HF-Modulator

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Geöffneter TV-Modulator eines Commodore C64

Ein HF-Modulator oder auch TV-Modulator (engl.: RF-Modulator) wird in der Videotechnik verwendet, um ein Fernsehsignal auf eine hochfrequente Trägerfrequenz aufzumodulieren.

Eine praktische Anwendung ist zum Beispiel der Anschluss von Heimcomputern oder Videogeräten (z. B. DVD-Player) an ältere Fernsehgeräte ohne SCART-Buchse über den Antenneneingang. In der Regel wird dafür der Frequenzbereich zwischen Kanal 30 und 40 verwendet.

In älteren Videorecordern oder Sat-Receivern befanden sich fast immer einfache Modulatoren, um das Videosignal zusätzlich zum durchgeschleiften Antennensignal am Antennenausgang des Gerätes zu erhalten. Durch das Aussterben von Fernsehern ohne Videoeingang werden diese seit den 2000er Jahren oft eingespart. Für die Verbindung eines Fernsehers ohne Composite-Anschlüsse (Cinch- oder SCART-Buchse) mit einer Videoquelle neuerer Bauart ist ein externer HF-Modulator unumgänglich. Auch für das Einspeisen eines Videosignales, z. B. von einer Überwachungskamera, in die Hausverteilung ist ein Modulator erforderlich.

Bei einfachen Geräten kann der Kanal meist über einen Trimmkondensator (oder ein anderes Bauteil zum Abgleichen) innerhalb eines Bereiches von etwa 10 Kanälen eingestellt werden. Bei besseren Geräte kann der jeweils gewünschte Kanal per Tipptasten und PLL-Schaltung eingestellt und über ein LED-Display oder gar über ein OSD-Menü der gewählte Kanal zur Bestätigung angezeigt werden. Nichtprofesionelle Geräte produzieren oft Störungen in Nachbarkanälen, so dass die Integration in eine bestehende Antennen- oder Kabelanlage problematisch ist. Bei professionellen Geräten wird das durch Filterschaltungen verhindert.