Hönir

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Hönir, altnordisch Hœnir, ist in der nordischen Mythologie ein Gott, der durch Schweigsamkeit und Vornahme kultischer Handlungen eine gewisse Nähe zu priesterlichen Verhaltensweisen hat. Geltung erlangt er durch seine Rolle in der Schöpfungsgeschichte und in den Untergangsmythen, sowie als Begleiter von Odin und Loki. Die Nachrichten über ihn sind jedoch so spärlich, dass man kein klares Bild von ihm gewinnen kann.

Quellen[Bearbeiten]

Thjazi zwingt die drei Götter, ihm ihr Gekochtes zu überlassen. Von links nach rechts: Loki, Odin und Hönir, der Adler ist Thjazi. Isländische Buchillustration des 18. Jahrhunderts.

Hönir ist ein Gott aus dem Geschlecht der Asen,[1] der zuweilen zusammen mit seinen Freunden[2] Odin und Lodur/Loki durch die Welt wandert.

In der Schöpfungsgeschichte der Völuspá kommen die drei an den Meeresstrand und finden dort zwei Hölzer, aus denen sie die ersten Menschen namens Ask und Embla machen. Odin schenkt ihnen dazu die önd, das ist der beseelende Atem,[3] Hönir den óðr, das ist in etwa der Geist,[4] und Lodur sorgt für lá oc lito góða, das Blut und das gute Aussehen.[5]

In den beiden anderen Erzählungen tritt Hönir dagegen passiv und schweigsam in Erscheinung. Im Mythos vom Riesen Thjazi (Haustlöng, Prosa-Edda) wollen die drei Götter einen Ochsen zubereiten, als Thjazi auftaucht und seine Teilhabe am Opfermahl erzwingt.[6] Hönir schnaubt vor Ärger, doch bleibt ihm nichts anderes übrig, als das Sakrileg zu dulden.[7] Der andere Mythos aus dem Lied Reginsmál erwähnt den Gott nur als Wandergenossen Odins und Lokis, der zusammen mit ihnen von Hreidmar gefangen genommen wird, weil Loki zuvor Hreidmars Sohn Otur totgeschlagen hatte.[8]

Eine rätselhafte Rolle übernimmt Hönir im Anschluss an den Wanenkrieg, die in der Ynglinga saga und zum Teil auch in der Prosa-Edda überliefert ist. Um den Frieden zwischen den beiden Göttergeschlechtern zu sichern, tauschen die Asen und die Wanen Geiseln miteinander aus. Die Asen stellen den Riesen Mimir und den starken und schönen Hönir, von dem sie sagen, er eigne sich als Anführer. Daraufhin machen die Wanen Hönir zu ihrem Häuptling. Als sie jedoch bemerken, dass Hönir nur dann eine Entscheidung fällt, wenn er zuvor von Mimir beraten wurde und ansonsten die Entscheidung anderen überlässt, fühlen sie sich betrogen, enthaupten den Riesen und senden den Schädel den Asen zurück.[9]

Im Gegensatz zu Odin und Loki übersteht Hönir laut der Völuspá den Untergang der alten Welt in den Ragnarök. Als die Erde ein zweites Mal aus dem Meer auftaucht, wählt Hönir den hlut við,[10] das ist der Loszweig, mit dem man die Zukunft deutet.

Die Mythen werden durch einige Kenningar ergänzt. Umschreibungen Hönirs lauten zum Beispiel Schritt-Meila,[11] Langfuß,[12] der schnelle Ase,[12] der furchtsamste Ase[13] und das nicht sicher deutbare aurkonungr.[12] Die meisten dieser Kenningar finden sich in der Prosa-Edda Snorri Sturlusons. Seine Kenntnisse zeigen, dass er noch Zugang zu Überlieferungen hatte, die heute verloren sind.[4]

Eine weitere Quelle stellt möglicherweise die färingische Volksballade Loka Táttur (zu deutsch „Lokis Erzählung“) dar. Sie berichtet davon, dass ein Riese den Sohn eines Bauern rauben möchte. In seiner Not wendet sich der Bauer zuerst an Odin, dann an Hönir und schließlich an Loki. Jeder Gott hilft dem Jungen, so dass dieser drei Mal dem Zugriff des Riesen entkommt, bis Loki den Räuber erschlägt. Von Hönir heißt es, dass er, als sieben Schwäne vorbeifliegen, zwei von ihnen ruft und den Jungen hinter dem Kopf eines der beiden Schwäne versteckt.[14]

