HMS Taciturn (P334)

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HMS Taciturn (P334)
Royal Navy Royal Australian Navy (Königlich Australische Marine)
HMS Taciturn am 1. November 1946
Allgemeine Daten
Marinen:

Royal Navy
Australische Marine[1]

Bauwerft: Vickers-Armstrong (Barrow)[2]
Kiellegung: 9. März 1943
Stapellauf: 7. Juni 1944[3]
Indienststellung: 8. Oktober 1944
Verbleib: 1971 verschrottet.
Technische Daten
Besatzung:

63 Mann

Verdrängung:
  • aufgetaucht: 1327 ts
  • getaucht: 1571 ts
Länge:

83,30 m

Breite:

8,11 m

Tiefgang:

4,80 m

Antrieb :

Dieselmotoren: 2500 PS (1864 KW)
Elektromotoren: 1450 PS (1081 KW)

Geschwindigkeit:

aufgetaucht: 15,75 kn (29 Km/h)

Fahrbereich :
  • 11000 NM (20370 km) bei 10 kn (aufgetaucht)
  • 80 NM (148 km) bei 4 kn (getaucht)
Tauchtiefe:

90 m

Bewaffnung:

HMS Taciturn (P334)[A 1] war ein U-Boot der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg und danach. Das U-Boot wurde in den 1960ern von der Royal Australian Navy eingesetzt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die HMS Taciturn wurde am 9. März 1943 bei Vickers-Armstrong[2] auf Kiel gelegt. Der Stapellauf fand am 7. Juni 1944 statt[3], die Indienststellung folgte am 8. Oktober 1944. Das U-Boot gehörte zu den Einheiten der T-Klasse, deren Druckkörper vernietet war. HMS Taciturn wurde im letzten Kriegsjahr unter dem Kommando von Lt.Cdr. Edward Talbot Stanley[4] auf dem asiatischen Kriegsschauplatz eingesetzt.

Im Juni 1945 versenkte das U-Boot nördlich von Surabaya ein Segelschiff, den japanischen Hilfs-U-Jäger Cha 105 (130 ts) und einen als FLAK-Insel genutzten Hulk. Bei dem Schwimmkörper handelte es sich um das gehobene Wrack des niederländischen U-Bootes K-XVIII. Am 1. August 1945 beschoss die Taciturn Landziele auf Bali und versenkte zwei weitere Segelschiffe.

1950-1951 wurde die HMS Taciturn als erstes Boot ihrer Klasse entsprechend dem Super T-Konzept modernisiert. Der Bootskörper wurde stromlinienförmiger gestaltet, die Akkumulatoren vergrößert und ein Schnorchel eingebaut.

Während einer Übung kollidierte die Taciturn am 20. September 1957 vor Brighton mit einem Handelsschiff, erlitt dabei aber keine signifikanten Schäden. Zwischen 1962 und 1966 diente das U-Boot in der Australischen Marine und wurde 1964 in den Cockatoo Island Dockyards in Sydney überholt.

HMS Taciturn wurde im August 1971 in Briton Ferry (Wales) abgewrackt.

Kommandanten[Bearbeiten]

  • ...
  • Lt.Cdr. Edward Talbot Stanley (1. November 1944 - 28. Februar 1946)[4]
  • ...

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taciturn-Klasse – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Erminio Bagnasco: Uboote im 2. Weltkrieg. 5. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01252-9.
  • Robert Hutchinson: KAMPF UNTER WASSER - Unterseeboote von 1776 bis heute. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02585-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Das uboat.net und Hutchinson erwähnen den Einsatz in Australien nicht. Die Angaben stammen aus den National Archives of Australia.
  2. a b Das uboat.net gibt als zusätzliche Bauwerft Bellis & Morcom in Ladywood (Birmingham, England) an. Bagnasco und Hutchinson erwähnen die Werft nicht.
  3. a b Die Angaben zu Stapelläufen stammen aus dem U-Boat.net.
  4. a b Edward Talbot Stanley im uboat.net (engl.)

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. HMS ist die Abkürzung für His/Her Majesty’s Ship und der Namenspräfix britischer Schiffe. HMS bedeutet Seiner/Ihrer Majestät Schiff. Taciturn bedeutet schweigsam oder wortkarg.