HMS Hermes (95)

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HMS Hermes im Jahr 1931
HMS Hermes im Jahr 1931
Geschichte Flagge
Typ Flugzeugträger
Bauwerft

Armstrong Whitworth, High Walker/Tyne

Kiellegung 15. Januar 1918
Stapellauf 11. September 1919
Indienststellung Juli 1923
Verbleib am 9. April 1942 vor Ceylon versenkt
Technische Daten
Verdrängung

10.850 ts leer
12.950 ts beladen

Länge

182 m

Breite

21,40 m

Tiefgang

6,90 m

Besatzung

660 (ohne Flugpersonal)

Antrieb

2 Dampfturbinen
40.000 PS

Geschwindigkeit

25 Knoten

Reichweite

6000 Seemeilen bei 18 Knoten

Bewaffnung

6 x 140-mm-Geschütze
3 x 102-mm-Flak

Panzerung

Gürtel: 2-3 in (51-76 mm)
Hangardeck: 1 in (25 mm)
Geschützschilde: 1 in (25 mm)

Anzahl Flugzeuge

20 max.

HMS Hermes (95) war ein Flugzeugträger der Royal Navy und das erste als solches entworfene und gebaute Schiff dieses Typs. Ihr Bau wurde 1918, noch während des Ersten Weltkriegs, begonnen und 1919 fertiggestellt. Sie wurde 1942 während der japanischen Attacke im Indischen Ozean versenkt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff wurde im Januar 1918 bei Armstrong Whitworth in High Walker, Newcastle upon Tyne auf Kiel gelegt und lief am 11. September 1919 vom Stapel, noch vor der Kiellegung des ersten japanischen reinen Flugzeugträgers Hōshō. Ihr Rumpf wurde, wie der der Hōshō, von einem Kreuzerdesign abgeleitet. In den Entwurf flossen Erfahrungen mit den beiden vorherigen britischen Flugzeugträgern Furious und Argus ein. Dies betraf insbesondere die Verlegung der Aufbauten auf die Steuerbordseite des Schiffes („Insel“), wodurch ein Flugdeck in voller Schiffslänge entstand.

Die Hermes wurde 1923 bei der Royal Navy in Dienst gestellt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bildete sie neben den umgebauten Kreuzern Furious, Courageous, Glorious, dem umgebauten Passagierschiff Argus und dem umgebauten Schlachtschiff Eagle sowie der in den 1930ern gebauten Ark Royal die Trägerflotte der Royal Navy. (Die Flottenträger der Illustrious-Klasse wurden erst 1940 in Dienst gestellt, der erste Begleitträger Audacity 1941.)

Die Hermes sinkt

Zu Beginn des Krieges diente sie bei der Home Fleet und ab Oktober 1939 im Südatlantik. Am 8. Juli 1940 nahm sie am Angriff auf die Flotte Vichy-Frankreichs in Dakar teil, dabei torpedierten zwei ihrer Swordfish-Torpedoflugzeuge das Schlachtschiff Richelieu. Nach der Beschädigung bei einer Kollision mit dem Hilfskreuzer Corfu vor Freetown im Juli 1940 wurde sie in Südafrika repariert und patrouillierte danach im Indischen Ozean, dem Roten Meer und dem Persischen Golf. Sie nahm dabei unter anderem an der erfolglosen Suche nach dem deutschen Panzerschiff Admiral Scheer teil. Während des japanischen Angriffs auf Ceylon im April 1942 lag sie zu Reparaturen ohne ihre Flugzeuge im Hafen von Trincomalee. Vor dem ersten japanischen Luftangriff auf Trincomalee am Morgen des 9. April konnte sie rechtzeitig auslaufen, wurde aber gegen 11:00 Uhr von einer zweiten Angriffswelle aus 70 Flugzeugen bei Batticaloa entdeckt und zusammen mit dem Zerstörer Vampire, der Korvette Hollyhock und zwei Tankern versenkt. Dabei kamen 307 Mann der Besatzung ums Leben. Die 590 Überlebenden wurden von dem Hospitalschiff Vita aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HMS Hermes (95) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien