HMS Escort (H66)

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Escort Royal Navy
HMS Escort ca. 1937
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.405 ts Standard
1.940 ts Maximal
Länge: 100,28 m
Breite: 10,13 m
Tiefgang: 3,81 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
36.000 PS (26.460 kW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 6.350 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4×1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2×4)
8 × 21-Zoll-Torpedorohre (2×4)
60 Wasserbomben

HMS Escort (H66) war ein Zerstörer der E-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 29. März 1934 als sechstes einer Klasse von acht Zerstörern bei Scotts in Greenock vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 30. August 1934.

Zusammen mit ihren Schwesterschiffen bildete HMS Escort die 5. Zerstörerflottille, die der Home Fleet zugeordnet war. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Schiffe von den neu zulaufenden Zerstörern der K-Klasse ersetzt.

Beim Athenia-Zwischenfall rettete HMS Escort zusammen mit anderen Schiffen die Überlebenden des torpedierten Passagierdampfers. Im Jahr 1940 wurde der Zerstörer dann zur Deckung von Konvois nach Norwegen verwendet. Dabei konnte am 25. Februar gemeinsam mit HMS Inglefield und HMS Imogen das deutsche U-Boot U 63 versenkt werden.

Bei der Norwegen-Unternehmung (Unternehmen Weserübung) im April wurde das Schiff mehrfach zur Deckung von Schlachtschiffen und Flugzeugträgern der Home Fleet eingesetzt. Zwei Monate später wies die Admiralität HMS Escort der neu gebildeten Force H zu, die in Gibraltar stationiert war.

Erste Aufgabe des neuen Verbandes war die Neutralisierung der französischen Marine in Mers-el-Kébir (Operation Catapult). Einige Tage später stieß die Force H erneut ins Mittelmeer vor, um die Italiener von einem Geleitzug abzulenken, der von Osten heranlief. Auf dem Rückmarsch von dieser Operation wurde HMS Escort von einem Torpedo des italienischen U-Boots Marconi in den Kesselraum getroffen. Das Schiff sank am 11. Juli 1940 östlich von Gibraltar nach einem erfolglosen Schleppversuch.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0-85368-910-5

Weblinks[Bearbeiten]