HMS Ajax (1798)

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Naval Ensign of the United Kingdom.svg
HMS Ajax (1798).jpg
Schiffsdaten
Name: Ajax
Kiellegung: September 1795
Stapellauf (Schiffstaufe): 3. März 1798
Bauwerft: Randall in Rotherhithe
Besatzung: 690 Mann Offiziere und Mannschaften
Verbleib: 1807 verbrannt
Technische Daten
Typ Linienschiff dritten Ranges der Kent-Klasse
Länge auf Geschützdeck 182 Fuß, 3 Zoll (=55,55 m)
Breite auf Spant 49 Fuß, 3 Zoll (=15,01 m)
Tiefe in der Last 21 Fuß, 3 Zoll (=8,48 m)
Tonnage 1604  \tfrac{62}{94} long tons
Bewaffnung
Hauptbatteriedeck 28 x 24-Pfünder
Oberes Batteriedeck 28 x 24-Pfünder
Vorschiff 4 x 9-Pfünder
Achterdeck 14 x 9-Pfünder (später 4 x 9-Pfünder und 8 x 32-Pfünder Karronaden)

Die HMS Ajax war ein mit 74 Kanonen bestücktes Linienschiff 3. Ranges.1807 wurde sie durch Feuer zerstört. Ihr Schwesterschiff war die HMS Kent.

Ägypten[Bearbeiten]

Am 1. März 1801 ankerte die Englische Flotte in der Abukir Bucht, um Truppen anzulanden, dies war aber aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse erst eine Woche später möglich. Am 8. März 1801 konnten die 70 Schiffe der Royal Navy mit insgesamt 320 Booten die Armee von Sir Ralph Abercromby KB in der Bucht von Abukir anlanden, so dass einen Tag später die gesamten 16.000 Mann ausgeschifft waren. Das Flottengeschwader stellte zusätzliche 1.000 Mann unter dem Kommando von Sir Sidney Smith bereit, um zusammen mit der Englischen Armee gegen Napoleon zu kämpfen. Nach der dem Englischen Sieg bei der Schlacht von Alexandria war die Ajax eines der ersten Schiffe, die in den Hafen von Alexandria einliefen. 1802 nach dem Frieden von Amiens kehrte die Ajax nach Plymouth zurück.

Kap Finisterre und Trafalgar (1805)[Bearbeiten]

Schlacht bei Kap Finisterre, gemalt ca. 1810

Im April 1802 wurde ein Schiffsverband bestehend aus Ajax, HMS Malta und HMS Terrible nach Malta entsandt, um das dortige Geschwader unter Vice Admiral Sir Robert Calder zu verstärken. Der Grund dafür waren starke Stürme die das Geschwader zwischenzeitlich auf eine Stärke von fünf Schiffen reduziert hatten. Am 22. Juli 1805 segelte Vice-Admiral Calder mit seinem wieder einsatzbereiten Geschwader in der Nähe von Kap Finisterre, als die Französisch-Spanische Flotte gesichtet wurde. Mehrere Stunden lang versuchten beide Flotten eine taktisch günstige Kampfposition zu erreichen und segelten dabei in Richtung Südwesten. Gegen 17:15 Uhr begann die Schlacht bei Kap Finisterre, als der Kapitän der HMS Hero auf die feindliche Schlachtformation zuhielt. Um 20:25 Uhr signalisierte Calder, den Kampf abzubrechen.

Nach Reparatur der im Gefecht erlittenen Schäden in Plymouth wurden Ajax und HMS Thunderer dem Kommando von Admiral Nelson unterstellt und verließen Plymouth am 18. September in Richtung Cádiz. Während der Schlacht von Trafalgar war die Ajax das siebte Schiff in der Schlachtlinie von Admiral Nelson. Während der Schlacht kämpfte die Ajax sowohl gegen das 74-Kanonen-Linienschiff Bucentaure als auch gegen die Santissima Trinidad. Nach der Schlacht half sie bei der Bergung von Schiffbrüchigen und kehrte dann nach Pymouth zurück.

Verlust[Bearbeiten]

Als die Ajax am 14. Februar 1807 in der Nähe der Insel Tenedos ankerte, brach in einem der Brotlagerräume durch ein brennen gelassenes Licht ein Feuer aus. Die Ajax brannte noch die gesamte Nacht hindurch und trieb dabei auf die Insel Tenedos zu, wo sie am Morgen des 15. Februar 1807 strandete und explodierte. Bei dem Brand verloren 250 Seeleute ihr Leben, 380 konnten sich retten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Allardyce: Memoir of the Honourable George Keith Elphinstone, K.B., Viscount Keith, Admiral of the Red. W. Blackwood Press, London 1882.
  • Edward P. Brenton: The Naval History of Great Britain from the Year 1783 to 1836, Bd. 2. Henry Colburn Publisher, London 1837.
  • James J. Colledge: Ships of the Royal Navy. The Complete Record of All Fighting Ships of the Royal Navy From the Fifteenth Century to the Present. Naval Institute Press, Annapolis, Md. 1987, ISBN 0-87021-652-X.
  • William P. Gossett: The lost ships of the Royal Navy, 1793-1900. Mansell, London 1986, ISBN 0-7201-1816-6.
  • Brian Lavery: The development of the battlefleet 1650-1850 (The Ship of the Line; 1). Conway Maritime Press, London 2003, ISBN 0-85177-252-8.
  • David Lyon: Sailing Navy List. Conway Maritime Press, London 1997, ISBN 0-85177-864-X
  • Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail, 1793-1817. Design, Construction, Careers and Fates. 2. Aufl. Seaforth Publishing, Barnsley 2008, ISBN 978-1-84415-717-4.