Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt St. Pölten

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HTBLuVA St. Pölten
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Schulform Höhere Technische Lehranstalt
Gründung 1946
Ort St. Pölten
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 48° 12′ 25,9″ N, 15° 37′ 4,8″ O48.207215.618Koordinaten: 48° 12′ 25,9″ N, 15° 37′ 4,8″ O
Träger Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Schüler etwa 2.000
Lehrkräfte etwa 200
Leitung Johann Wiedlack
Website cms.htlstp.ac.at
Der Haupteingang der HTBLuVA St. Pölten, am rechten Bildrand der Turntrakt

Die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt St. Pölten (abgekürzt HTBLuVA St. Pölten, oft auch nur HTL St. Pölten) im niederösterreichischen St. Pölten ist mit 1.800 Schülern eine der größten Höheren Technischen Lehranstalten Österreichs. Neben fünf höheren Abteilungen werden drei Fachschulen und zwei Abendschulen angeboten.

Die 1946 gegründete Schule war an diversen Standorten im St. Pöltner Stadtgebiet untergebracht, bevor sie 1974 an den jetzigen Standort an der Kreuzung zwischen Waldstraße und Schießstattring übersiedelte, seit 1992 besteht zudem eine Expositur in der Linzerstraße. Seit 2007 ist eine Erweiterung der Schule in Planung. Mitte 2011 wurde der Umbau in Tat umgesetzt, 2015 soll der Umbau zu Ende sein und somit die HAK und die HTL denselben Eingang und untereinander einen Verbindungstrakt haben.

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle des heutigen Bundesschulzentrums St. Pölten mit HTL und HAK stand die 1945 zerstörte Militärunterrealschule St. Pölten.[1] Das auch Schulkaserne genannte Gebäude wurde 1856 erbaut, der bekannteste Schüler war wohl Rainer Maria Rilke.[2] Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude möglicherweise als Kadettenschule genutzt, zum Schutz der Schulangehörigen wurde in dem hinter dem Gebäude liegenden Eisberg ein Luftschutzkeller gegraben, der noch heute vorhanden ist.[3]

Gründungszeit: 1946 bis 1959[Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit von der HTL St. Pölten genutzte Standorte
Lageplan des Bundesschulzentrums

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg benötigten die zahlreichen Industriebetriebe in und um die Stadt eine technische Bildungseinrichtung, diese wurde im Herbst 1946 als Staatsgewerbeschule St. Pölten gegründet. Die Stadt St. Pölten unterstützte die Schule damals nicht nur mit Einrichtung, sie mietete auch die ersten Räumlichkeiten der Schule in einem ausgedienten Nebengebäude der Glanzstoff-Fabrik an. Im ersten Jahrgang wurden 72 Schüler von acht Lehrern unterrichtet, je eine Klasse im maschinenbaulichen und elektrotechnischen Zweig. Um den weiter entfernt wohnenden Schülern einen Besuch zu ermöglichen, wurde 1948 in der Josefstraße ein Internat eröffnet. In diesem Jahr besuchten 145 Schüler in sieben Klassen die beiden Abteilungen, davon wohnten 44 im Internat. 1951 traten die ersten 47 Schüler zur Matura an, insgesamt besuchten 181 die Bildungsanstalt.

Durch die steigenden Schülerzahlen kam es zu immer größeren Platzproblemen. Bereits in den frühen 1950er-Jahren begann man mit einzelnen Klassen in eine Baracke bei der Daniel-Gran-Volksschule auszuweichen, 1956 war bereits der Theorieunterricht von 14 der 16 Klassen in den zusätzlich in der Volksschule gemieteten Räumlichkeiten untergebracht. Die Direktion übersiedelte ebenfalls in die Volksschule, die restlichen zwei Klassen und die gesamten Werkstätten befanden sich in der Glanzstoff-Fabrik.

Übergangszeit in der Linzerstraße: 1959 bis 1974[Bearbeiten]

Da keine Mittel für einen Neubau der Schule vorhanden waren bemühten sich die Verantwortlichen ein geeignetes Objekt zu finden. Der ehemalige Sitz des Stadtmuseums in der Linzerstraße wurde in der Besatzungszeit als Kommandatursgebäude der Roten Armee verwendet, seit 1955 stand er leer. Die Stadt St. Pölten renovierte das Haus und übergab es 1959 an das Bundesministerium für Unterricht. Dabei war es Voraussetzung es für die inzwischen Bundesgewerbeschule St. Pölten genannte Einrichtung zu nutzen. Im Herbst des Jahres fand der Theorieunterricht, bis auf zwei im Internat untergebrachte Klassen, in dem neuen Gebäude statt. Der Werkstättenunterricht verblieb jedoch in der Glanzstoff-Fabrik, die Werkstätten wurden 1960 um eine Gießerei, eine Schmiede und eine Schweißerei erweitert.

1966 wurde der Mietvertrag von der Glanzstoff-Fabrik gekündigt, um den Schulbetrieb weiterführen zu können musste schneller Ersatz gefunden werden. Dieser fand sich im vorgezogenen Bau der zweiten Turnhalle der Dr.-Theodor-Körner-Hauptschule, die sich vor dem Bau des Landhausviertels in der Rennbahnstraße befand. Sie wurde für die Werkstättenaufgaben adaptiert, daneben wurde ein Pavillon für sechs Klassen erricht. Zusätzlich wurde 1968 ein ehemaliges Hotel in der Kremsergasse - das Böckhaus - angemietet und für den Werkstättenbetrieb umgebaut, es fanden vor allem leichte Werkstätten und Laboratorien ihren Platz. Im selben Jahr wurde das Kolpinghaus in der Dr. Karl Renner-Promenade eröffnet. Trotzdem war die Lösung des Platzproblemes nur von kurzer Dauer, bereits 1971 wurde die Bombenruine der seit 1963 von der Bundeshandelsschule St. Pölten genutzten[4] Schillerschule, am Platz des heutigen Hotel Metropol, von der HTL für den Theorieunterricht weiter adaptiert. 1972 war dar Unterricht auf zwölf Standorte verteilt, neben den erwähnten wurden Stunden im Gymnasium Josefstraße gehalten, in der Jahnturnhalle, dem städtischen Hallenbad und dem Stadion an der heutigen Stelle des Landhausviertels wurde der Turnunterricht abgehalten. Zudem befanden sich in den Kolpingheimen Rennerpromenade, Heitzlergasse und Josefstraße Lehrsäle.

Neubau in der Waldstraße: ab 1974[Bearbeiten]

Die immer weiter steigenden Schülerzahlen und der über weite Teile des Stadtgebietes verteilte Unterricht machte einen Neubau immer wichtiger. Nach langen Bemühungen gelang es 1963 einen Architektenbewerb auszurufen, im Jänner 1964 entschied sich die Jury für den Plan des St. Pöltner Architekten Reinhard Pfoser. Der Bau an der heutigen Stelle begann jedoch erst im Oktober 1969. Das Bundesschulzentrum St. Pölten sollte nicht nur die Höhere technische Bundeslehranstalt St. Pölten sondern auch die inzwischen gegründete Bundes-Handelsakademie St. Pölten beherbergen. Das Gebäude der BHAK wurde 1973 fertiggestellt, die Theorietrakte der HTBL konnten 1974 ihrer Bestimmung übergeben werden. Im Sommer 1978 wurden auch die Werkstätten und der Turntrakt fertiggestellt, mit Ausnahme des Kolpinghauses in der Rennerpromenade wurden alle Gebäude geräumt. Der bisherige Hauptstandort in der Linzerstraße wurde von der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe weitergenutzt, die Liegenschaften bei der Körnerschule wurden selbiger übergeben und der ursprünglich geplanten Verwendung als Turnsaal zugeführt.

Von 1976 bis 1978 betrieb die HTL St. Pölten in Hollabrunn eine Expositur. Diese war jedoch von Anfang an nur als Provisorium bis zur Eröffnung der HTL Hollabrunn geplant, mit dieser wurden die Klassen an die neue Schule übergeben.[5]

Das neue Gebäude wurde trotz des größeren Platzangebotes bald wieder zu klein, 1976 besuchten erstmals über 1500 Schüler die HTL. Vorerst wurden Räume für den theoretischen Unterricht im Internat Hermannshöhe angemietet. Ab 1983 stand das ehemalige Schulgebäude in der Linzerstraße wieder leer, nach umfangreichen Adaptierungen übersiedelte 1992 die Abteilung EDV und Organisation in das Gebäude. Auch diese Maßnahme löste das Platzproblem nur kurzfristig, 1997 mussten einige Klassen in Kellerräumen unterrichtet werden.[6] Eine in den frühen 1990ern geplante Aufstockung konnte aus statischen Gründen nicht durchgeführt werden.