Forschung[Bearbeiten]

Für die Forschung ist die Bewertung von Hönirs Überlieferung äußerst problematisch. Hönir tritt nur selten in Erscheinung, meist in blasser oder rätselhafter Weise, so dass sich aus den Mythen kein klares Bild ergibt. Aus diesem Grund versuchte man seinen Namen zu entschlüsseln, um zu seinem Wesen vorzudringen. Die Folge waren eine Fülle von Deutungen teils höchst spekulativen Charakters, von denen sich bis heute keine entscheidend durchsetzen konnte. Auf halbwegs gesichertem Boden befinden sich lediglich die Deutungen, die sich unmittelbar auf die überlieferten Mythen stützen.[15]

Mythen[Bearbeiten]

Obwohl von Hönir kaum in der nordischen Mythologie berichtet wird, ist er kein unbedeutender Gott.[15][16] Er steht auf einer Stufe mit Odin und Loki/Lodur, die zu den herausragenden Gestalten der nordischen Götterwelt zählen. Seine Gleichrangigkeit folgt daraus, dass diese drei Götter mehrfach als Dreiheit auftreten, wie die nachstehende Tabelle verdeutlicht.

Gemeinschaft Mythos Quelle
Odin, Hönir, Lodur Erschaffung der ersten beiden Menschen Ask und Embla Lieder-Edda, Völuspá, Strophe 17 f.
Odin, Hönir, Loki Totschlag Oturs und Raub von Andvaris Schatz Lieder-Edda, Reginsmál, Einleitung; Prosa-Edda, Skáldskaparmál, Nr. 39
Odin, Loki, Hönir Thjazis Raub der Göttin Idun Haustlöng = Prosa-Edda, Skáldskaparmál, Nr. 22; Prosa-Edda, Skáldskaparmál, Nr. 1
Odin, Hönir, Loki Rettung des Bauernkinds vor dem räuberischen Riesen Loka táttur (färingische Volksballade)

Dabei bleibt der Gott in den Mythen von Thjazi und Otur stets passiv und schweigsam,[3] was zusammen mit seiner Rolle als Geisel nach dem Wanenkrieg dazu führte, dass man ihn als schwache Natur einstufte, die ihre Kraft nur durch andere bezieht.[17] Da er aber stets in vollkommenem Gegensatz zum geschwätzigen und schnell und unüberlegt handelnden Loki steht, scheint Hönir eher ein anderes Prinzip als Loki zu verkörpern.[15] Im Lied Hávamál, in dem viele praktische Lebensratschläge ausgesprochen werden, klingt das deutlich an:

„Fróðr sá þycciz, er fregna kann
oc segia it sama;
eyvito leyna mego ýta sønir,
því er gengr um guma.“

„Viel spricht, wer niemals schweigt, nutzlose Worte
die geschwätzige Zunge, die man nicht ruhig hält,
erschwatzt sich oft Ungutes.“

– Lieder-Edda, Hávamál, Strophe 29[18]

Hönirs Verhalten entspricht im Vergleich mit Loki genau den Prinzipien þagall oc hugall „schweigsam und aufmerksam“, die dem Nordmann als wichtige Verhaltsmaximen ausdrücklich im Hávamál angeraten werden,[19] und die auch in Deutschland in der bekannten Redewendung Reden ist Silber, Schweigen ist Gold ihren Niederschlag gefunden haben. Schweigen ist so gesehen eine erwünschte und positiv zu bewertende Eigenschaft, warum sollte man bei einem Gott eine Ausnahme davon machen?[15]

Die Entstehung von Askr und Embla. Illustration von Robert Engels, 1913.

