HP/De Tijd

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HP/De Tijd ist ein niederländisches Magazin. Es war ein Wochenblatt, seit Mai 2012 erscheint es monatlich, Redaktionssitz ist Amsterdam. HP/De Tijd wird seit 1995[1] von dem Medienkonzern Audax herausgegeben. Die verkaufte Auflage betrug im ersten Quartal 2008 30.273 Exemplare.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitschrift entstand 1990 aus einer Fusion von De Tijd (seit 1845) und Haagse Post (seit 1914), die beide während der letzten zehn Jahre ihrer Eigenständigkeit mit einem stetigen Auflagenverlust zu kämpfen hatten.[3] Auch nach der Fusion war die neu angesetzte Auflage nicht zu halten.[3] Seit dem Jahrtausendwechsel hat das Blatt jedoch im Gegensatz zu den (über)regionalen Tageszeitungen, die überwiegend erhebliche Auflagenverluste hinnehmen mussten, keinen weiteren Bedeutungsverlust erfahren,[2] muss jedoch mit den drei anderen politischen Magazinen Elsevier, De Groene Amsterdammer und Vrij Nederland konkurrieren.

Inhalt[Bearbeiten]

HP/De Tijd befasst sich überwiegend mit Politik und Kultur. Neben der Behandlung aktueller Themen in Form einer Wochenübersicht finden sich Interviews, Porträts, Essays, Kommentare, Reportagen und Karikaturen im Heft. Der Schwerpunkt liegt dabei stark auf dem Inland, auch wenn die Zeitschrift eine eigene Seite Buitenlandse zaken („Ausländisches“) enthält, auf der auf ein einzelnes spezielles Thema eingegangen wird, und in ihrer Wochenübersicht einige Geschehnisse im Ausland kurz in einigen Sätzen wiedergibt. Des Weiteren gibt es kurze Besprechungen von Büchern, CDs und DVDs. eine spezielle Rubrik für Essen & Trinken und ein Kreuzworträtsel.

Es besteht eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, von dem längere Reportagen übernommen werden, deren Aufwand für eine kleine Zeitschrift wie HP/De Tijd kaum zu tragen wäre (so hat sie beispielsweise keine Auslandskorrespondenten, auch besteht die Redaktion nur aus einem Bruchteil der Zahl des Spiegels).

Ausrichtung[Bearbeiten]

Die Beurteilung der politischen Ausrichtung von HP/De Tijd fällt unterschiedlich aus, sie wurde von verschiedenen Kolumnisten anderer Zeitungen und Zeitschriften in den letzten Jahren als rechts (Jan Blokker, nrc.next)[4] oder zumindest außerhalb eines als links beschriebenen Mainstreams innerhalb der niederländischen Medienlandschaft (Paul Lieben, Elsevier) liegend[5] beschrieben.

Internet[Bearbeiten]

Mit der 2004 erfolgten Einführung des Onlineauftritts war HP/De Tijd als letztes politisches Wochenmagazin der Niederlande am Start. Der Internetauftritt beschränkt sich ausschließlich auf Artikel. Auf Newsletter, RSS-Feeds, Podcasts oder multimediale Inhalte wird verzichtet.

Bekannte ehemalige oder derzeitige Redakteure/Mitarbeiter[Bearbeiten]

Bisherige Chefredakteure[Bearbeiten]

Ad 's-Gravesande 1990-1991
Gerard Driehuis 1991-1995
Bert Vuijsje 1996-2000
Henk Steenhuis 2000-2008
Jan Dijkgraaf 2009-2010
Frank Poorthuis 2011-2012
Daan Dijksman, Boudewijn Geels 2013-

Auflagenentwicklung[Bearbeiten]

Bezahlte Auflage seit der Ermittlung durch das "Oplage Instituut"
Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Auflage 33.693 30.829 31.014 34.181 39.474 33.983 32.795 31.009 30.914 29.686 25.391

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jan van der Plasse: Kroniek van de Niederlandse dagblad- en opiniepers, S. 279 (niederländisch)
  2. a b Het Online Instituut (niederl./teilweise engl.)
  3. a b Auflagenzahlen nach politiekcompendium.nl (niederländisch)
  4. nrc.nl: „Tussen het hockeyveld en driehoogachter in Rotterdam“ von Jan Blokker, 21. November 2007 (niederländisch)
  5. elsevier.nl: „Ook rechtse opinies op tv, alstublieft!“ von Paul Lieben, 28. April 2007 (niederländisch)
  6. trouw.nl: „Een vracht gegevens, maar van niks voldoende“, 30. April 1994 (niederländisch)
  7. parlement.com: Porträt von Guikje Roethof (niederländisch)

Weblinks[Bearbeiten]