Hörste (Halle)

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52.0472222222228.302588Koordinaten: 52° 2′ 50″ N, 8° 18′ 9″ O

Hörste
Höhe: 88 m
Fläche: 15,25 km²
Einwohner: 1666 (2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 33790
Vorwahl: 05201
Karte

Lage von Hörste in Halle (Westf.)

Die evangelische Kirche von Hörste

Hörste ist ein Ortsteil von Halle (Westf.) im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten]

Hörste liegt zwischen Halle/Westfalen, Versmold und Borgholzhausen in Sichtweite des Teutoburger Waldes. Den Ortskern markiert die Dorfkirche. In deren Umgebung befinden sich die alteingesessenen Gaststätten Gerhold's und Vögeding und die alte Schule, die heute ein Teil der Grundschule Hörste ist. Durch den Ortskern fließen der Ruthebach und der Loddenbach. Das Dorf ist geprägt von seiner ländlichen Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname stammt vermutlich aus dem germanischen und bedeutet Hursti-Waldsiedlung. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1056. Er ist damit älter als die Stadt Halle.

Am 1. Januar 1973 wurde Hörste nach Halle eingemeindet.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nachfolgend dargestellt ist die Einwohnerentwicklung von Hörste im jeweiligen Gebietsstand in der Zeit als selbständige Gemeinde im Kreis Halle.[2] In der Tabelle werden auch die Einwohnerzahlen von 1970 (Volkszählungsergebnis)[1] und 1972[3] sowie des Ortsteils Hörste in den Jahren 2006 und 2011 angegeben.

Jahr Einwohner
1817 842
1900 985
1939 1004
1946 1449
1961 1498
1965 1486
1970 1462
1972 1469
2006 1690
2011 1666
Bevölkerungsentwicklung in Hörste
zwischen 1817 und 1965

Gesellschaft, Kultur und Sport[Bearbeiten]

Das aktive Dorfleben ist vor allem durch sein Vereinsleben bestimmt. Die Freiwillige Feuerwehr Hörste, die Kyffhäuser-Kameradschaft, der Männergesangverein, der Heimatverein und die Turngemeinde Hörste organisieren jedes Jahr drei Feste: den Christkindlmarkt, den Hörster Bummel und das Hörster Volksfest (Hemdsärmelball), das im Jahr 2005 bereits zum 50. Mal stattfand.

Ein weiteres Ereignis stellt die Sonnenblumenparty, die so genannte „Party im gelben See“ dar. Im Jahr 2006 kamen etwa 5.000 Besucher nach Hörste, um zu Live- und Partymusik im Festzelt zu feiern.

Ein Großteil der Hörsteraner ist Mitglied im örtlichen Sportverein, der TG Hörste von 1932 e.V. Die Schwerpunkte der TG Hörste bilden die Handball- und die Fußballabteilung sowie Tennis, Karate, verschiedene Turngruppen, eine Aerobic-Gruppe und eine MS-Gruppe. Außerdem gibt es in Hörste bei der Kyffhäuser-Kameradschaft die Möglichkeit, Schießsport auszuüben.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Paul Kirchhoff (* 1900 in Hörste, † 1972 in Mexiko-Stadt). Deutscher Philosoph und Anthropologe, der 1943 den Begriff Mesoamerika einführte.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Walter Fronemann (Pfarrer): Hörste im Wandel der Zeiten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 322.
  2. Landkreis Halle (Westf.) 1816-1969, 150 Jahre Landkreis Halle (Westf.), S. 132
  3.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 99.