.net, 20. Juni 2006
  16. Höffner – München geht an den Start. Möbelkultur online, 8. Februar 2008
  17. Höffner – Gestern Teil-Neueröffnung von Rösrather. Möbelkultur online, 30. September 2010
  18. Krieger will Möbelmärkte Höffner und Sconto 2013 fertigstellen. derwesten.de, 5. Oktober 2011
  19. Höffner expandiert in größere Möbelhäuser, Pressemitteilung vom 11. September 2013, PDF, abgerufen am 29. November 2013
  20. „Ehepaar deckt Rabatttricks auf“, Hamburger Abendblatt vom 23. Februar 2008
  21. hoeffner.de