HMS Acasta (H09)

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Acasta Royal Navy
HMS Acasta (H09)
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.350 ts Standard
1.773 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Brown-Curtis-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
35.500 PS (24.990 kW)
Treibstoffvorrat: 380 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4.800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4*1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2*1)
8 × 21-Zoll-Torpedorohre (2*4)

HMS Acasta (H09) war ein Zerstörer der A-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 7. August 1929 als Teil der ersten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei John Brown & Company in Clydebank vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 11. Februar 1930. Die Erfahrungen mit zwei vorher gebauten Prototypen flossen in die Planung und den Bau ein.

HMS Acasta bildete zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen die 3. Zerstörerflottille, die der Mittelmeerflotte zugeordnet wurde. Bei Kriegsbeginn war das Schiff jedoch mit der 18. Flottille im Ärmelkanal eingesetzt. Zu den Aufgaben gehörte die Sicherung von Geleitzügen in diesem Bereich, wozu insbesondere auch die Truppentransporte nach Frankreich zu rechnen waren.

Im April 1940 wurde der Zerstörer dann bei der versuchten Abwehr der deutschen Landung in Norwegen (Unternehmen Weserübung) zur Deckung von Schiffen der Home Fleet eingesetzt. Als Nordnorwegen wegen der anlaufenden deutschen Offensive an der Westfront geräumt wurde (Operation Alphabet), sollte er zusammen mit Ardent den Flugzeugträger Glorious nach Scapa Flow zurückgeleiten, der Landflugzeuge an Bord genommen hatte, die zuvor in Norwegen stationiert gewesen waren.

Am 8. Juni 1940 wurde der Verband von den deutschen Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau trotz guter Sichtverhältnisse westlich der Lofoten überrascht und nach zweistündigem Gefecht versenkt (Unternehmen Juno). Dabei verteidigten beide Zerstörer den Flugzeugträger unter vollem Einsatz, jedoch letztlich erfolglos, durch Torpedoangriffe und das Legen von Rauchwänden. Acasta gelang es aber, nachdem Glorious bereits versenkt war, Scharnhorst durch einen Torpedotreffer so zu beschädigen, so dass die Schlachtschiffe ihre Operation abbrechen mussten. Dadurch konnten Verluste der anderen Konvois verhindert werden.

Von der Besatzung des Zerstörers wurde aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen den britischen Schiffen nur ein Überlebender gerettet.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]