HMS Jersey (F72)

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Dieser Artikel behandelt den Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg, für weitere Schiffe mit diesem Namen siehe HMS Jersey
HMS Jersey
Jersey Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1690 ts Standard
1773 ts maximal
Länge: 108,6 m,
106 m (CWL),
103,4 m (zwischen den Loten)
Breite: 10,8 m
Tiefgang: 2,7 m
Antrieb:
  • 2 Admirality-3-Trommel-Kessel
  • 2 Parsons-Dampfturbinen
    mit Untersetzungsgetriebe
  • 40.000 PSw (29,4 MW)
Treibstoffvorrat: 484 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5500 sm bei 15 kn
Besatzung: 183
Bewaffnung:

HMS Jersey (F72) war ein britischer Zerstörer der J-Klasse. Er wurde am 20. September 1937 bei J. Samuel White in Cowes auf der Isle of Wight auf Kiel gelegt, am 26. September 1938 vom Stapel gelassen und am 28. April 1939 in Dienst gestellt. Nach der Indienststellung wurde sie der 7. Zerstörerflottille der Home Fleet zugeteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Indienststellung versah sie Patrouillen- und Begleitdienste im Ärmelkanal und entlang der britischen Ostküste.

Am 22. September 1939 kollidierte die Jersey während einer Patrouillenfahrt in der Nordsee mit ihrem Schwesterschiff HMS Javelin und musste den Einsatz abbrechen und zur Reparatur nach Leith zurückkehren. Nach Abschluss der Reparaturen nahm sie am 16. Oktober ihren Dienst bei der Home Fleet wieder auf.

Am 7. Dezember 1939 stießen die Jersey und HMS Juno auf die deutschen Zerstörer Z 10 Hans Lody und Z 12 Erich Giese, die in der vorhergehenden Nacht eine Minenlegeaktion vor der Bucht von Cromer an der englischen Ostküste durchgeführt hatten. Die deutschen Schiffe griffen die Briten mit Torpedos an und Z 12 Erich Giese erzielte einen Treffer auf der Jersey, der Feuer und schwere Schäden verursachte. Es gelang der Juno ihr Schwesterschiff in Schlepp zu nehmen, so dass es später repariert werden konnte. Die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 23. September 1940. Am 10. Oktober löste die Jersey beim Verlassen des Humber eine Mine aus und erlitt Schäden, die ihre Ankunft in Plymouth bis zum 13. Oktober verzögerten,

Am 2. Mai 1941 lief sie vor dem Grand Harbour auf Malta auf eine Mine und sank auf der Position 35° 54′ N, 14° 30′ O35.914.5.

Technische Beschreibung[Bearbeiten]

Die Bewaffnung bestand aus sechs 12-cm-Kanonen in Doppellafetten Mk XII zum Einsatz gegen See- und Luftziele (zwei Türme vor der Brücke, der hintere in überhöhter Position; eine Lafette auf einer Plattform hinten). Als Flakbewaffnung besaß der Zerstörer ein 2-Pfünder-Vierlingsgeschütz Mk VIII auf einer Plattform hinter dem Schornstein, sowie acht 0,5-inch-(12,7-mm)-Fla-MGs. Zehn Torpedorohre in zwei Sätzen von je fünf Rohren komplettierten die Bewaffnung.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, 1995, ISBN 3-613-01426-2 (engl. Original: Destroyers of World War Two. Arms & Armours Press, London), S. 114–118 (N-Klasse), 219, 215.

Weblinks[Bearbeiten]