Höhlenknoten

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Höhlenknoten
Höhlenknoten
Typ Schlinge und Festmacher
Anwendung Seil an Karabinerhaken
Ashley-Nr
Synonyme doppelter Spierenstich
Englisch Double overhand noose

Der Höhlenknoten ist ein Spezialknoten aus der Höhlenforschung.

Namen und Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Knoten wird von französischen und österreichischen Höhlenforschern benutzt und setzt sich auch in Deutschland und der Schweiz immer mehr durch. In der Nautik benutzt man zwei dieser Knoten zum Verbinden gleich starker Enden als doppelter Spierenstich. Von den Höhlenforschern wird er deshalb manchmal auch Spierenstichschlaufe bzw. demi pêcheur double genannt.

Anwendung[Bearbeiten]

Der Höhlenknoten (auch Spierenstichschlaufe genannt) dient zur Befestigung des Statikseils oder des Dynamikseils am Karabinerhaken. Dabei wird der Haken im Knoten so fixiert, dass er sich nicht bewegt und dadurch leichter gehandhabt werden kann. Er dient nicht zum direkten Einbinden am Klettergurt.

Damit können auch Expressschlingen hergestellt werden, oder kurze Schlingen zur Selbstsicherung, in der Höhlenforschung "Longe" genannt. In Frankreich wurden solche Longen auf Bruchlast, Fangstoß und Knotenfestigkeit untersucht. Der Höhlenknoten bringt die niedrigsten Werte beim Fangstoß und ist entsprechend am besten geeignet zur Selbstsicherung.[1][2]

Knüpfen[Bearbeiten]

Der Höhlenknoten ist ein Zweistrang-Bändselknoten mit zwei (statt drei) Wicklungen, er besteht aus einem doppelten Überhandknoten um das feste Ende und kann auf verschiedene Arten geknüpft werden.

Alternativen[Bearbeiten]

Abwandlungen[Bearbeiten]

Strangleknot ABoK #1239
  • Ein dreifacher Uberhandknoten dient zum Einbinden einer Kausch und heißt Zweistrang-Bändselknoten.
  • Mit zwei Seilen geknüpft ist er die eine Hälfte vom doppelten Spierenstich.
  • Ohne Schlinge entspricht er einem „zweifachen“ Franziskanerknoten.
  • Wird statt einer Schlinge ein Gegenstand eingebunden entspricht dies nach ABoK #1239 dem Strangleknot.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen
  1. Zusammenfassung im Höhlenkataster Hessen S. 14 f.
  2. Untersuchungsbericht (französisch)