HMS Exeter (68)

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Naval Ensign of the United Kingdom.svg
HMS Exeter off Sumatra in 1942.jpg
Die HMS Exeter 1942 vor Sumatra
Bau und Dienstzeit
Bauwerft Devonport Dockyard
Schwesterschiff HMS York
Kiellegung 1. August 1928
Stapellauf 18. Juli 1929
Indienststellung 21. Juli 1931
Verbleib 1. März 1942 in der Sunda-Straße versenkt
Technische Daten
Wasserverdrängung Standard: 8.390 ts
Maximal: 11.000 ts
Länge über alles: 175,6 m
Breite 17,7 m
Tiefgang 6,43 m
Bewaffnung
Panzerung
  • Seiten: 51 mm
  • Gürtel: 76 mm
  • Deck: 51 mm
  • Türme: 38 – 51 mm
Antriebsanlage
  • 4 Dampfturbinen (Typ Parson) mit Einfachgetriebe
  • 8 Dampfkessel (3-Trommel-Typ)
  • 80.000 PS auf 4 Schrauben
Brennstoffvorrat 1930 t Heizöl
Geschwindigkeit 32,3 kn
Fahrbereich 10.000 sm bei 14 kn
Besatzung 628 Mann (Indienststellung)
705 Mann (1942)

Die HMS Exeter (68) war ein Schwerer Kreuzer der York-Klasse der Royal Navy.

Das Schiff, das 1931 in Dienst gestellt wurde, nahm im Dezember 1939 am Gefecht vor dem Río de la Plata gegen das deutsche Panzerschiff Admiral Graf Spee teil und wurde 1942 in der Sundastraße versenkt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gebaut wurde sie im Devonport Dockyard, Kiellegung war am 1. August 1928, Taufe am 18. Juli 1929, und Indienststellung am 27. Juli 1931.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Gefecht am Río de la Plata[Bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges gehörte die Exeter zusammen mit dem Schweren Kreuzer HMS Cumberland, einem Schiff der Kent-Klasse, zur Südamerika-Division (Force G). Während die Cumberland im Stützpunkt auf den Falklandinseln lag, kreuzte die Exeter zusammen mit den Leichten Kreuzern HMS Ajax und HMNZS Achilles vor dem Río de la Plata. Dort kam es am 13. Dezember 1939 zu einem Gefecht mit dem deutschen Panzerschiff Admiral Graf Spee. Die Exeter wurde von elf 28 cm-Granaten getroffen, 61 Tote und 23 Verletzte waren zu beklagen, davon die meisten aus den vorderen 20,3-cm-Geschütztürmen, die beide einen direkten Treffer (28 cm) erhielten, und der Brücke, die beim Treffer auf Turm "B" verwüstet wurde. Der relativ geringe Schaden war darauf zurückzuführen, dass die Graf Spee nach Aussage des 1. Artillerieoffiziers Sprenggranaten mit Bodenzünder verschoss, die nach Beobachtung des 1. AO beim Aufprall auf die leichte Panzerung detonierten, ohne sie zu durchschlagen. Da die gesamte vordere schwere Artillerie sowie der gesamte Feuerleitstand ausfielen und die Geschwindigkeit auf 18 Knoten fiel, zog sich das Schiff aus dem Gefecht zurück und wurde vom deutschen Panzerschiff nicht weiter verfolgt.

Nach Notreparaturen auf den Falklandinseln wurde das Schiff von Februar 1940 bis März 1941 in Devonport repariert.

Einsatz in Südostasien[Bearbeiten]

Bis Ende 1941 war die Exeter dann im Konvoidienst im Atlantik eingesetzt, bis sie in den Fernen Osten entsandt wurde. Hier war sie Teil des alliierten Verbandes, der Niederländisch-Indien und die britischen Besitzungen gegen die Japaner verteidigen sollte.

Schlacht in der Javasee[Bearbeiten]
Die HMS Exeter unter Beschuss während der Schlacht in der Javasee

Am 27. Februar 1942 beschädigten die japanischen Kreuzer Nachi, Haguro, Ashigara und Myōkō das Schiff in der Schlacht in der Javasee durch einen schweren Treffer im Maschinenraum. Das Schiff konnte zunächst nach Soerabaja entkommen.

Versenkung[Bearbeiten]

Beschädigt versuchte die Exeter durch die Sundastraße das Kampfgebiet zu verlassen. Sie wurde aber am 1. März 1942 von den japanischen Schweren Kreuzern Nachi und Haguro sowie vier Zerstörern gestellt und nördlich von Bawean in einem drei Stunden dauernden Gefecht versenkt. Die begleitenden Zerstörer HMS Encounter und USS Pope wurden ebenfalls versenkt. Von 705 Besatzungsangehörigen der Exeter kamen 54 ums Leben, 651 Mann wurden von den Japanern gerettet[1], wobei allerdings von diesen später noch einmal 29 in der Gefangenschaft verstarben.

Das Wrack heute[Bearbeiten]

Das Wrack der Exeter wurde im Februar 2007 in 60 Metern Tiefe etwa 90 Kilometer nördlich von Bawean entdeckt. Die Position befindet sich etwa 60 Seemeilen von der Position entfernt, die der Kommandant des Schiffes als Untergangsort angegeben hatte[2].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HMS Exeter (68) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-06CA-Exeter.htm
  2. telegraph.co.uk, Stand: 29. Mai 2008