HC Energie Karlovy Vary

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HC Energie Karlovy Vary
HC Energie Karlovy Vary
Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte SK Slavia Karlovy Vary (1932–1955)
Dynamo Karlovy Vary (1955–1994)
HC Becherovka Karlovy Vary (1995–2002)
HC Energie Karlovy Vary (seit 2002)
Standort Karlovy Vary, Tschechien
Spitzname Becherovka
Vereinsfarben gelb, grün
Liga Tipsport Extraliga
Spielstätte Zimní Stadion Karlovy Vary (bis 2009)
KV Arena (seit 2009)
Kapazität 6.000 Plätze (davon 6.000 Sitzplätze)
Geschäftsführer Miroslav Vaněk
Cheftrainer Vladimír Kýhos
Kapitän Václav Skuhravý
Saison 2011/12 11. Platz (Vorrunde),
11. Platz (Play-outs)

Der HC Energie Karlovy Vary ist ein tschechischer Eishockeyverein aus Karlsbad (tschechisch Karlovy Vary) und gehört der Tipsport Extraliga an.

Geschichte[Bearbeiten]

Spieler des HC Energie, 2007

Der Club wurde 1932 gegründet und spielte zunächst nur auf regionaler Ebene. 1951 gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse der Tschechoslowakei, der 1. Liga. 1955 konnte die Mannschaft in diesem Wettbewerb den dritten Platz ihrer Staffel belegen[1], was bis in die 1990er Jahre der größte Erfolg des Vereins blieb. Ein Jahr später folgte der Abstieg in die zweite Spielklasse und 1971 sogar in die dritte Spielklasse. Bis Mitte der 1990er Jahre wechselte der Verein zwischen zweiter und dritter Spielklasse hin und her, bevor 1997 der Aufstieg in die Extraliga gelang. Als Meister der 1. Liga nahm der Verein an der Exttraliga-Relegation teil. In dieser war die Mannschaft am HC Slezan Opava gescheitert. Nach Saisonende erwarb das Management des HC Becherovka die Lizenz des HC Olomouc und stieg dadurch wirtschaftlich in die höchste Spielklasse Tschechiens auf.[2]

Seit der Saison 1997/98 gehört Energie damit der höchsten Spielklasse im tschechischen Profi-Eishockey an. Seit 2002 ist der HC Energie Tochtergesellschaft der KAREL HOLOUBEK - Trade Group a.s., einem der größten tschechischen Brennstofflieferanten, durch den der Betrieb des Eishockeyclubs und die finanzielle Zukunft des Vereins sichergestellt wird. Am Ende der Saison 2007/08 erreichte der Verein das Finale der Extraliga-Playoffs. Dort unterlag Energie dem HC Slavia Prag nach insgesamt sieben Spielen und erreichte die Vizemeisterschaft.

Während der ersten Saison der neu gegründeten KHL bekundete das Management des Klubs Interesse an einer Aufnahme in diese Liga.[3] Dafür sollte eine konkurrenzfähige Mannschaft aus tschechischen Nationalspielern nach dem Vorbild von Dinamo Riga und HK Dinamo Minsk zusammengestellt werden, während ein zweites Farmteam weiter in der Extraliga spielen sollte. Doch im Zuge der Finanzkrise wurden diese Bemühungen eingestellt.[4] Im Dezember 2008 nahm der Klub am Spengler Cup teil und belegte den vierten Platz.

Mit der Meisterschaft in der Saison 2008/09 unter Trainer Josef Paleček – der Hauptrundenerste HC Slavia Prag wurde in der Best-of-Seven-Serie mit 4:2 besiegt – wurde der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert.

Ligenzugehörigkeit[Bearbeiten]

  • 1986-1990 3. Liga (ČSSR)
  • 1985–1986 regional (ČSSR)
  • 1982-1985 3. Liga (ČSSR)
  • 1981–1982 regional (ČSSR)
  • 1973-1981 3. Liga (ČSSR)
  • 1972-1973 2. Liga (ČSSR)
  • 1971-1972 3. Liga (ČSSR)
  • 1956-1971 2. Liga (ČSSR)
  • 1951-1956 1. Liga (ČSSR)
  • 1947-1951 regional
  • 1947-1948 kein Spielbetrieb
  • 1945-1947 regional

Saisonstatistik 1951–1956[Bearbeiten]

Statistik der fünf Spielzeiten in der 1. Liga zwischen 1951 und 1956.[5]

Saison Staffel Punkte Gesamt Teams
1951/1952 5. Platz 6 13. Platz 18
1952/1953 4. Platz 11 8. Platz 21
1953/1954 4. Platz 8 13. Platz 18
1954/1955 3. Platz 14 6. Platz 16
1955/1956 8. Platz 2 14. Platz 15