In den Überlieferungen steht Odin immer an erster Stelle, Hönir und Loki hingegen wechseln einander an Position zwei und drei ab. Offenbar hängt das nicht vom Mythos ab, sondern vom Mythenerzähler, so dass keine Rangabstufung zwischen den beiden erkennbar ist.[3] Wegen der dunklen Wesensnatur Lokis wirkt Hönir im Gegensatz dazu licht und hell, so dass man auch schon darüber mutmaßte, ob Hönir und Loki nichts anderes als Darstellungen der lichten und dunklen Seite Odins seien.[20]

Im Einklang mit der Schweigsamkeit steht die Beobachtung, dass Hönir auch mit priesterlich-kultischen Aufgaben betraut ist, wie sich aus der Völuspá ergibt.[3]

„Þá kná Hœnir hlautvið kiósa“

„Dann kann Hönir den Loszweig wählen.“

– Lieder-Edda, Völuspá, Strophe 63[18]

Die Auswahl des Loszweigs zur Deutung der Zukunft der Gemeinschaft wird bei Tacitus als Aufgabe des Stammespriesters beschrieben.[21] So kann man auch in Hönirs Handlung eine priesterliche Verrichtung sehen, damit das Schicksal der neuen Welt ermittelt wird.[22][23] Eine priesterlich-kultische Rolle lässt sich auch bei der Menschenschöpfung[15] und beim Ärger über Thjazi, der eine Zeremonie entweiht,[24] erkennen. Demzufolge könnte Hönir im Opferkult eine vergleichsweise große Bedeutung gehabt haben.[15]

Aus der übrigen Überlieferung hingegen lässt sich keine gesicherte Erkenntnis gewinnen.

Hönirs priesterlich-kultischer Bedeutung, dass er zu den drei Göttern gehört, die aus Hölzern die ersten Menschen machen, gesellt sich die ungelöste Frage hinzu, warum Hönir den Menschen den óðr „Geist“ verleiht und nicht Odin, dessen Name doch unmittelbar aus dem Wort abgeleitet ist.[4][17][25]

Vollkommen rätselhaft ist seine Rolle als Geisel nach dem Wanenkrieg, die in der Ynglinga saga beschrieben ist. Da man mit der Erzählung nicht viel anzufangen versteht, glaubte man, dass sie eine mythographische Erfindung Snorri Sturlusons sei, die den Zweck hat, die Herkunft von Mimirs Schädel zu erklären.[26] Doch spricht gerade die Merkwürdigkeit der Mythe eher für ihre Authentizität. Snorri bekräftigt zudem in der Prosa-Edda, dass Hönir Geisel bei den Wanen war.

Ebenso ungeklärt ist, ob es einen bestimmten Grund dafür gibt, dass Hönir und Njörd gegeneinander ausgetauscht wurden.

Asen Wanen Quelle
Hönir Njörd Prosa-Edda, Gylfaginning, Nr. 23
Hönir, Mimir Njörd, Freyr Ynglinga saga, Nr. 4

Unklar ist des Weiteren, was die Mythe besagen möchte, außer dass sie die mangelnden intellektuellen Fähigkeiten Hönirs zu belegen scheint.[22] Doch ist dieser vordergründige Sinn anzweifelbar, denn nimmt man die Kommentierung Snorris für bare Münze, stellt sich die Frage, warum ausgerechnet der „Hohlkopf“ Hönir den Menschen Geist und Verstand eingegeben haben soll.[4] Da die wahren Hintergründe der Mythe nicht bekannt sind, ist es letztlich wohl besser, Hönir wie in den Wandererzählungen nicht nach seinen aktiven Handlungen zu bewerten, sondern einen Sinn in seinem Tun zu finden. Vielleicht sollten Hönir und Mimir für eine Einheit stehen, die getrennt voneinander wertlos ist.[15]

Zum Verständnis von Hönir trägt auch die Volksballade Loka táttur nicht viel bei,[27] außer, dass sie die Götterdreiheit bekräftigt und Hönir Macht über Schwäne zuweist. Der Schwanenbezug stützt immerhin eine etymologische Deutung Hönirs als „der Schwanenartige“ (siehe unten). Der mythologische Wert der Ballade ist jedoch umstritten. Vielleicht bewahrt sie einen Zug eines untergegangenen nordischen Mythos, vielleicht auch nicht.[3]

Ungeklärt bleiben ebenso die Kenningar für Hönir, die keinen der bekannten Erzählungen eindeutig zugeordnet werden können und über die man deshalb nur mutmaßen kann.[22][28] Beinamen, die sich auf das Fortbewegen beziehen, wie „der schnelle Ase“, „Langfuß“ und auch „Schritt-Meila“ gehören zumindest offenbar zusammen.[29]

