HMS Intrepid (D10)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Intrepid Royal Navy
HMS Intrepid auf See
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.370 ts Standard
1.888 ts Maximal
Länge: 98,45 m
Breite: 10,05 m
Tiefgang: 3,78 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
34.000 PS (24.990 KW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5.530 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 x 4,7 inch Schiffsgeschütze (4*1)
8 x 0,5 inch Flugabwehr-MGs (2*4)
10 x 21 inch Torpedorohre (2*5)
60 Wasserbomben 60 Seeminen

HMS Intrepid (D10) war ein Zerstörer der I-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 13. Dezember 1936 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei J. Samuel White in Cowes, Isle of Wight, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 29. Juli 1937. Es gehörte zu der Hälfte der Schiffe, die als Minenleger ausgerüstet werden konnten, zwei Geschütze und die Torpedorohre mussten dann allerdings als Gewichtsausgleich für die Minenzuladung von Bord gegeben werden.

Der Zerstörer wurde zunächst gemeinsam mit der Mehrzahl seiner Schwesterschiffe im Mittelmeer eingesetzt. Nach Kriegsbeginn wurde die Flottille in die Gewässer um die Britischen Inseln zurückbefohlen. Bei einem zwischenzeitlichen Geleiteinsatz gelang es am 14. Oktober 1939, gemeinsam mit HMS Inglefield und HMS Ivanhoe südwestlich von Irland das deutsche U-Boot U 45 zu versenken.

Der Zerstörer wurde dann der 20. (Minenleger)-Zerstörerflottille zugewiesen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges legte diese Flottille defensive Minenfelder vor der britischen Küste und offensive Minenfelder in der Deutschen Bucht.

Ende Mai evakuierte der Zerstörer gemeinsam mit vielen anderen Schiffen die um Dünkirchen eingekesselten alliierten Truppen (Operation Dynamo). Dabei wurde er am 29. Mai 1940 auf der Fahrt von Dover nach Dünkirchen durch Bomben deutscher Stukas beschädigt.

Nach Durchführung der Reparaturen war die Intrepid an der Suche nach der Bismarck beteiligt. Danach diente der Zerstörer bis ins Frühjahr 1942 als Eskorte von Nordmeergeleitzügen, unter anderen beim Geleitzug PQ 3 und QP 3 durch die die Sowjetunion mit Kriegsmaterial beliefert wurde. Im Sommer, als die Arktis-Konvois wegen der kurzen Nächte ausgesetzt wurden, wurde das Schiff im Mittelmeer eingesetzt. Dabei kam es insbesondere bei der Operation Pedestal, einem Malta-Geleit, zum Einsatz.

Von Herbst 1942 bis Frühjahr 1943 folgten wiederum Arktis-Konvois, wie dem PQ 16, PQ 18, QP 13, QP 15 und JW 53 die von deutschen U-Booten, Überwasserstreitkräften und Flugzeugen angegriffen wurden. Ab Mitte des Jahres 1943 war das Schiff aber wieder im Mittelmeer zu finden. Sowohl bei der Operation Husky, der alliierten Landung auf Sizilien, als auch bei der Operation Avalanche (Landung bei Salerno) diente es als Deckung schwerer Verbände.

In der Folgezeit lag der Einsatzschwerpunkt von HMS Intrepid in der Ägäis und insbesondere im Dodekanes. Bei der Rückeroberung der Inseln durch deutsche Truppen erlitt HMS Intrepid am 27. September 1943 im Hafen von Leros so schwere Schäden durch Ju 88-Bomber, dass das Schiff aufgegeben werden musste.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0-85368-910-5

Weblinks[Bearbeiten]