Nach einer parlamentarischen Anfrage vom September 2005[7] gab das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Ausbaupläne für die Schule bekannt. Neben der Erweiterung am momentanen Standort stand als weitere Möglichkeit die Verlegung der HAK in einen Neubau und Übernahme der Räumlichkeiten durch die HTL zur Debatte.[8]

Die Bundesimmobiliengesellschaft schrieb 2007 einen Architektenwettbewerb aus, Ziel war die Erweiterung und Funktionssanierung von HTL und HAK am gemeinsamen Standort. Als Sieger der Ausschreibung ging das Projekt von Markus Bösch hervor.[9] Für den Ausbau wurden nach erfolgter Planung, im Juni 2010 58 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt.[10] Mit Schuljahresende 2011 wurde mit dem Bau des neuen Gebäudeteils begonnen, welcher mit Schulanfang 2013 bezogen wurde. Das alte Gebäude wird seitdem renoviert.

Ausbildungsangebot[Bearbeiten]

Entwicklung der Schülerzahlen

An der HTL St. Pölten bestehen verschiedene Bildungsmöglichkeiten. Neben den Klassen der Höheren Technische Lehranstalt in fünf Abteilungen und elf Ausbildungschwerpunkten[11] bestehen drei Fachschullehrgänge.[12][13] Hinzu kommen zwei als Abendschule geführte HTL-Lehrgänge für Berufstätige[11] und eine Maschinenbau-Versuchsanstalt.[14]

Die Klassen von Maschineningenieurwesen und Elektrotechnik waren 1946 die ersten eröffneten Abteilungen. Damals begann je Abteilung und Jahrgang eine gemeinsame Ausbildung, nach zwei Jahren wurden die Schüler anhand ihrer Noten in eine höhere Klasse oder Fachschulklasse versetzt. Die Fachschule dauerte insgesamt drei Jahre, die höhere Ausbildung fünf Jahre.

Höhere Abteilungen[Bearbeiten]

Die höheren Abteilungen bieten fünfjährige Ausbildungen an, die in die Kategorie der Berufsbildenden höheren Schulen fällt. Ein Besuch ist frühestens nach absolviertem 8. Schuljahr möglich, in der Regel werden sie von 14- bis 19-Jährigen besucht. Die Absolventen dieses Schultyps erhalten die Matura, haben ein zweimonatiges verpflichtendes Praktikum in den unterrichtsfreien Zeiten absolviert[15] und verfügen über die Lehrabschlussprüfung in unterschiedlichen Gewerben. Mit Ausnahme der Abteilung EDV, die mit der Berufsbezeichnung Industriekaufmann abschließt, kann nach einem Jahr Praxis die entsprechende Meisterprüfung abgelegt werden, nach drei Jahren Berufspraxis kann die Standesbezeichnung Ingenieur beantragt werden.

An der HTL St. Pölten bieten fünf Abteilungen berufsbildende Ausbildungen an. Neben der Abteilung EDV und Organisation in der Expositur Linzerstraße sind im Hauptkomplex die Abteilungen Elektronik und Technische Informatik, Elektrotechnik, Maschineningenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen untergebracht. Etwa drei viertel der Schüler befinden sich in den höheren Abteilungen in Ausbildung.

Fachschulen[Bearbeiten]

Die Fachschulen sind vierjährige Ausbildungen aus der Kategorie der Berufsbildenden mittleren Schulen. Auch der Besuch der Fachschulen ist frühestens nach absolviertem 8. Schuljahr möglich, in der Regel werden sie von 14- bis 18-Jährigen besucht. Dieser Schultyp schließt mit einer Abschlussprüfung mit integrierter Gesellenprüfung ab, im Laufe der Ausbildung haben die Absolventen eine einmonatige Praxis in den unterrichtsfreien Zeiten absolviert.[15] Sie können nach einem Jahr Praxis einen Meisterkurs besuchen.

An der HTBLuVA St. Pölten werden Fachschulen für Elektronik, Elektrotechnik und Fertigungstechnik angeboten, etwa 15 Prozent der Schüler besuchen die Fachschule.

Abendschulen / Kolleg[Bearbeiten]

Die Ausbildung an der Abendschule, teilweise auch als Kolleg aufgeführt,[16] entspricht der an den höheren Abteilungen. Sie dauert allerdings nur vier Jahre und ist vor allem für Berufstätige vorgesehen, die Schüler müssen ein zweimonatiges verpflichtendes Praktikum in den unterrichtsfreien Zeiten absolvieren.[15] Abendschulen werden in den Abteilungen Maschineningenieurwesen und Elektrotechnik angeboten und werden von etwa zehn Prozent der Schüler besucht.

Abteilungen[Bearbeiten]

Die Schule gliedert sich organisatorisch in fünf Abteilungen, die jeweils die höheren Klassen sowie, wenn vorhanden, die Abendschule und die Fachschule der Fachrichtung betreuen. Geleitet werden sie von Abteilungsvorständen, die dem Schulleiter unterstehen.

Elektronik und Technische Informatik

Elektronik und Technische Informatik[Bearbeiten]

Die Abteilung Elektronik und Technische Informatik bietet in den höheren Abteilungen die Ausbildungsschwerpunkte Telekommunikationstechnik und Technische Informatik[17] sowie die Fachschule für Elektronik.[18] Abteilungsvorstand ist Wolfgang Kuran.[19]

Die Abteilung entstand als Ausbildungsschwerpunkt der Abteilung Elektrotechnik. Ab 1966 wurde von der Abteilung der neue Zweig Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik abgespalten, 1973 wurde die Abteilung in Nachrichtentechnik und Elektronik umbenannt. Die Abteilung bot ab 1983 eine Fachschule für Nachrichtentechnik an, aufgrund mangelnder Schülerzahlen wurde diese 1991 wieder aufgelassen. Seit 2006 bietet die Abteilung die Fachschule für Elektronik an.

Elektrotechnik

Elektrotechnik[Bearbeiten]

Die Abteilung Elektrotechnik bietet in der höheren Abteilung die Ausbildungsschwerpunkte Informationstechnik sowie Energietechnik und industrielle Elektronik.[20] Zudem wird die Abendschule Informationstechnik[21] und die Fachschule für Elektrotechnik[22] von der Abteilung betrieben. Abteilungsvorstand ist Hermann Binder.[23]

Die Abteilung war gemeinsam mit der Abteilung Maschinenbau eine der Gründungsabteilungen der Schule, neben der höheren Abteilung wurde von Beginn an auch die Fachschule geführt. 1966 wurde von der Abteilung der neue Zweig Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik abgespalten, aus dem sich die Abteilung Elektronik entwickelte. Die Abendschule Elektrotechnik wurde 1970 gestartet.

Informatik

Informatik[Bearbeiten]

Die Abteilung Informatik befindet sich im Expositurgebäude in der Linzerstraße und bietet nur eine höhere Abteilung. Abteilungsvorstand ist Klaus Hasenzagl.[23]

Die Abteilung Elektronische Datenverarbeitung und Organisation wurde 1985 als letzte gegründet. Sie war ursprünglich im Hauptgebäude untergebracht, 1992 übersiedelte sie in die Expositur Linzerstraße. Mit dem Schuljahr 2009 wurde der Lehrplan überarbeitet und die Abteilung in Informatik umbenannt.[24]

Maschinenbau

Maschinenbau[Bearbeiten]

Die Abteilung Maschineningenieurwesen bietet in der höheren Abteilung heute die Ausbildungsschwerpunkte Automatisierungstechnik[25] und Industriedesign.[26] Zudem wird die Abendschule Automatisierungstechnik[27] und die Fachschule für Maschinen- und Fertigungstechnik[28] von der Abteilung betrieben. Abteilungsvorstand ist Otto Keiblinger.[23]

Die Abteilung war als Maschinenbau eine der Gründungsabteilungen der Schule, neben der höheren Abteilung wurde von Beginn an auch die Fachschule geführt. Um das Schulangebot zu erweitern wurde 1961 der Ausbildungsschwerpunkt Landmaschinenbau gestartet, die Abteilung wurde in Höhere Abteilung für Maschinenbau, Motoren- und Landmaschinenbau umbenannt. Diese startete 1965 den ersten Jahrgang der Abendschule für Maschinenbau. Da das Interesse am zehn Jahre zuvor gegründeten Ausbildungszweig Landmaschinenbau schwand wurde der Ausbildungszweig 1971 in die eigene Abteilung Maschinenbau-Betriebstechnik ausgelagert und der Lehrplan überarbeitet, aus dieser entstand in weiterer Folge die Abteilung Wirtschaftsingenieurwesen. Die verbleibende Abteilung wurde in Maschineningenieurwesen umbenannt, 1988 wurde die Ausbildung der höheren Abteilung und der Abendschule auf Automatisierungstechnik umgestellt. Mit Beginn des Schuljahres 2004 ist zudem der Ausbildungsschwerpunkt Industriedesign im Angebot. Im Anfang des Schuljahres 2011 wurde die Abteilung auf "Maschinenbau" umbenannt, da einige Lehrpläne verändert wurden.[29]

