Landkreis Hersfeld-Rotenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hervorgehobenp1
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Verwaltungssitz: Bad Hersfeld
Fläche: 1 097,15 km²
Einwohner: 125 211 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HEF
Kreisschlüssel: 06 6 32
Kreisgliederung: 20 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Friedloser Straße 12
36251 Bad Hersfeld
Webpräsenz:
Landrat: Karl-Ernst Schmidt (CDU)
Lage des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Hessen
Karte

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist ein Landkreis mit Flächenanteilen in Nordhessen (Altkreis Rotenburg) und in Osthessen (Altkreis Hersfeld). Nachbarkreise sind im Norden der Werra-Meißner-Kreis, im Osten der thüringische Wartburgkreis, im Süden der Landkreis Fulda, im Südwesten der Vogelsbergkreis und im Westen der Schwalm-Eder-Kreis.

Im touristischen Bereich hat sich für den Landkreis der Name Waldhessen eingebürgert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Das Kreisgebiet umfasst im Wesentlichen das mittlere Fuldatal. Westlich davon steigen die Höhen des Knüllgebirges (gelegentlich auch nur "Knüll") an, östlich die Höhen des Werra-Fulda-Berglandes. Höchste Erhebung des Kreises ist der Eisenberg (636 m) im Hochknüll.

[Bearbeiten] Geschichte

Das heutige Kreisgebiet gehörte schon sehr früh zu Landgrafschaft Hessen, dem späteren Kurfürstentum Hessen. Die Region um Rotenburg gehörte seit dem 13. Jahrhundert zu Hessen, und das geistliche Fürstentum Hersfeld folgte im Laufe des 16. Jahrhunderts. Hier wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden Ämter Hersfeld (innerhalb der Provinz Fulda) und Rotenburg (innerhalb der Provinz Niederhessen) gebildet. Aus den Ämtern wurden im Jahre 1821 Kreise gebildet. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden der Landkreis Hersfeld und der Landkreis Rotenburg mit Wirkung vom 1. August 1972 zum neuen Landkreis Hersfeld-Rotenburg vereinigt.

[Bearbeiten] Wappen

Wappen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot, vorne ein facettiertes Doppeltatzenkreuz, hinten ein waagerechter silberner Ast, aus dem ein Zweig mit drei silbernen Lindenblättern emporwächst.“ (Wappen-Genehmigung am 29. März 1976)

Bedeutung: Das facettiertes Doppeltatzenkreuz ist das rote Hersfelder Doppelkreuz, das Zeichen des alten Stiftes Hersfeld, der Lindenast das Wappen der Stadt Rotenburg an der Fulda. Die Symbole versinnbildlichen die beiden ehemaligen Kreisstädte. Auch die früheren Kreiswappen trugen bereits diese Symbole.

[Bearbeiten] Politik

Das Landratsamt in Bad Hersfeld

[Bearbeiten] Kreistag

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 48,1 29 50,7 31
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,2 23 35,4 21
FWG Freie Wählergemeinschaft Kreisverband Hersfeld-Rotenburg 4,5 3 4,4 3
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 2,9 2 4,0 2
FDP Freie Demokratische Partei 3,0 2 2,8 2
LINKE Die Linke 1,9 1
Unabhängige Unabhängige Wahlalternative Hersfeld-Rotenburg 1,4 1
FREIDEUTSCH Gruppe Freier Deutscher 1,0 0
REP Die Republikaner 2,8 2
gesamt 100,0 61 100,0 61
Wahlbeteiligung in % 54,2 61,1

[Bearbeiten] Landrat

Der erste Direktwahl eines Landrates im Landkreis fand am 2. März 1997 statt. Hier setzte sich der Kandidat der SPD, Roland Hühn, mit einem Stimmenanteil von 57,2 Prozent gegen einen CDU-Kandidaten durch. Bei der nächsten Wahl am 2. Februar 2003 trat Karl-Ernst Schmidt von der CDU gegen Landrat Roland Hühn an und gewann die Wahl mit einem Stimmenanteil von 50,3 Prozent. Der Landrat Karl-Ernst Schmidt wurde am 26. April 2009 mit einem Stimmenanteil von 59,7 % wiedergewählt, für die SPD kandidierte Manfred Koch.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Eisenbahn

Bad Hersfeld und Bebra sind Fernbahnhöfe mit ICE- und IC-Halten.

In Bebra schneiden sich die Mitte-Deutschland-Verbindung Ruhrgebiet–Kassel–Erfurt–Chemnitz/Leipzig und die alte Nord-Süd-Strecke Hannover–Frankfurt/Würzburg.

Die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg führt ohne Halt durch das Kreisgebiet. Anschlusskurven nach Bebra oder Bad Hersfeld als Verbindung Richtung Erfurt sind langfristig geplant.

[Bearbeiten] Straße

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 7 (Würzburg–Kassel), A 5 (Frankfurt–Hattenbacher Dreieck (Ende der A 5)) und A 4 (Kirchheimer Dreieck–Erfurt). Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 27, die B 62 und die B 83.

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

Lage der Gemeinden und Städte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2007[1])

Städte

  1. Bad Hersfeld (30.411)
  2. Bebra (14.335)
  3. Heringen (Werra) (7745)
  4. Rotenburg a.d.Fulda (13.843)

Gemeinden

  1. Alheim (5243)
  2. Breitenbach a. Herzberg (1858)
  3. Cornberg (1605)
  4. Friedewald (2470)
  5. Hauneck (3292)
  6. Haunetal (3172)
  7. Hohenroda (3304)
  8. Kirchheim (3814)
  9. Ludwigsau (5812)
  10. Nentershausen (2988)
  11. Neuenstein (3155)
  12. Niederaula (5553)
  13. Philippsthal (Werra) (4383)
  14. Ronshausen (2431)
  15. Schenklengsfeld (4675)
  16. Wildeck (5122)

[Bearbeiten] Patenschaft

1954 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Kreis Mährisch Schönberg übernommen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Landkreis Hersfeld-Rotenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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