Der Beiname aurkonungr ist bis heute unverstanden. Man weiß nicht, auf was die Kenning anspielt und kann sie etymologisch nicht genau entschlüsseln. Dennoch spielt das Wort eine nicht unerhebliche Rolle für die Deutung von Hönirs Wesen. Das liegt daran, weil das altnordische Grundwort konungr „König“ bedeutet und dadurch verheißt, dass der Schlüssel zu Hönirs Bedeutung im Bestimmungswort aur stecken könnte. Doch entspricht aur keinem bekannten altnordischen Wort. Sprachlich nahe steht altnordisch aurr „sandiger Boden“,[30] das von germanisch *auraz „Erde, Sand“ abstammt. Hierauf ruhen Deutungen von aurkonungr als „Sandkönig“ oder „Erdkönig“. Jedoch könnte aurr auch für „Nässe, Feuchtigkeit“ gestanden haben.[31] Denn schließlich tropft nach den Worten der Völuspá von der Weltenesche Yggdrasil eine Flüssigkeit namens aurr,[32] in der man die germanische Entsprechung des indischen Unsterblichkeitstranks Amrita sehen kann.[33] Das hätte für Hönir zur Folge, dass die Kenning aurkonungr nicht nur für „Schlammkönig“, „Nässekönig“ oder „Wasserkönig“ stehen würde, sondern auch auf einen engen Bezug zum Weltenbaum anspielte, die den kultischen-priesterlichen Zug Hönirs verstärken würde.[15] Etwas weniger fantastisch ist die Deutung, die aur zu altnordisch auðr „Reichtum“ stellt und aurkonungr mit „reicher König“ wiedergibt.[34]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Hönirs ist dunkel und stellte die Wissenschaft vor ein großes Rätsel, da man sich gerade von der Deutung des Namens erhoffte, Klarheit über den Gott zu erlangen.[35] Die Liste der unterschiedlichen Wege, den Namen des Gottes zu verstehen, ist lang und ihre Ergebnisse liegen weit auseinander.[4] Man erkannte in Hönir einen Wasser-, Wolken-, Sonnengott, einen Seelenführer oder Waldgott. Das tatsächliche Ergebnis der Namensbemühungen besteht darin, dass Hönir ein Präzedenzfall dafür ist, wie wackelig Deutungen sind, die eine mythische Figur aus ihrer Namensbedeutung erschließen wollen.[4]

Hönir als Schwan[Bearbeiten]

Eine These der älteren Forschung brachte über die Etymologie Hönirs Namen in Zusammenhang mit dem griechischen Κύκνείος, das „der Schwanartige“ bedeutet.[36]

   Hœnir

< altnordisch *huhnijaz
   vergleiche griechisch κύκνείος (kykneios) „der Schwanenartige“
< griechisch κύκνος (kyknos) „Schwan“ = „der Weiße“ (?)
< vielleicht von indogermanisch kukno- „leuchtend, weiß“[37]; keuk- „leuchten, weiß sein“[38]

Leda und der Schwan. Mosaik, Zypern, 3. Jh. v. Chr.

Der Schwanartige ist ein Beiname von Zeus. Als ζεύς κύκνείος „schwanengleicher Himmelsgott“ verfolgt er Leda, die „Frau“[39], die sich ihm in der Gestalt einer Gans schließlich hingibt. Dieser Mythos stellt die Heilige Hochzeit zwischen dem Himmelsvater und der Urmeermutter dar. Aus dem 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus hat man ein paar Votivsteine in römisch-germanischem Umfeld gefunden, die dem Gott Mars gewidmet sind, der darauf zusammen mit einer Gans abgebildet ist. Da Marsdarstellungen mit Gans im antiken Rom unbekannt sind, handelt es sich somit um einen germanischen Gott, der mit dem römischen Mars gleichgesetzt wurde. Nach der Interpretatio Romana ist das *Tiwaz (nordisch Tyr), der als ehemaliger germanischer Himmelsvater nicht nur sprachlich dem griechischen Ζεύς πατήρ (Zeus patér) „Gott-Vater“ entspricht. Die Gans neben Mars kann entweder nur eine Entsprechung von ihm selbst oder seiner Begleiterin sein. So ist es möglich, dass die Darstellung auf eine germanische Variante des Zeus-Leda-Mythos anspielt.[40] Entspricht dem griechischen ζεύς κύκνείος ein germanischer Tiuz hihnijaz, wäre Hönir aus einer Nebenform von Tyr entstanden und mit diesem gleichzusetzen. Es ist durchaus vorstellbar, dass ein Schwan auch in der nordischen Mythologie noch als Begleittier der Urmutter verstanden wurde, wie die zwei Schwäne im Brunnen der Urd und der Schwanenbezug Njörds ahnen lassen.[41]

Stütze findet diese Deutung durch das Lokka tattúr, in dem Hönir sich als Herr der Schwäne erweist, unter der Voraussetzung, dass die Ballade keine neuzeitliche Erfindung eines einzelnen Dichters ist, sondern tatsächlich Inhalte eines untergegangenen nordischen Mythos bewahrt. Eine weitere Stütze wäre vorhanden, wenn die Kenning aurkonungr tatsächlich „Wasserkönig“ oder „Schlammkönig“ bedeuten würde.[42]

Hönir als Hahn[Bearbeiten]

In der Wissenschaft findet heutzutage die These am meisten Zustimmung, die Hönirs Namen als „Hahn“ deutet.[43][44]

   Hœnir

< altnordisch hœna „Huhn“, hani „Hahn“
< germanisch *honam „Huhn“, *hanon, hanan „Hahn“
< indogermanisch *kan- „tönen, singen, klingen“
   vergleiche lateinisch cano „ich singe“ von canere „singen, klingen“

Die wörtliche Bedeutung von Hahn lautet „Sänger“.[45] In rituellen indischen Texten gibt es einen Opferpriester, der „Sänger des Höchsten“ genannt wird, den Udgatr. Seine besondere Aufgabe besteht darin, Menschen durch den Tod zu begleiten und ihre Wiederankunft im nächsten Leben zu bewirken.[44] Es geht dabei um Hilfe während der drei großen menschlichen Übergänge: bei der Geburt, bei der Initiation, die zu einer rituellen Wiedergeburt führt und beim Tod zur Überführung in die neue Welt.[44] Im Vergleich dazu steht Hönir in den Mythen auch einem Opferpriester nahe. Auf zwei von drei dieser Aufgaben könnten seine Mythen anspielen, nämlich bei der Schöpfung der ersten Menschen, die man auch als Geburt verstehen kann, und beim Übergang von den Ragnarök in die Neue Welt, in der er den Loszweig in priesterlicher Rolle wählt.[46]

Der Hahn auf der Baumspitze. Möglicherweise eine Darstellung des Hahns Vidofnir auf dem Lebensbaum Mimameid.

Der Hahn gilt nicht nur in der indischen Welt als Tier des Übergangs. Es gibt auch bei den Germanen Hinweise darauf, dass man dem Hahn grundsätzlich die Fähigkeit nachsagte, vom Tod zum Leben zu geleiten,[47] wie es die Natur nahelegt, in der der Hahn bei Tagesanbruch das Ende der Nacht verkündet. Saxo Grammaticus erzählt in der Gesta Danorum davon, wie die Begleiterin von König Haddingus in der Unterwelt einen Hahn köpft und ihn über den Grenzwall der Göttin des Totenreichs, Hel, wirft, worauf der Hahn auf der anderen Seite der Mauer aufersteht und singt.[48] Von den Rus überliefert Ibn Fadlán in seinem Reisebericht des 10. Jahrhunderts, dass eine Dienerin, die sich dazu entschieden hatte, ihrem Herrn in den Tod zu folgen, auf der Begräbniszeremonie einem Küken den Kopf abschneidet und dann ein Huhn nimmt und es auf das Grabschiff wirft, auf dem sie wenig später selbst getötet wird.

Die besondere Verbindung zwischen Mimir und Hönir, wird nach einer weiteren Hypothese auch daraus ersichtlich, weil im Eddalied Fjölsvinnsmál ein Hahn namens Vidofnir, der eine andere Form von Hönir sein könnte, auf der Spitze eines Baums sitzt, der Mimameid genannt wird.[49] Mimameid ist der Baum Mimirs und letztlich nur ein anderer Name für die Weltenesche Yggdrasil.

Gemeinschaft Mythos Quelle
Hönir, Mimir Wanenkrieg Gylfaginning 23, Ynglinga saga 4
Vidofnir, Mimameid „Mimis Baum“ Mythos von Vidofnir Fjölsvinnsmál 19-24

Liste der Namensdeutungen[Bearbeiten]

Die nachstehende Tabelle stellt eine nicht vollständige Übersicht dar, welche verschiedenen Annahmen zur Namensetymologie Hönirs gemacht wurden. Die Liste erhält der Vergleichbarkeit halber auch die zuvor vorgestellten Gedankenführungen zu Hönir als Schwan und Hahn.

Deutung des Namens als Wegen Zusammenhangs mit Grundlage im Mythos Verständnis des Gottes als Vertreter in dieser Richtung
Hahngott altnordisch hana, hoena „Hahn, Huhn“, lateinisch canere „singen, klingen“ Übergänge: Menschenschöpfung von Hölzern zu Menschen, nach den Ragnarök von der alten zur neuen Welt (Sonnengott) L. Uhland[50], F. Detter und R. Heinzel[51], E. Hellquiest[52], A. Holtsmark[53]
der Schallende, der Rauschende lateinisch canorus „singend, klingend“ Kenning aurkonungr Wassergott K. Müllenhoff[54]
der Schwanengleiche griechisch κύκνος „Schwan“ Lokka tattúr, Naturmythos: Wolken sind Schwäne im blauen Himmelssee. Himmels-, Wolkengott J. Hoffory[55], V. Rydberg[56], J. Loewenthal[57], F.R. Schröder[58]
Seelenführer litauisch kaūkas „Seele der Verstorbenen“ Totengott (Odin) F.R. Schröder[59]
Hüter, Schirmer altfränkisch hode, althochdeutsch huota „Obhut, Schutz“ germanischer Waldgott F. Kauffmann[60], H. Gering und B. Sijmons[61]
der Erhöhte altnordisch hár „hoch“, dänisch hoine „die Höhe“ Naturmythos: Wolken sind Gefährten des Sturms (Odin). Wolkengott M. Rödiger[62], H. Schück[63]
litauisch šiaurys „Nordwind“, lateinisch caurus „Nordwind“ Wolkengott J. Loewenthal[64]
der wetzende Gott, Gott des geschärften Gegenstands lateinisch cos „Wetzstein“, indogermanisch *ko- „scharf machen“ G. van Langenhove[65]
slawisch Hennil, Hainal, der „Gott der Morgenröte“ Lichtgott (Morgenröte) E. Mogk[66]
germanisch *huhnijaz „der Leuchtende“ Lichtgott W. Krogmann[67]
Sonnengott K. Weinhold[68]

Literatur[Bearbeiten]

In der Reihenfolge des Erscheinungsjahrs.

  • Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Neudruck der Auflage Leipzig 1895, Marix Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-93771-538-4.
  • Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. 2 Bände. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1957, § 510.
  • Franz Rolf Schröder: Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner. In: Helmut de Boor und Ingeborg Schröbler (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 82, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1960, S. 221–264.
  • Jan de Vries: Altnordisches etymologisches Wörterbuch. Verlag Brill, Leiden 1961, S. 277 f.
  • Ursula Dronke: Eddic poetry as a source for the history of Germanic religion. – IV. The Value of Indian analogues. – 1. Hœnir. In: Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hrsg.): Germanische Religionsgeschichte: Quellen und Quellenprobleme. Ergänzungsband 5 zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin – New York 1992, ISBN 978-3-11012-872-7, S. 681 f.
  • Heinrich BeckHœnir. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 15, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-016649-6, S. 53–55.
  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3., völlig überarbeitete Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-520-36803-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 1 (Zitation der Prosa-Edda nach Arnulf Krause: Die Edda des Snorri Sturluson. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 978-3-15-000782-2)
  2. Þjóðólfr: Haustlöng = Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 22; Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 15
  3. a b c d e Heinrich Beck: Hœnir. In: RGA XV. S. 54
  4. a b c d e f Jan de Vries: AGR § 510, Bd. 2, S. 269
  5. Lieder-Edda: Völuspá. Strophe 17 f. (Zitation der Lieder-Edda nach Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Älteren Edda. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-15-050047-7)
  6. Þjóðólfr: Haustlöng = Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 22; Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 1
  7. So übersetzt Jan de Vries: ARG § 510, S. 268 inhaltlich diese Stelle im Haustlöng, die im Original hrafnásar vinr blása lautet, wörtlich: „der Freund des Rabengotts bläst“.
  8. Lieder-Edda: Reginsmál. Einleitung; Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 39
  9. Snorri Sturluson: Heimskringla, Ynglinga saga. Nr. 4; Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Gylfaginning. Nr. 23 bezeugt davon nur den Austausch von Hönir als Geisel nach dem Wanenkrieg.
  10. Lieder-Edda: Völuspá. Strophe 63
  11. Þjóðólfr: Haustlöng. Strophe 4
  12. a b c Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Skáldskaparmál. Nr. 15
  13. Sögubrot af nokkrum fornkonungum. 35, 55
  14. Venceslaus Ulricus Hammershaimb: Færøiske Kvæder. Kopenhagen 1851, Bd. 1, S. 140–145
  15. a b c d e f g h Jan de Vries: AGR § 510, Bd. 2, S. 270
  16. Heinrich Beck: Hœnir. In: RGA XV. S. 54 f.
  17. a b Andy Orchard: Cassell dictionary of Norse myth and legend. Cassell, London 1997, ISBN 978-0-30435-134-3, S. 88
  18. a b Übersetzung von Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Älteren Edda. Reclam Verlag, Stuttgart 2004
  19. Lieder-Edda, Hávamál. Strophe 15
  20. Åke Viktor Ström, Haralds Biezais: Germanische und Baltische Religion. In: Die Religionen der Menschheit. 36 Bände. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1975, ISBN 978-3-17001-157-1, S. 128 ff.
  21. Tacitus: Germania, 10
  22. a b c Vergleiche Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Neudruck der Auflage Leipzig 1895, Marix Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-93771-538-4, S. 479
  23. Vergleiche Jan de Vries: AGR § 510, Bd. 2, S. 270, der allgemeiner davon spricht, dass Hönir „in der neuen Welt Orakelsprüche kundgeben“ werde.
  24. Jan de Vries: AGR § 510, Bd. 2, S. 271
  25. Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. 3 Bände. Neudruck der 4. Auflage Berlin 1875–78, Marix Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-143-8, S. 965 = alt: Band 3, S. 49
  26. Jan de Vries: AGR § 176, Bd. 1, S. 246 mit Verweis auf Eugen Mogk. De Vries spricht sich selbst gegen einen mythographischen Hintergrund aus.
  27. Jan de Vries: AGR § 510, Bd. 2, S. 268
  28. Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 199
  29. Heinrich Beck: Hœnir. RGA XV. S. 54
  30. Walter Baetke: Wörterbuch der altnordischen Prosaliteratur. 1. & 2. Auflage. In digitaler Fassung, Greifswald 2006, S. 35
  31. Karl Müllenhoff: Deutsche Altertumskunde. Berlin 1870–1908, Bd. I, S. 34, der das Wort im Sinne von „Feuchtigkeit“ deutete; Gerhard Köbler: Altnordisches Wörterbuch. 2. Auflage. 2003, S. 17
  32. Lieder-Edda: Völuspá. Strophe 19: „Asc veit ec standa, heitir Yggdrasill, […] ausinn hvíta auri.“
  33. Jan de Vries: AGR § 585, Bd. 2, S. 383
  34. Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-52036-803-4, S. 32
  35. Jan de Vries: Altnordisches etymologisches Wörterbuch. S. 277