Wirtschaft

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Abteilung Wirtschaftsingenieurwesen bietet in der höheren Abteilung heute die Ausbildungsschwerpunkte Betriebsmanagement und Logistik.[30] Abteilungsvorstand ist seit 2010 Roman Huemer.[19]

Die Abteilung entstand als Ausbildungsschwerpunkt der Abteilung Maschinenbau. 1961 wurde der Ausbildungsschwerpunkt Landmaschinenbau gestartet, da das Interesse daran schwand wurde der Ausbildungszweig 1971 in die eigene Abteilung Maschinenbau-Betriebstechnik ausgelagert und der Lehrplan überarbeitet. Diese wurde zunächst auf Betriebstechnik umbenannt, bevor sie 1992 mit Wirtschaftsingenieurwesen ihren heutigen Namen erhielt.

Lehrkörper und Schulleitung[Bearbeiten]

Schulleiter
Name von bis
Alfred Kugelgruber 1946 1972
Mario Blasoni 1972 1972
Rudolf Riegler 1972 1990
Günther Kratschmer 1990 1991
Robert Gangl 1991 2001
Wilhelm König 2001 2002
Franz Surböck 2002 2002
Johann Wiedlack 2002 heute

Schulleitung[Bearbeiten]

In der gesamten Zeit ihres Bestehens hatte die HTL St. Pölten nur vier Schulleiter, die länger als ein Jahr die Leitung innehatten sowie vier mit kürzeren Dienstzeiten.

Der erste Direktor Alfred Kugelgruber hatte die Schulleitung von den Anfängen 1946 bis zum Jahreswechsel 1971/1972 inne, ihm folgte Mario Blasoni als provisorischer Leiter bis zum August 1972. Vom ersten September 1972 bis Ende Dezember 1990 führte Rudolf Riegler die Schule, er übergab die interimistische Schulleitung an Günther Kratschmer. Im August 1991 übernahm Robert Gangl die Direktion und verblieb dort bis zum Ende des Schuljahres 2001. Danach übernahm vorübergehend Wilhelm König den Posten, bis er im April 2002 von Franz Surböck abgelöst wurde.[31] Dieser bat den Landeschulrat schon kurz danach um Ablöse, seit Juli 2002 ist Johann Wiedlack Leiter der Schule.[32]

Entwicklung der Lehrerzahlen

Lehrkörper[Bearbeiten]

Der Lehrkörper der HTL St. Pölten ist seit den Anfangszeiten der Schule etwa gedrittelt: je ein Drittel der Lehrer unterrichten theoretisch in technischen Fächern, in allgemeinbildenden Fächern und im praktischen Unterricht in den Werkstätten. Von den ersten acht Lehrern waren drei Werkstättenlehrer, drei technische Lehrer sowie zwei Lehrer in allgemeinbildenden Fächern, 1996 beschäftigte die Schule 48 Werkstättenlehrer, 61 Lehrer in technischen Gegenständen sowie 51 allgemeinbildende Lehrer.

Während die Lehrer in den theoretischen Fächern durchgehend Universitär gebildet sind, sind die Werkstättenlehrer meist HTL-Ingenieure oder Meister in den unterrichteten Gegenständen.

Die Lehrerzahlen stiegen etwa proportional mit den Schülerzahlen. Im ersten Unterrichtsjahr unterrichteten acht Lehrer, 1956 waren es schon 53. In den darauffolgenden Jahrzehnten stieg die Anzahl weiter, 1966 unterrichteten 84 Lehrer, 1976, nach dem Umzug in die Waldstraße, 137. In den folgenden Jahren kam es zu einer Stagnation der Lehrerzahl, 1986 betrug sie 162 und änderte sich bis 1996 nur geringfügig auf 161. Seither ist der Lehrerstand wieder gewachsen und betrug im Schuljahr 2009/2010 etwa 190.[23]

Forschungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die HTBLuVA bietet technische Forschungseinrichtungen u. a. verschiedene Labors, sowie auch eine EMV-Halle zur Messung von elektromagnetischer Verträglichkeit und eine Leiterplatten-Herstellung. Zudem befindet sich auch ein Motorenprüfstand, Zugversuchs-Geräte und ein 3D-Drucker an der Anstalt.

