Höhere Geodäsie

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Die Höhere Geodäsie ist jener grundlegende Teil der Geodäsie, der sich mit der großräumigen Erdfigur (Form der Erde, Geoid), ihren Bewegungen (v.a. Erdrotation, Nutation, Kontinentalverschiebung) und dem Erdschwerefeld befasst. Der Begriff wurde von Friedrich Robert Helmert geprägt.

Die zugehörigen Messungen werden terrestrisch, mit künstlichen Erdsatelliten und Quasaren durchgeführt. Ihre Auswertung basiert auf geometrischen und physikalischen Theorien und erfordert die Definition, Realisierung und Transformation von globalen und lokalen Koordinatensystemen.

Neuerdings dehnt sich der Arbeitsbereich der Höheren Geodäsie auch auf den erdnahen Weltraum aus – vor allem auf Mond und Mars (siehe auch Selenodäsie, „Areodäsie“ bzw. Planetare Geodäsie, Planetologie).

Der Name Höhere Geodäsie entstand im Gegensatz zu Niedere Geodäsie (heute Angewandte Geodäsie, Praktische Geodäsie oder Stückvermessung, engl.: surveying). Bei letzterer kann man die Vermessungs-Operate noch ohne Genauigkeitsverlust als eben betrachten.

In der Höheren Geodäsie und der Landesvermessung ist hingegen die Erdkrümmung immer zu berücksichtigen. Sie macht in der Höhe auf 100 m knapp 1 mm aus, bei 1 km bereits 8 cm. Die Einflüsse auf die Lage-Vermessung machen sich erst bei etwas größeren Distanzen bemerkbar.

Die Höhere Geodäsie gliedert sich in einige Bereiche, die sich allerdings teilweise überschneiden. Üblich ist folgende Einteilung:

Die genannten Arbeitsgebiete betreffen auch Teile der Geophysik und Geodynamik, sowie der Navigation, Potentialtheorie und Differentialgeometrie.

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