HMS Janus (F53)

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Dieser Artikel behandelt den Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg, für weitere Schiffe mit diesem Namen siehe HMS Janus
Janus Royal Navy
HMS Janus (F53) IWM FL 003695.jpg
HMS Janus bei Seetests, August 1939
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1690 ts Standard
1773 ts maximal
Länge: 108,6 m,
106 m (CWL),
103,4 m (zwischen den Loten)
Breite: 10,8 m
Tiefgang: 2,7 m
Antrieb:
  • 2 Admirality-3-Trommel-Kessel
  • 2 Parsons-Dampfturbinen
    mit Untersetzungsgetriebe
  • 40.000 PSw (29,4 MW)
Treibstoffvorrat: 484 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5500 sm bei 15 kn
Besatzung: 183
Bewaffnung:

HMS Janus (F53) war ein britischer Zerstörer der J-Klasse. Er wurde am 29. September 1937 bei Swan Hunter & Wigham Richardson in Wallsend-on-Tyne auf Kiel gelegt, am 10. November 1938 vom Stapel gelassen und am 5. August 1939 in Dienst gestellt. Nach der Indienststellung wurde sie der 7. Zerstörerflottille der Home Fleet zugeteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Von September 1939 bis Mai 1940 patrouillierte sie in der Nordsee, begleitete Konvois und größere Einheiten und machte Jagd auf feindliche Minenleger. Am April 1940 nahm sie an Einsätzen in Norwegen teil.

Am 17. Mai lief die Janus von Plymouth ins Mittelmeer aus, um sich der 14. Zerstörerflottille in Alexandria anzuschließen. Im Juni nahm sie an Beschießungen von Tobruk und Bardia teil und beteiligte sich an der Suche nach feindlichen U-Booten, die am 12. Juni den leichten Kreuzer HMS Calypso südlich von Kreta versenkt hatten.

Am 9. Juli 1940 war die Janus an der Seeschlacht bei Punta Stilo beteiligt. Ende März 1941 war sie vor der Küste des Peloponnes in die Schlacht bei Kap Matapan verwickelt. Am 23. Januar 1944 wurde sie von einer Fritz-X-Lenkbombe getroffen, die von einem deutschen He-111-Torpedobomber gestartet worden war und sank vor dem Brückenkopf der Operation Shingle bei Anzio südlich von Rom auf der Position 41° 26′ N, 12° 38′ O41.43333333333312.633333333333. Nur 80 Besatzungsmitglieder überlebten. Nach anderen Quellen wurde sie durch eine Henschel-Gleitbombe oder einen konventionellen Torpedo versenkt.[1]

Technische Beschreibung[Bearbeiten]

Die Bewaffnung bestand aus sechs 12-cm-Kanonen in Doppellafetten Mk XII zum Einsatz gegen See- und Luftziele (zwei Türme vor der Brücke, der hintere in überhöhter Position; eine Lafette auf einer Plattform hinten). Als Flakbewaffnung besaß der Zerstörer ein 2-Pfünder-Vierlingsgeschütz Mk VIII auf einer Plattform hinter dem Schornstein, sowie acht 0,5-inch-(12,7-mm)-Fla-MGs. Zehn Torpedorohre in zwei Sätzen von je fünf Rohren komplettierten die Bewaffnung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RL 10/493: Tätigkeitsbericht über Einsatzperiode das K.G. 100 mit F.K. in der Zeit von 12.7.43 - 30.4.44. [Activity Report of Missions of KG 100 with Guided Weapons in the Period from 12.07.43 to 30.04.44.]

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, 1995, ISBN 3-613-01426-2 (engl. Original: Destroyers of World War Two. Arms & Armours Press, London), S. 114–118 (N-Klasse), 219, 215.

Weblinks[Bearbeiten]