HMS Basilisk (H11)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basilisk Royal Navy
HMS Basilisk im Hafen von Valetta, Malta
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.360 ts Standard
1.790 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Brown-Curtis-
3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
34.000 PS (23.930 kW)
Treibstoffvorrat: 390 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4.800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4*1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2*1)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2*4)
20 × Wasserbomben

HMS Basilisk (H11) war ein Zerstörer der B-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 6. August 1930 als Teil der zweiten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei John Brown & Company in Clydebank vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 4. März 1931.

HMS Basilisk wurde zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen der Home Fleet zugeordnet. 1939 war das Schiff jedoch Teil der Reserveflotte, weil in der Zwischenzeit eine Vielzahl modernerer Zerstörer in Dienst gestellt worden waren. Bei Kriegsbeginn wurde der Zerstörer wieder reaktiviert. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln sowie Patrouillen in der Straße von Dover.

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1939 geleitete das Schiff zusammen mit dem Schwesterschiff HMS Blanche den Minenleger HMS Adventure. Dieser geriet in der Themsemündung in eine Minensperre, die wenige Stunden zuvor von deutschen Zerstörern gelegt worden war. Als die Zerstörer den beschädigten Minenleger aus dem Minenfeld herausgeleiten wollten, lief HMS Blanche ebenfalls auf eine Mine und sank einige Zeit später.

Der Zerstörer wurde dann der 19. Zerstörerflottille zugeteilt und bei dem gescheiterten Versuch eingesetzt, die deutschen Truppen aus Norwegen zu vertreiben, wo sie im Rahmen des Unternehmens Weserübung gelandet waren.

Ende Mai/Anfang Juni 1940 wurde HMS Basilisk gemeinsam mit vielen anderen Schiffen bei der Evakuierung der um Dünkirchen eingekesselten alliierten Truppen (Operation Dynamo) eingesetzt. Am 1. Juni lief das Schiff wieder zur französischen Kanalküste. Dabei wurde es unmittelbar vor der Küste von deutschen Stukas angegriffen und durch Bombentreffer schwer beschädigt. Nachdem die Überlebenden abgeborgen worden waren, musste HMS Basilisk von dem Zerstörer HMS Whitehall versenkt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]