HMS Active (H14)

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Active Royal Navy
HMS Active in der Straße von Gibraltar
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.350 ts Standard
1.773 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Thornycroft-
3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
35.500 PS (24.990 KW)
Treibstoffvorrat: 380 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4.800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4*1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2*1)
8 × 21-Zoll-Torpedorohre (2*4)

HMS Active (H14) war ein Zerstörer der A-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 9. Juli 1929 als Teil der ersten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei Hawthorn Leslie in Hebburn, Newcastle upon Tyne, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 9. Februar 1930. Die Erfahrungen mit zwei vorher gebauten Prototypen flossen in die Planung und den Bau ein.

HMS Active bildete zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen die 3. Zerstörerflottille, die der Mittelmeerflotte zugeordnet wurde. In dieser Zeit wurde das Schiff unter anderem von dem späteren Admiral Philip S. Vian kommandiert. Bei Kriegsbeginn war es dann jedoch der 13. Flottille zugeordnet, die in Gibraltar stationiert war. Zu den Hauptaufgaben gehörte in diesen Monaten die Sicherung von Geleitzügen in diesem Gebiet.

Im Sommer 1940 wurde die Flottille der neu gebildeten Force H zugeordnet, die ebenfalls in Gibraltar stationiert wurde. Erste Aufgabe des neuen Verbandes war die Neutralisierung der französischen Marine in Mers-el-Kébir (Operation Catapult).

Im folgenden Jahr war der Zerstörer immer wieder mit der Force H im Mittelmeer im Einsatz. Er diente als Eskorte für Flugzeugträger, von denen Jagdflugzeuge nach Malta geflogen wurden, und für Konvois, die meist Kriegsmaterial für die britischen Truppen im Nordafrika und Versorgungsgütern für Malta transportierten.

Im Mai 1941 war das Schiff mit der Home Fleet an der Suche nach dem deutschen Schlachtschiff Bismarck beteiligt (Unternehmen Rheinübung). Es folgten weitere Einsätze mit der Force H im Mittelmeer.

Bei den Landungsoperationen alliierter Truppen auf Madagaskar (Operation Ironclad) in den Monaten April / Mai 1942 war das Schiff mit dem Geleitschutz der eingesetzten Schlachtschiffe und Flugzeugträger betraut. Dabei gelang es am 8. Mai, gemeinsam mit HMS Panther das französische U-Boot Monge zu versenken, das erfolglos versucht hatte den Flugzeugträger HMS Indomitable anzugreifen.

HMS Active war in den nachfolgenden Monaten in Südafrika stationiert. Am 8. Oktober 1942 konnte sie in der Nähe von Kapstadt das Monsun-Boot U 179 versenken. Es hatte zur Gruppe Eisbär gehört, die dort zu der Zeit patrouillierte.

In den verbleibenden Kriegsmonaten wurde HMS Active zur Sicherung von Geleitzügen im Mittelatlantik und im Mittelmeer, insbesondere auf der Route zwischen Großbritannien und Sierra Leone, eingesetzt. Die U-Boot-Abwehr- und Flugabwehr-Bewaffnung wurde zu diesem Zweck zulasten der Hauptgeschütze und eines Torpedorohrsatzes verstärkt.

In dieser Zeit war der Zerstörer an der Versenkung des italienischen U-Bootes Leonardo da Vinci westlich von Kap Finisterre beteiligt, das am 23. Mai 1943 gemeinsam mit der Fregatte HMS Ness versenkt werden konnte. Ein weiterer Erfolg gelang ihm etwa ein halbes Jahr später, am 2. November 1943, mit der Versenkung von U 340 in der Nähe von Tanger. Hieran waren der Zerstörer HMS Witherington, die Sloop HMS Fleetwood und ein britisches Flugzeug beteiligt.

Im Mai 1947 wurde HMS Active aus der Liste der aktiven Schiffe gestrichen und zum Verschrotten verkauft.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0853689105.

Weblinks[Bearbeiten]