HSBC Private Bank (Suisse)

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  HSBC Private Bank (Suisse) SA
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Staat Schweiz
Sitz Genf
Rechtsform Aktiengesellschaft
BC-Nummer 8689[1]
BIC BLICCHGGXXX[1]
Gründung 1988
Website www.hsbcprivatebank.com/offices/switzerland.html
Geschäftsdaten Vorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Bilanzsumme 67,3 Mrd. CHF (2007)
Mitarbeiter 2’469 (31. Dezember 2007)
Leitung

Unternehmensleitung

Franco Morra
(CEO)
Peter Widmer
(VR-Präsident)

Die HSBC Private Bank (Suisse) SA ist eine auf die Vermögensverwaltung spezialisierte Schweizer Bank mit Sitz in Genf. Sie ist eine Tochtergesellschaft der britischen HSBC und entstand 2001 durch die Reorganisation der Schweizer Private Banking Aktivitäten der HSBC.

Eckdaten[Bearbeiten]

HSBC Private Bank (Suisse) SA ist hauptsächlich in der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Investoren tätig sowie im Kreditgeschäft. Mit einer Bilanzsumme von 67,3 Milliarden Schweizer Franken ist sie die grösste ausländisch beherrschte und insgesamt die fünftgrösste Bank der Schweiz. Die verwalteten Vermögen belaufen sich auf 186 Milliarden Franken, womit sich HSBC Private Bank (Suisse) SA als Nummer 6 im Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft positioniert. Das Unternehmen beschäftigt 2'469 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Reingewinn von 665 Millionen Franken. Die Bank ist, neben dem Hauptsitz in Genf, in Zürich, Lugano, Guernsey, Hongkong, Singapur, Nassau (Bahamas) und neu seit 2010 auch in Gstaad vertreten.

Auf den 31. März 2009 wurde die ebenfalls zur HSBC-Gruppe gehörende, aber bislang eigenständig geführte HSBC Guyerzeller Bank in die HSBC Private Bank (Suisse) integriert.

Kritik[Bearbeiten]

Die französische Justiz wirft der HSBC Private Bank systematischen Steuerbetrug zugunsten rund 3.000 französischer Kunden vor. Dadurch seien dem französischen Staat mehr als vier Milliarden Euro an Steuereinnahmen entgangen, so Christian Eckert, Leiter des Finanzausschusses der französischen Nationalversammlung. Der Bank wird vorgeworfen, mittels eines weltweiten Netzes von Scheinfirmen Vermögen und Kapitalerträge französischer und belgischer Kunden verschleiert und Geldwäsche betrieben zu haben.[2]

Die Affäre kam ins Rollen, als 2009 der Angestellte Hervé Falciani eine Liste mit Namen französischer Kunden an die französische Justiz übergab. 2013 eröffnete die französische Justiz anhand dieser Daten ein Verfahren gegen die Bank wegen „Steuerbetrugs, Geldwäsche in Gestalt einer organisierten Bande und unlauterer Bankgeschäfte“.[3] Christian Eckert bestätigte 2013 die Echtheit der Liste von Hervé Falciani.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag im Bankenstamm der Swiss Interbank Clearing
  2. a b Gérard Davet, Fabrice Lhomme: Fraude fiscale : HSBC dans le viseur des juges. Le Monde, 11. Juni 2014, S. 6
  3. « fraude fiscale, blanchiment en bande organisée et démarchage bancaire illicite » – Zitat laut Le Monde

46.2045236.146942Koordinaten: 46° 12′ 16″ N, 6° 8′ 49″ O; CH1903: 500305 / 117830