HMS Gallant (H59)

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Gallant Royal Navy
HMS Gallant (H59) IWM FL 22249.jpg
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.350 ts Standard
1.854 ts maximal
Länge: 98,45 m
Breite: 10,05 m
Tiefgang: 3,78 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
34.000 PS (24.990 KW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5.530 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4*1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2*4)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2*4)
45 Wasserbomben

HMS Gallant (H59) war ein Zerstörer der G-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 29. September 1935 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei Stephens, Linthouse, Govan, Schottland, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 25. Februar 1936.

Der Zerstörer wurde zunächst gemeinsam mit der Mehrzahl seiner Schwesterschiffe in der 1. Zerstörerflottille in den Gewässern rund um die Britischen Inseln eingesetzt. Zu seinen Aufgaben nach Kriegsbeginn gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln.

An den Einsätzen während des Feldzuges in Norwegen im Zusammenhang mit der Landung deutscher Truppen dort (Unternehmen Weserübung) nahm das Schiff wegen eines Werftaufenthalt nicht teil. Ende Mai/Anfang Juni 1940 wurde HMS Gallant gemeinsam mit vielen anderen Schiffen bei der Evakuierung der um Dünkirchen eingekesselten alliierten Truppen (Operation Dynamo) eingesetzt. Am 29. Mai 1940 wurde das Schiff von deutschen Bombern durch Nahtreffer beschädigt.

Ab Juli 1940 war der Zerstörer als Teil der 8. Zerstörerflottille der Force H in Gibraltar zugeordnet. Er eskortierte mehrmals Flugzeugträger, die Flugzeuge nach Malta ausflogen. Bei einer ausgedehnten U-Boot-Jagd, die aufgrund erbeuteter italienischer Geheimunterlagen möglich wurde, gelang es HMS Gallant am 20. Oktober 1940 zusammen mit HMS Griffin und HMS Hotspur, das italienische U-Boot Lafolè östlich von Gibraltar zu versenken.

Bei der Seeschlacht bei Kap Teulada deckte HMS Gallant Kreuzer und Schlachtschiffe der Royal Navy. Anfang 1941 nahm der Zerstörer als Eskorte an einem der Malta-Geleitzüge teil. Dabei lief er am 10. Januar 1941 südwestlich von Pantelleria auf eine Mine. Weil das Schiff manövrierunfähig war, musste es von HMS Mohawk nach Malta geschleppt werden.

Dort wurde HMS Gallant wegen der schweren Schäden auf Strand gesetzt. Bei Luftangriffen erlitt das Schiff wenige Tage später und dann nochmals im April 1942 so schwere weitere Schäden, dass es als nicht mehr reparaturwürdig eingestuft wurde. Im September 1943 wurde HMS Gallant als Blockschiff dann versenkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]