HMS Brilliant (H84)

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Brilliant Royal Navy
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Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1360 ts Standard
1790 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
35.500 PS (24.990 kW)
Treibstoffvorrat: 390 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4×1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2×1)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2×4)
20 × Wasserbomben

Die HMS Brilliant (H84) war ein Zerstörer der B-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 9. Oktober 1930 als Teil der zweiten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei Swan Hunter in Wallsend, Tyne and Wear, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 21. Februar 1931.

Die HMS Brilliant wurde zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen der Home Fleet, sodann der Mittelmeerflotte zugeordnet. 1939 war das Schiff jedoch Teil der Reserveflotte, weil in der Zwischenzeit eine Vielzahl modernerer Zerstörer in Dienst gestellt worden war. Bei Kriegsbeginn wurde der Zerstörer reaktiviert. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln sowie Patrouillen in der Straße von Dover.

Ende Mai/Anfang Juni 1940 wurde HMS Brilliant gemeinsam mit vielen anderen Schiffen bei der Evakuierung der um Dünkirchen eingekesselten alliierten Truppen (Operation Dynamo) eingesetzt. In der ersten Phase der Luftschlacht um England, als sich die Angriffe hauptsächlich gegen diese Küstengeleite richteten, wurde der Zerstörer durch einen Bombenangriff beschädigt. Anlässlich der Reparatur wurde auch die U-Boot-Abwehr- und Flugabwehr-Bewaffnung zulasten der Hauptgeschütze und eines Torpedorohrsatzes verstärkt.

In den folgenden Monaten wurde HMS Brilliant zur Jagd auf deutsche und italienische Blockadebrecher im Südatlantik eingesetzt. Gemeinsam mit dem Schweren Kreuzer HMS London wurden dabei zwei Schiffe entdeckt, die bei Annäherung von der Besatzung selbst versenkt wurden.

Im Oktober 1942 nahm die HMS Brilliant im Atlantik den Großteil der Überlebenden des Truppentransporters Oronsay auf, der von einem italienischen U-Boot versenkt worden war. Im November 1942 nahm das Schiff an der alliierten Landung in Nordafrika (Operation Torch) teil. Dabei versenkt es die französische Sloop La Surprise. Der Zerstörer wurde dann bis zum Ende des Jahres 1943 in Gibraltar stationiert und mit Geleitaufgaben betraut.

Die HMS Brilliant wurde Anfang 1944 der 1. Zerstörerflottille zugewiesen, die in Portsmouth stationiert war. In den folgenden Monaten kam es mehrfach zu Gefechten mit deutschen Schnellbooten. Im Sommer 1944, nach der Landung in der Normandie, geleitete der Zerstörer dann Transporte über den Ärmelkanal. Bei einem dieser Geleite, bei dem auch HMS Anthony beteiligt war, sank der Truppentransporter Leopoldville mit erheblichen Verlusten an Menschenleben vor Cherbourg. Bei einer Kollision mit der kanadischen Korvette HMCS Lindsay wurde das Schiff im Januar 1945 beschädigt. Die Reparatur war bei Ende des Krieges in Europa noch nicht abgeschlossen.

Im Januar 1946 wurde HMS Brilliant zur Verschrottung verkauft.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]