Höwenegg
| Höwenegg | ||
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Steinbruch und See, wo sich früher die Hauptburg befand |
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| Höhe | 798 m ü. NHN | |
| Lage | Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Gebirge | Hegau | |
| Koordinaten | 47° 54′ 52″ N, 8° 44′ 30″ O47.9144444444448.7416666666667798.0Koordinaten: 47° 54′ 52″ N, 8° 44′ 30″ O | |
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| Gestein | Basalt | |
| Besonderheiten | Durch Bergbau ist heute ein ursprünglicher Nebengipfel der höchste Punkt des Berges; ursprüngliche Höhe des Hauptgipfels: 812 m. | |
Der Höwenegg ist ein Vulkankomplex drei Kilometer südlich von Immendingen im Landkreis Tuttlingen. Der ehemals 812 m, heute 798 m hohe Basaltkegel war einst Standort zweier Burgen und zählt geologisch zu den Hegaubergen. Er ist einer der nördlichsten Hegauvulkane.
Inhaltsverzeichnis |
Berg [Bearbeiten]
Am Höwenegg wurde, wie auch am Hohenstoffeln, in früheren Zeiten Basalt für den Straßenbau abgebaut. Dadurch ist die gesamte Südflanke des Berges abgetragen. Noch bis 1979 wurde der harte Basalt abgebaut und so entstand ein 85 Meter tiefer Krater. Nach Stilllegung des Steinbruchs bildete sich ein durch Regen- und Grundwasser gespeister See. Im Steinbruchbereich ist die vulkanische Genese erkennbar, zudem sind wichtige tertiäre Fossilienfundstätten vorhanden. In den 1930er Jahren wurden beim Bau eines Entwässerungsstollens für den Steinbruch größere Fossilfunde gemacht. Zwischen 1950 und 1963 haben Forscher (u. a. Max Pfannenstiel), 13 mehrwöchige Grabungskampagnen am Höwenegg durchgeführt. Entdeckt haben sie dabei das vollständig erhaltene Skelett des dreizehigen Urpferds Hipparion[1]. Der Steinbruch ist ein Mineralienfundort und die Typlokalität des seltenen Minerals Amicit.[2]
Burgen [Bearbeiten]
Auf dem Höwenegg stand einst die Burg Hewenegg (auch als Junghewen, Höwenegg oder Hauptburg bezeichnet) sowie nördlich davon auf einem 798 m hohen Nebengipfel ihre Vorburg, auch Burgstall oder Kleine Burg genannt. Die Hauptburg wurde um 1100 erbaut, die erste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1291. Besitzer waren die Herren von Hewen und ab 1404 die Grafen von Lupfen-Stühlingen. 1639 wurde die Hauptburg zerstört und in der Folgezeit als Steinbruch verwendet. Später fiel die Burgstelle dem Basaltabbau zum Opfer, ihre ehemalige Lage befand sich an der Stelle an der heute der See ist.
Auch die Vorburg wurde um 1100 erbaut, die erste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1291. Bereits im 15. Jahrhundert war die Anlage aufgegeben und verfiel. Heute sind lediglich Mauerreste erhalten, da die Ruine im frühen 20. Jahrhundert als Steinbruch verwendet wurde.
Naturschutzgebiet [Bearbeiten]
1983 wurde der Berg mitsamt den Burgresten der Vorburg und dem Steinbruch unter Naturschutz gestellt.
Siehe auch [Bearbeiten]
Literatur und Quellen [Bearbeiten]
- Hans-Wilhelm Heine: Studien zu Wehranlagen zwischen junger Donau und westlichem Bodensee. In: Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg. Band 5. Stuttgart 1978, ISSN 0178-3262
- Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Weidlich/Flechsig, Würzburg 1994, ISBN 3-8035-1372-3
Weblinks [Bearbeiten]
- Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der LUBW
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ H. Tobien: Zur Ökologie der jungtertiären Säugetiere vom Höwenegg/Hegau und zur Biostratigraphie der europäischen Hipparion-Fauna. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar in Donaueschingen. Band 24, 1956, S. 208–223
- ↑ Höwenegg bei mindat.org.
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