  36. Julius Hoffory: Eddastudien. Berlin 1889, S. 113 stellte zwar den sprachlichen Bezug zwischen Hönir und Κύκνείος her, deutete aber Hönir dennoch nicht als Schwan, sondern als Wolkengott. Nach ihm sind die Wolken die Schwäne im blauen Himmelssee.
  37. Walter Krogmann: Hœnir. In: APhS 6. 1932, S. 324–326
  38. Julius Pokorny: Indogermanisches Etymologisches Wörterbuch. 1959, S. 597
  39. Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. 2 Bd.e. 11. Auflage. dtv-Verlag, München 1988, I S. 86
  40. Franz Rolf Schröder: Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner. In: Helmut de Boor und Ingeborg Schröbler (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 1960, Heft 82. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1960, S. 221–264 (S. 259)
  41. Vergleiche Franz Rolf Schröder: Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner. In: Helmut de Boor und Ingeborg Schröbler (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 1960, Heft 82. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1960, S. 221–264 (S. 256–260)
  42. Franz Rolf Schröder: Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner. In: Helmut de Boor und Ingeborg Schröbler (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 1960, Heft 82. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1960, S. 221–264 (S. 259)
  43. Heinrich Beck: Hœnir. RGA XV, S. 55
  44. a b c Ursula Dronke: Eddic poetry as a source for the history of Germanic religion. In: Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hrsg.): Germanische Religionsgeschichte: Quellen und Quellenprobleme. Ergänzungsband 5 zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin – New York 1992, ISBN 978-3-11012-872-7, S. 681
  45. Duden: Das Herkunftswörterbuch. 2. Auflage. 1989, Stichwort Hahn
  46. Ursula Dronke: Eddic poetry as a source for the history of Germanic religion. In: Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hrsg.): Germanische Religionsgeschichte: Quellen und Quellenprobleme. Ergänzungsband 5 zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin – New York 1992, ISBN 978-3-11012-872-7, S. 682
  47. Adolfo Zavaroni: Mead and Aqua Vitae: Functions of Mímir, Oðinn, Viðofnir and Svipdagr. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik, Band 61. Editions Rodopi BV, 2006, ISBN 978-9-04201-859-4, S. 71
  48. Saxo Grammaticus: Gesta Danorum. Kapitel X
  49. Adolfo Zavaroni: Mead and Aqua Vitae: Functions of Mímir, Oðinn, Viðofnir and Svipdagr. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik, Band 61. Editions Rodopi BV, 2006, ISBN 978-9-04201-859-4, S. 72
  50. Ludwig Uhland: Der Mythus von Thôr nach nordischen Quellen. Stuttgart 1836, Neudruck in: Ludwig Uhland: Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sage. Band 6. Stuttgart 1868, S. 188 ff.
  51. Ferdinand Detter und Richard Heinzel: Hœnir und der Vanenkrieg. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 18, 1894, S. 542–560 (S. 547 f.)
  52. Elof Hellquist: Svenska ortnamn. In: Namn och Bygd (NB). Band 4, 1916, S. 143–151 (S. 144)
  53. Anne Holtsmark: Mythen om Idun og Tjatse i Tjodolvs Haustlǫng. In: Arkiv för nordisk Filologi (ANF). Band 64, 1950/1951, S. 1–73 (S. 48 ff.)
  54. Karl Müllenhoff: Deutsche Altertumskunde. Berlin 1870–1908, Band 1, S. 34
  55. Julius Hoffory: Eddastudien. Berlin 1889, S. 101 ff. (S. 113)
  56. Viktor Rydberg: Undersökningar i germanisk Mythologi Stockholm 1886–1889, englische Übersetzung: Teutonic Mythology. London 1891, S. 552
  57. John Loewenthal: Zur germanischen Wortkunde: Baldr, Hœnir, Fjörgynn, Ing. In: Arkiv för nordisk Filologi (ANF). Band 33, 1917, S. 97–101
  58. Franz Rolf Schröder: Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 82, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1960, S. 221–264 (S. 256–260)
  59. Franz Rolf Schröder: Hœnir. Eine mythologische Untersuchung. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 43, 1918, S. 219–252 (S. 238)
  60. Friedrich Kauffmann: Deus Requalivahanus. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 18, 1894, S. 157–194 (S. 173–175, 189)
  61. Hugo Gering, Hrsg.: Barend Sijmons: Kommentar zu den Liedern der Edda. Halle 1927, S. 22
  62. Maximilian Rödiger: Der große Waldesgott der Germanen. In: Zeitschrift für deutsche Philologie (ZfdPh). Band 27, 1894, S. 1–14 (S. 9 f.)
  63. Henrik Schück: Studier i Nordisk Litteratur och Religionshistoria. Stockholm 1904, Band 2, S. 288
  64. John Loewenthal: Religionswissenschaftliche Parerga zur germanischen Altertumskunde. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB). Band 45, 1920, S. 239–265 (S. 249)
  65. George van Langenhove: Linguistische Studiën. Band 2, Antwerpen–s'Gravenhage 1939, S. 70
  66. Eugen Mogk: Germanische Mythologie. Grundriss der germanischen Philologie. 1891, S. 1086
  67. Willy Krogmann: Hœnir. In: Acta Philologica Scandinavica (APhS). Band 6, 1932, S. 311–327 (S. 324–326)
  68. Karl Weinhold: Die Sagen von Loki. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur (ZfdA). Band 7, 1849, S. 1–94 (S. 24 ff.)
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Dieser Artikel wurde am 22. Mai 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.