HV-1 Mufli

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Grafische Darstellung der HV-1 nach einem Foto

Die HV-1 MUFLI war ein Muskelkraftflugzeug, das 1933 von den Dipl.-Ingenieuren Helmut Haeßler und Franz Villinger, die zu dieser Zeit bei den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau angestellt waren, in den Werkstätten der Fliegerortsgruppe Halle gebaut wurde.

Dieses Flugzeug war nicht eigenstartfähig, sondern musste mit einem Gummi katapultiert werden. Der Segelflieger Karl Dünnebeil erreichte mit der MUFLI am 30. August 1935 auf dem Flughafen Frankfurt-Rebstock im Geradeausflug eine Flugweite von 235 Meter, bei einer Flugzeit von 23 Sekunden.

Ein Eigenstart der HV-1 war nicht möglich, da Haeßler und Villinger bei Voruntersuchungen zu falschen Resultaten hinsichtlich der vom Menschen aufbringbaren Leistung gekommen waren. Sie hatten ihre Tests mit zwei Testpersonen gemacht, deren Fahrräder aneinander fixiert waren. Sie gingen von der doppelten Leistung aus gegenüber der, die tatsächlich vorhanden war.

Dieses Projekt hatte abgesehen von der oben erwähnten Fehlinterpretation auch deshalb keinen Erfolg, weil diese Großväter des Muskelfluges eine Maschine gebaut hatten, die weitestgehend die damals bekannten Prinzipien des Segelflugbaues kopierte. Außerdem ließen die zu dieser Zeit zur Verfügung stehenden Materialien wie auch die technischen Möglichkeiten einen gesteuerten Dauerflug mit Muskelkraft nicht zu.