Hōjōki

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Das Hōjōki (jap. 方丈記, dt. „Aufzeichnungen aus enger Klause“) des Kamo no Chōmei (1153–1216) wird zur literarischen Gattung der zuihitsu gerechnet, obwohl es sich von diesen durch inhaltliche Geschlossenheit und konsequenten Aufbau unterscheidet.

Die Entstehungszeit dieser Aufzeichnungen eines kontemplativen Eremiten war geprägt vom Verfall der höfischen Kultur, dem Aufkommen neuer Strukturen (bakufu) und einer allgemeinen Stimmung von Unsicherheit und Angst vor der Zukunft.

Das Hōjōki kann über weite Strecken als Ausdruck dieses buddhistischen Geistes der Vergänglichkeit (mujōkan) gelesen werden. Doch schildert der Verfasser auch die Freuden des Eremitendaseins, das er im Alter von 60 Jahren begonnen hat. Der Untergang der Heian-Zeit mit ihrer Führungsrolle des Hofadels findet hier in der Stimme eines Einzelnen seinen Niederschlag.

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