Saisonstatistik seit 1997[Bearbeiten]

Saison Hauptrunde Punkte Endrunde Kapitän Trainer
1997/1998 13. Platz 30 13. Platz Pavel Bláha Karel Trachta, Milan Kašpárek, Josef Beránek senior
1998/1999 11. Platz 38 11. Platz Pavel Bláha Josef Beránek senior, Karel Trachta, Milan Kašpárek
1999/2000 11. Platz 40 11. Platz Petr Pavlas Miloš Říha und Martin Pešout
2000/2001 14. Platz 49 14. Platz Libor Procházka Miloš Říha und Martin Pešout
Tomáš Herstus
Radim Rulík, Tomáš Herstus, Jaromír Látal, Marek Sýkora
2001/2002 10. Platz 61 10. Platz Radim Rulík und Marek Sýkora
2002/2003 10. Platz 71 10. Platz Michal Mádl Marek Sýkora und Jan Votruba
2003/2004 12. Platz 62 12. Platz Ladislav Svoboda Miloslav Hořava
Richard Farda und Radim Rulík
2004/2005 10. Platz 69 10. Platz František Ptáček Radim Rulík, Václav Baďouček, Pavel Kněžický
2005/2006 10. Platz 71 10. Platz František Ptáček Zdeněk Venera, Václav Baďouček und Pavel Kněžický
2006/2007 7. Platz 80 9. Platz František Ptáček Zdeněk Venera, Václav Baďouček und Pavel Kněžický
2007/2008 4. Platz 85 2. Platz Václav Skuhravý Zdeněk Venera
2008/2009 6. Platz 83 Meister Václav Skuhravý Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický
2009/2010 11. Platz 66 13. Platz Václav Skuhravý Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický;
ab November 2009 Pavel Hynek und Václav Baďouček;
ab März 2010 wieder Josef Paleček und Josef Řezníček
2010/2011 10. Platz 71 10. Platz Václav Skuhravý Antonín Stavjaňa, Václav Baďouček und Pavel Kněžický, ersetzt durch Václav Baďouček, Martin Pešout und Pavel Kněžický
2011/2012 11. Platz 67 11. Platz Václav Skuhravý Václav Baďouček, Martin Pešout und Pavel Kněžický, ab 1. Januar 2012 Vladimír Kýhos für Václav Baďouček
2012/2013 x. Platz x. Platz Václav Skuhravý Vladimír Kýhos, Martin Pešout und Pavel Kněžický

Spieler[Bearbeiten]

Bekannte aktuelle Spieler[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Meistermannschaft 2008/09[Bearbeiten]

Torhüter Lukáš Mensator, Lukáš Sáblík
Abwehrspieler Ondřej Němec, Josef Řezníček, Roman Prošek, Jakub Čutta, Petr Mudroch, František Bombic, Kamil Černý, Miroslav Duben, Vojtěch Kloz, Michal Dobroň
Angriffsspieler Vít Budínský, Rastislav Dej, Milan Hluchý, Jan Košťál, Jaroslav Kristek, Petr Kumstát, Marek Melenovský, Lukáš Pech, Milan Procházka, Petr Sailer, František Skladaný, Václav Skuhravý, Martin Zaťovič, David Zucker
Trainer Josef Paleček, Mikuláš Antonik und Pavel Kněžický

Spielstätte[Bearbeiten]

Seine Heimspiele trug der HC Energie Karlsbad bis zum Ende der Saison 2008/09 im 4.680 Zuschauer fassenden Zimní Stadion Karlovy Vary aus, das 1947 als Kunsteisstadion erbaut und 1975 überdacht wurde. 1990 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Eishalle. Den besten Zuschauerschnitt erreichte der Verein in der ersten Extraliga-Saison 1997/98, als durchschnittlich 4.318 Zuschauer die Heimspiele des Vereins besuchten.

Ab der Saison 2009/10 werden die Heimspiele in einer neuen Multifunktionsarena, der KV Arena, ausgetragen, mit dessen Bau im Januar 2007 begonnen wurde. Die Eröffnung des Baukomplexes, der auch für Konzerte genutzt werden soll, fand am 19. Juni 2009 statt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. hockeyarchives.info, Championnat de Tchécoslovaquie 1954/55
  2. hockeyarchives.info, Championnat de République Tchèque 1996/97
  3. hockeyweb.de, Ernsthafte Verhandlungen mit HC Energie Karlsbad
  4. mz-web.de, Erste Sorgen für Russlands Eliteklasse
  5. hokejkv.cz, Historie
  6. kvarena.cz, kv arena - sportovně kulturní a společenské centrum

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HC Energie Karlovy Vary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien