Hülsenfrucht

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Hülsenfrüchte der Erbse

Die Hülsenfrucht ist der Fruchttyp, der den Hülsenfrüchtlern (Fabaceae oder Leguminosae) eigen ist. Sie ist eine Streufrucht, die nur aus einem Fruchtblatt besteht und sich bei der Reife sowohl an der Bauchnaht als auch an der Rückennaht öffnet.

reife Hülsenfrüchte der Ackerbohne

Im Laufe der Stammesgeschichte haben sich innerhalb der Hülsenfrüchtler mehrfach aus Hülsen Schließfrüchte entwickelt, wie etwa bei der Tamarinde, der Frucht des Tamarindenbaums (Tamarindus indica), oder beim Klee (Trifolium).

Die Hülse sieht der Schote ähnlich. Standardsprachlich werden deshalb die Hülsen von Bohnen, Erbsen und weiteren Hülsenfrüchtlern entgegen der botanischen Klassifikation als „Schoten“ bezeichnet.

Hülsenfrüchte in der menschlichen Ernährung[Bearbeiten]

Bohnensalat
Diverse Hülsenfrüchte an einem Marktstand

Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und der großen Erträge auf kleinen Flächen sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchtler weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Insbesondere bei fleischarmer, vegetarischer und veganer Kost sind sie fast unverzichtbar. Aufgrund ihres niedrigen glykämischen Indexes durch die komplexen Kohlenhydrate können Hülsenfrüchte einen Beitrag zur Prävention des Diabetes mellitus bieten.

Häufig in der Küche zu finden sind u.a.

Der Genuss von Hülsenfrüchten steht im Ruf Blähungen zu erzeugen, da sie die Zuckermoleküle Rhamnose, Raffinose und Stachyose enthalten, die im Dünndarm nicht verwertet werden können und erst im Dickdarm durch die Bakterien der Darmflora zersetzt werden.

Hülsenfrüchte in der Landwirtschaft und als Futterpflanze[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gründüngung

Aufgrund der Eigenschaft Stickstoff aus der Luft zu binden und aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes stellen Hülsenfrüchte eine wichtige Pflanze in der Landwirtschaft und in der Viehhaltung dar.