Hünstetten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hünstetten
Hünstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hünstetten hervorgehoben
50.2495615411888.1953662633896360Koordinaten: 50° 15′ N, 8° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Rheingau-Taunus-Kreis
Höhe: 360 m ü. NN
Fläche: 50,56 km²
Einwohner:

10.175 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65510
Vorwahlen: 06126, 06128, 06438
Kfz-Kennzeichen: RÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 39 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Lagersboden 5
65510 Hünstetten
Webpräsenz: www.gemeinde-huenstetten.de
Bürgermeister: Axel Petri (SPD)
Lage der Gemeinde Hünstetten im Rheingau-Taunus-Kreis
Lorch (Rheingau) Rüdesheim am Rhein Geisenheim Oestrich-Winkel Kiedrich Eltville am Rhein Walluf Schlangenbad Bad Schwalbach Heidenrod Aarbergen Hohenstein (Untertaunus) Taunusstein Hünstetten Idstein Niedernhausen Waldems Rheinland-Pfalz Wiesbaden Landkreis Limburg-Weilburg Main-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Kreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild

Hünstetten ist eine kreisangehörige Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Hünstetten liegt im Taunus nördlich des Hauptkamms zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Hünstetten grenzt im Norden an die Gemeinde Hünfelden, im Nordosten an die Stadt Bad Camberg (beide Landkreis Limburg-Weilburg), im Osten an die Stadt Idstein, im Süden an die Stadt Taunusstein sowie im Westen an die Gemeinden Hohenstein und Aarbergen (alle Rheingau-Taunus-Kreis).

[Bearbeiten] Gliederung

Hünstetten besteht aus den Ortsteilen:

Ortsteil Einwohner
Wappen Bechtheim-Beuerbach (Hünstetten).png Bechtheim 927
Wappen Bechtheim-Beuerbach (Hünstetten).png Beuerbach 1.185
Wappen Görsroth-Kesselbach (Hünstetten).png Görsroth 1.274
Wappen Görsroth-Kesselbach (Hünstetten).png Kesselbach 898
Wappen Ketternschwalbach (Hünstetten).png Ketternschwalbach 473
Wappen Limbach (Hünstetten).png Limbach 714
Wappen Oberlibbach (Hünstetten).png Oberlibbach 626
Wappen Strinz (Hünstetten).png Strinz-Trinitatis 994
Wappen Wallbach (Hünstetten).png Wallbach 1.080
Wappen Wallrabenstein (Hünstetten).png Wallrabenstein 2.064

Gesamt 10.235

Die Einwohnerzahlen basieren auf Daten zum 31. Dezember 2009.

[Bearbeiten] Geschichte

Eine Besiedlung im Beuerbacher Raum schon in der Steinzeit von 4400 v. Chr. bis 3500 v. Chr. gilt inzwischen als gesichert. Dies belegen Funde, die der Michelsberger Kultur zuzuordnen sind.[2]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen entstand die Gemeinde Hünstetten am 1. Januar 1972 mit dem freiwilligen Zusammenschluss der sechs Gemeinden Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Strinz-Trinitatis und Wallbach[3]. Am 1. Juli 1972 stieß Oberlibbach hinzu, am 1. Januar 1977 schließlich wurden Bechtheim, Görsroth und Wallrabenstein kraft Gesetzes[4] eingemeindet. Im zentral gelegenen Wallbach wurde für die Gemeindeverwaltung ein Neubaukomplex errichtet.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl in Hünstetten 2011
 %
40
30
20
10
0
36,6 %
25,5 %
25,3 %
12,6 %
n. k.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-14,1 %p
-10,0 %p
+25,3 %p
+2,2 %p
-3,4 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,6 11 50,7 14
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,5 8 35,5 10
HüLi Hünstetter Liste - Bürger für Hünstetten 25,3 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,6 4 10,4 3
FDP Freie Demokratische Partei 3,4 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 57,2 58,1

[Bearbeiten] Wappen

Wappen Hünstetten.png

Die offizielle Blasonierung des vom Staatsarchiv Darmstadt im Dezember 1979 genehmigten Wappens lautet „In Gold ein roter Balken zwischen zwei roten Flanken, begleitet oben von vier (2,2), unten von sechs (2,2,2) blauen Doppel-T-Kopfschäften.“ Das Wappen wurde nach den Vorgaben der Gemeinde durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet. Die zehn Hünengräber (Fachbegriff: Dolmen) symbolisieren die zehn ehemals selbstständigen Gemeinden und der rote Buchstabe „H“ den Anfangsbuchstabe der 1972 entstandenen Großgemeinde. Der Querbalken des Buchstaben H stellt gleichzeitig die Hühnerstraße (Bundesstraße 417) dar, die aus Richtung Wiesbaden gesehen 4 von 6 Ortsteilen trennt[5].

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Hünstetten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Neukirchen am Großvenediger in Österreich seit 1976.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Hünstetten war ländlich geprägt und die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine Rolle. Insgesamt jedoch hat sich die Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Wohnsitzgemeinde gewandelt. Es gibt etwa 800 Arbeitsplätze am Ort; das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdient, bedingt durch die gute Straßenanbindung hauptsächlich im Rhein-Main-Gebiet.

[Bearbeiten] Verkehr

Die Gemeinde ist mit der vier Kilometer entfernten Anschlussstelle Bad Camberg und der acht Kilometer entfernten Anschlussstelle Idstein der A 3 gut an das Fernstraßennetz angebunden. Zusätzlich verläuft die Bundesstraße 417 durch die Großgemeinde. Die Entfernung nach Wiesbaden beträgt 22 km, nach Mainz 26 km und nach Frankfurt 50 km.

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. Scherben aus der Steinzeit In: Idsteiner Zeitung vom 2. Mai 2011
  3. Gemeinde Hünstetten, "Zur Geschichte"
  4. Gesetz zur Neugliederung des Rheingaukreises und des Untertaunuskreises vom 26. Juni 1974, GVBl. I S. 312, § 5
  5. Gemeinde Hünstetten Wappen

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hünstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen