HMS Blanche (H47)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blanche Royal Navy
HMS Blanche
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.360 ts Standard
1.790 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
35.500 PS (24.990 kW)
Treibstoffvorrat: 390 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4.800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4*1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2*1)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2*4)
20 × Wasserbomben

HMS Blanche (H47) war ein Zerstörer der B-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 29. Mai 1930 als Teil der zweiten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei Hawthorn Leslie in Hebburn, Newcastle upon Tyne, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 19. Februar 1931.

HMS Blanche wurde zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen der Home Fleet zugeordnet. 1939 war das Schiff jedoch Teil der Reserveflotte, weil in der Zwischenzeit eine Vielzahl modernerer Zerstörer in Dienst gestellt worden waren. Bei Kriegsbeginn wurde der Zerstörer wieder reaktiviert. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln sowie Patrouillen in der Straße von Dover.

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1939 geleitete das Schiff zusammen mit dem Schwesterschiff HMS Basilisk den Minenleger HMS Adventure. Dieser geriet in der Themsemündung in eine Minensperre, die wenige Stunden zuvor von deutschen Zerstörern gelegt worden war. Als die Zerstörer den beschädigten Minenleger aus dem Minenfeld herausgeleiten wollten, lief HMS Blanche ebenfalls auf eine Mine. Das Schiff sank am Morgen des 13. November, als es abgeschleppt werden sollte.

HMS Blanche war der erste Zerstörer der Royal Navy, der im Zweiten Weltkrieg durch Feindeinwirkung sank.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]