HMS Grenade (H86)

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Grenade Royal Navy
HMS Grenade (H86) IWM FL 13589.jpg
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1350 ts Standard
1854 ts maximal
Länge: 98,45 m
Breite: 10,05 m
Tiefgang: 3,78 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Turbinen mit Einfachgetriebe
34.000 PS (24.990 KW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5530 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4×1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2×4)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2×4)
45 Wasserbomben

HMS Grenade (H86) war ein Zerstörer der G-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 12. November 1935 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern auf der Werft Alexander Stephen and Sons in Linthouse (Schottland), vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 28. März 1936.

Der Zerstörer wurde zunächst gemeinsam mit der Mehrzahl seiner Schwesterschiffe in der 1. Zerstörerflottille in den Gewässern rund um die britischen Inseln eingesetzt. Zu seinen Aufgaben nach Kriegsbeginn gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln.

HMS Grenade nahm im April/Mai 1940 an den Einsätzen während des Feldzuges in Norwegen im Zusammenhang mit der Landung deutscher Truppen dort (Unternehmen Weserübung) teil.

Ende Mai/Anfang Juni 1940 wurde HMS Grenade gemeinsam mit vielen anderen Schiffen bei der Evakuierung der um Dünkirchen eingekesselten alliierten Truppen (Operation Dynamo) eingesetzt. Am 29. Mai 1940 lag das Schiff in Dünkirchen, um Truppen an Bord zu nehmen, als es von deutschen Ju-87-Sturzkampfbombern angegriffen und getroffen wurde. Nach mehreren Bombentreffern, von denen einer durch einen der beiden Schornsteine ging, wurde der Zerstörer in den Hafen hinaus geschleppt, damit die Evakuierungen nicht weiter behindert werden würden. Dort sank HMS Grenade nach mehreren internen Explosionen.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]