Höhenlungenödem
Ein Höhenlungenödem, abgekürzt HAPE (von engl. high-altitude pulmonary edema), ist eine Flüssigkeitsansammlung (Ödem) in der Lunge, die beim Bergsteigen in großen Höhen auftreten kann. Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren ins Lungengewebe (insbesondere Alveolen) aus und behindert die Atmung.
Es kann in Verbindung mit dem Höhenhirnödem und/oder innerhalb des Symmptomkomplex der Höhenkrankheit auftreten oder auch völlig eigenständig ohne Vorwarnzeichen auftauchen.
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[Bearbeiten] Vorkommen
Das Höhenlungenödem tritt bei etwa 0,7 % der Bergsteiger auf, die sich in einer Höhe von 3000 Meter oder höher befinden. Die Letalität liegt bei rund 40 %.
[Bearbeiten] Symptome
Bei dem Höhenlungenödem ist durch Flüssigkeit im Lungengewebe der Sauerstoffaustausch stark reduziert. Siehe: Asthma cardiale. In dieser Phase ist plötzlicher Leistungsabfall das Leitsymptom. Darüber hinaus sind Ruhedyspnoe, Zyanose, trockener Husten, schaumiger Husten, Erbrechen, Fieber und eine 24-Stunden-Urinmenge, die unter 500 ml liegt, Anzeichen für das Höhenlungenödem.
[Bearbeiten] Gegenmaßnahmen
Wenn richtige Therapiemaßnahmen getroffen werden, tritt meist innerhalb weniger Stunden Besserung ein.
Die weitaus beste Therapiemöglichkeit ist der sofortige Abstieg. Mit einer ergänzenden Sauerstoffatmung während des Abstiegs kann die Letalität gesenkt werden. Zusätzlich können Medikamente wie Nifedipin (Calciumantagonist), Dexamethason, Sildenafil oder Diuretika angewendet werden, die den Gesundheitszustand manchmal rasch verbessern, bei denen jedoch gefährliche Nebenwirkungen auftreten können. Weiterhin kommen – soweit verfügbar – besondere Beatmungsformen in Frage.
Verschiedene Medikamente können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Höhenlungenödems reduzieren.
[Bearbeiten] Weblinks
- aktuelle, noch unveröffentlichte 5 Studien zu Training und Empfänglichkeit, Acetazolamid, Ibuprofen und Tadalafil. ClinicalTrials.gov, US National Institutes of Health, 1. August 2010, abgerufen am 1. August 2010 (englisch).
- Altitude.org
- Berger, MM: Warum Bergsteiger am Höhenlungenödem erkranken. In: Pressemitteilung Nr.134 vom 7. August 2006. Universitätsklinikum Heidelberg, abgerufen am 1. August 2010 (790 kB).
- Forum Alpinum - Schweizerische Gesellschaft für Gebirgsmedizin
- Forschung Höhenmedizin. Universitätsklinikum Heidelberg, abgerufen am 1. August 2010: „Arbeitsgruppe Prof. Peter Bärtsch, seit 1984 Feldstudien in Margherita-Hütte (Walliser Alpen, 4559 m ü. M.) zur Pathophysiologie, Therapie und Prophylaxe der akuten Bergkrankheit und des Höhenlungenödems“
- GIN Gesundheitsinformationsnetz
- High-Altitude Pulmonary Edema, dexamethasone and tadalafil, Summary for Patients. In: Maggiorini, M. et al., Both Tadalafil and Dexamethasone May Reduce the Incidence of High-Altitude Pulmonary Edema: A Randomized Trial, Ann Intern Med., 2006 Oct 3; 145 (7): 497–506. American College of Physicians, abgerufen am 1. August 2010 (englisch): „dexamethasone appears to be more effective and is better than tadalafil“
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