Höhere Bildung

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Als höhere Bildung bezeichnet man die schulische Ausbildung, die über das Erfüllen der Schulpflicht hinausgeht.

Sie umfasst die Sekundarstufe II (Deutschland, Schweiz) beziehungsweise Sekundarbildung Oberstufe (Österreich), die tertiäre Bildung, sowie die postsekundären Bildung, also zusammen die Level 3–5 der ISCED-Klassifikation der UNESCO außer der beruflichen Schulbildung im Rahmen der dualen Berufsbildung (Level 3B). Im internationalen Sprachgebrauch bedeutet englisch Higher education speziell den Erwerb der Studienberechtigung und anschließendes Studium. Vermittelt wird die höhere Bildung in allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen, Hochschulen und Universitäten, sowie in der beruflichen und berufsbegleitenden Weiterbildung.[1][2]

Der Begriff ‚höher‘ ist historisch entstanden, und bezeichnete früher die Gymnasien und Lyzeen der Knaben, und die höheren Töchterschulen (Mädchenschulen), die etwa ab Beginn des 19. Jahrhunderts eingerichtet wurden, und tatsächlich Bildungseinrichtungen für eine „höhere“ soziale und Berufsstellung waren. Heute wird der Ausdruck, obschon noch regional etabliert, aus Sicht der Chancengleichheit kritisch betrachtet: Abgesetzt wurde der Begriff gegen mittlere Bildung (Berufsbildung mit Lehrabschluss), der niederen Bildung (Volksschulabschluss) und ungebildet (keinerlei schulischer Abschluss).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz : Die Bildungssystemindikatoren - Bildungssystem – IndikatorenOutput - Abgeschlossene Ausbildungen der höheren Berufsbildung
  2. Universität Bremen: Indikatoren im Bildungswesen