HMS Electra (H27)

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Electra Royal Navy
HMS Electra auf See
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.405 ts Standard
1.940 ts Maximal
Länge: 100,28 m
Breite: 10,13 m
Tiefgang: 3,81 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
36.000 PS (26.460 kW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 6.350 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4×1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2×4)
8 × 21-Zoll-Torpedorohre (2×4)
60 Wasserbomben

HMS Electra (H27) war ein Zerstörer der E-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 15. Februar 1934 als zweites einer Klasse von acht Zerstörern bei Hawthorn Leslie in Hebburn, Newcastle upon Tyne, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 15. September 1934.

Zusammen mit ihren Schwesterschiffen bildete HMS Electra die 5. Zerstörerflottille, die der Home Fleet zugeordnet war. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Schiffe von den neu zulaufenden Zerstörern der K-Klasse ersetzt.

Beim Athenia-Zwischenfall rettete HMS Electra zusammen mit anderen Schiffen die Überlebenden des torpedierten Passagierdampfers. Im Jahr 1940 wurde der Zerstörer dann bei der Norwegen-Unternehmung (Unternehmen Weserübung) mehrfach zur Deckung von Schiffen der Home Fleet eingesetzt, im Juni jedoch bei einer Kollision mit HMS Antelope beschädigt.

Im Mai 1941 war das Schiff an der Suche nach dem deutschen Schlachtschiff Bismarck beteiligt (Unternehmen Rheinübung). Dabei nahm es die drei einzigen Überlebenden des versenkten Schlachtkreuzers HMS Hood an Bord.

Angesichts der drohenden Kriegsgefahr im Fernen Osten wurde HMS Electra im Oktober zusammen mit weiteren Schiffen, darunter dem Schlachtschiff HMS Prince of Wales, nach Singapur verlegt, wo die Schiffe Anfang Dezember ankamen. Sie bildeten dort die Force Z.

Bei der Versenkung der HMS Prince of Wales und des Schlachtkreuzers HMS Repulse durch japanische Flugzeuge am 10. Dezember 1941 vor Malaya gehörte der Zerstörer zum Verband, wurde aber nicht beschädigt. In der Folgezeit wurde er zunächst im Konvoi-Geleitdienst im Indischen Ozean eingesetzt, dann jedoch dem ABDACOM zugeordnet.

In der Schlacht in der Javasee am 27./28. Februar 1942 war das Schiff Teil des alliierten Verbandes, der eine Landung auf Java verhindern sollte. Als HMS Electra während der Schlacht zusammen mit anderen Zerstörern den Rückzug des beschädigten Schweren Kreuzer HMS Exeter durch einen Torpedoangriff deckte, wurde sie vom japanischen Leichten Kreuzer Jintsu und dem Zerstörer Asagumo, den sie selbst vorher beschädigt hatte, so schwer getroffen, dass das Schiff schnell brennend sank.

Am nächsten Morgen wurden 54 Überlebende von dem amerikanischen U-Boot S-38 gerettet.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0-85368-910-5

Weblinks[Bearbeiten]