Bekannte Schüler und Lehrer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Kiesl und Rudolf Kreißl: 20 Jahre Höhere technische Bundeslehranstalt St. Pölten, 1966
  • Gerhard Floßmann u. a. : 50 Jahre Bundesgewerbeschule und Höhere technische Lehranstalt St. Pölten, 1996

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Karl u. a., 1999: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften, ISBN 3-85028-310-0, Kapitel Schießstattring, S. 423 – 428
  2. Rainer Maria Rilke / Biographie auf xlibris.de
  3. St.Pölten - Luftschutzkeller Hermannshöhe auf geheimprojekte.at
  4. Schulchronik der BHAK und BHAS St. Pölten
  5. Feststrift anlässlich der Eröffnung (PDF; 13,0 MB) der HTL Hollabrunn, September 1979, S. 10
  6. Parlamentarische Anfrage (PDF; 17 kB) des Abgeordneten Johann Kurzbauer an Elisabeth Gehrer betreffend Ausbau der HTL St. Pölten vom 14. November 1997 (3318/J (XX. GP))
  7. Parlamentarische Anfrage (PDF; 19 kB) der Abgeordneten Beate Schasching und Anton Heinzl an das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffend Raumnot an der HTL und HAK St. Pölten vom 21. September 2005 (3433/J (XXII. GP))
  8. Anfragebeantwortung (PDF; 19 kB) der Bundesministerin Elisabeth Gehrer betreffend Raumnot an der HTL und HAK St. Pölten vom 21. November 2005 (3402/AB (XXII. GP))
  9. BHAK/BHAS und HTBLuVA St. Pölten, Waldstraße 1-3, 3100 St.Pölten, Architekturwettbewerb und Siegerprojekt auf big.at
  10. BIG-Projekte Österreich, Überblick über die BIG-Projekte vom Juni 2010, S. 2
  11. a b Ausbildungsangebot der höheren Abteilungen der HTL St. Pölten auf noe-bildung.at
  12. Fachschulen in Niederösterreich (PDF; 11 kB) auf bildung4you.at
  13. Fachschule auf htlstp.ac.at
  14. Überblick über alle Versuchsanstalten auf htl.at
  15. a b c Pflichtpraktikum auf berufsbildendeschulen.at
  16. Akademien und Kollegs auf jugendinfo-noe.at
  17. Vorstellung der höheren Abteilungen der Abteilung Elektronik auf elektronik.htlstp.ac.at
  18. Vorstellung der Fachschule für Elektronik auf elektronik.htlstp.ac.at
  19. a b Neue Führungskräfte an der HTBLuVA St. Pölten in absolvnews, Ausgabe 34 vom Juni 2010, S. 4
  20. Höhere Abteilung der Tagesschule der Abteilung Elektrotechnik auf et.htlstp.ac.at
  21. Vorstellung der Höheren Lehranstalt für Berufstätige mit Ausbildungsschwerpunkt Informationstechnik auf et.htlstp.ac.at
  22. Vorstellung der Fachschule für Elektrotechnik auf et.htlstp.ac.at
  23. a b c d Lehrpersonal auf www.htlstp.ac.at
  24. EDVO goes Informatik in absolvnews, Ausgabe 33 vom November 2009, S. 6
  25. Vorstellung des Ausbildungsschwerpunktes Automatisierungstechnik auf miw.htlstp.ac.at
  26. Vorstellung des Ausbildungsschwerpunktes Industriedesign auf miw.htlstp.ac.at
  27. Vorstellung der Höheren Lehranstalt für Berufstätige mit Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik auf miw.htlstp.ac.at
  28. Vorstellung der Fachschule für Maschinen- und Fertigungstechnik auf miw.htlstp.ac.at
  29. Industriedesign in absolvnews, Ausgabe 23 vom November 2004, S. 26
  30. Vorstellung der Abteilung Wirtschaftsingenieurwesen auf www.htlstp.ac.at
  31. Neuer Schulleiter an der HTBLuVA St. Pölten in absolvnews, Ausgabe 18 vom Mai 2002, S. 3
  32. Aktuelles aus der HTBLuVA St. Pölten in absolvnews, Ausgabe 19 vom November 2002, S. 3
  33. Lebenslauf Fritzl in der NÖN, Woche 19/2008, S. 8
  34. Parlamentshomepage von Wilhelm Haberzettl
  35. Parlamentshomepage von Leopold Maderthaner
  36. Parlamentshomepage von Herbert Thumpser
  37. Parlamentshomepage von Wilhelm Weinmeier