Húsavík

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Húsavík (Begriffsklärung) aufgeführt.
Húsavíks Hafen, im Hintergrund der Húsavíkurfjall
Hafen von Húsavík

Húsavík (dt. Häuserbucht) ist der größte Ort und Verwaltungssitz der isländischen Gemeinde Norðurþing und hat 2279 Einwohner (Stand: 1. Januar 2009).

Geografie[Bearbeiten]

Húsavík liegt an der Skjálfandibucht. Östlich des Ortes liegt der Hausberg Húsavíks, der Húsavíkurfjall.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Wikinger, der sich nachgewiesenermaßen längere Zeit auf Island aufhielt - der Schwede Garðar Svavarson - überwinterte in Húsavik. Er benannte Island zunächst einmal nach sich, nämlich Garðarsholmur. Ein Denkmal bei der Húsavíker Schule erinnert an ihn.

Die ehemalige Stadtgemeinde Húsavík (isl. Húsavíkurbær, Gemeindenummer 6100, Flächengröße 269 km²) wurde im Juni 2006 mit den Landgemeinden Keldunes (Kelduneshreppur), Öxarfjörður (Öxarfjarðarhreppur) und Raufarhöfn (Raufarhafnarhreppur) zur neuen Gemeinde Norðurþing zusammengelegt. Im Jahr 2002 war die Landgemeinde Reykjahreppur nach Húsavíkurbær eingemeindet worden.

Einwohnerentwicklung bis 2005[Bearbeiten]

Einwohnerzahl am 1. Dez. 1997: 2.599 (Gebietsstand 2002)
Einwohnerzahl am 1. Dez. 2003: 2.453
Einwohnerzahl am 1. Dez. 2004: 2.426
Einwohnerzahl am 1. Dez. 2005: 2.373
Bevölkerungsveränderung 1997-2005: –9 %

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche von Húsavík

Die Kirche von Húsavík stammt vom Anfang des letzten Jahrhunderts. Sie besitzt helle Holzwände und weiße Fensterumrahmungen und ist zudem etwas größer als die üblichen isländischen Landkirchen.

Von Húsavík aus kann man Walbeobachtungsfahrten unternehmen, bei denen man meist kleinere Wale (besonders Zwergwale) oder Delphine sieht. In der Nähe des Hafens befindet sich das Walmuseum in Húsavík, das vom Europäischen Walzentrum betrieben wird und durchweg dreisprachig (Isländisch, Englisch und Deutsch) ist.

Eine Besonderheit, das Isländische Phallusmuseum, ist 2011 zurück nach Reykjavík gezogen.

Húsavík ist ferner ein Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region des Mývatn, eine vulkanisch sehr aktive Region südöstlich von Húsavík. Bezeichnenderweise stellt der Kieselgurexport den zweiten Erwerbszweig des Ortes.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Húsavík besitzt einen Fischereihafen. Damit ist der Ort das Versorgungszentrum für die Höfe und Weiler der Umgebung.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Húsavík liegt am Norðausturvegur, der Straße 85; die Entfernung nach Reykjavík beträgt 480 Straßenkilometer. Die Postleitzahlen Húsavíks sind 640 (für den Ort selbst) und 641 (für die Höfe in der Umgebung).

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

66.041-17.334Koordinaten: 66° 2′ N, 17° 20′ W