HaBajit haJehudi

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הבית היהודי
HaBajit haJehudi
Jüdisches Heim
Logo der Partei haBajit haJehudi
Parteivorsitzender Naftali Bennett
Partei­vorsitzender Naftali Bennett
Gründung 2008
Gründungs­ort Jerusalem
Haupt­sitz Jerusalem, Israel
Aus­richtung Religiöser Zionismus, Neo-Zionismus, Nationalismus, Konservatismus
Farbe(n) Orange

haBajit haJehudi (hebräisch ‏הבית היהודי‎, deutsch Jüdisches Heim) ist eine national-religiöse[1][2][3] Partei in Israel. Sie vertritt einen jüdischen Nationalismus, wendet sich gegen einen eigenständigen Palästinenserstaat und befürwortet den Ausbau jüdischer Siedlungen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Partei entstand im November 2008 aus dem Zusammenschluss der rechtsextremen[4] Nationalreligiösen Partei mit den bis dahin zur Nationalen Union (einem Bündnis rechter Parteien) gehörenden Parteien Moledet (dt. Heimat) und Tkuma (dt. Wiedergeburt). Schon im Dezember 2008 spalteten sich Moledet und Tkuma aber wieder von der neuen Partei ab und kandidierten wieder im Rahmen der Nationalen Union bei der Knessetwahl 2009.[5][6][7] So war haBajit haJehudi vorerst faktisch nur die Nationalreligiöse Partei mit neuem Namen. Die Partei errang 2009 bei den israelischen Parlamentswahlen zur Knesset 3 von 120 Sitzen.

Bennett und die Knessetwahl 2013[Bearbeiten]

Wahlposter „Etwas Neues beginnt“ zu den Knessetwahlen 2013

Am 6. November 2012 wurde Naftali Bennett Parteivorsitzender.[8] Im Vorfeld der vorgezogenen Wahl zur Knesset am 22. Januar 2013 einigte sich die Partei mit Moledet und Tkuma auf eine gemeinsame Liste.[9] Die beiden übrigen bisher zur Nationalen Union gehören Parteien Eretz Jisra'el Shelanu und Hatikva treten hingegen als Otzma LeJisra'el (dt. Stärke für Israel) bei der Wahl an und stehen noch weiter rechts. Das Bündnis verfehlte jedoch den Einzug in die Knesset. Die Partei erhielt 12 Mandate bei der Knessetwahl 2013.[10] Die Partei wurde dabei viertstärkste Kraft und gilt als „Netanjahus Wunschkandidat“ für eine Koalition.[11]Am 15.März 2013 wurde der Koalitionsvertrag unterzeichnet, wobei Bennett die Kontrolle über den Großteil der sozial-ökonomischen Ministerien in der Regierung erhält, so den Siedlungsbau, die Industrie- und Handelskammer, die Pensionskasse und religiöse Angelegenheiten. Die Partei wird vier Minister stellen: Naftali Bennett (Wirtschafts- und Handelsminister), Uri Ariel, Uri Orbach und Eli Ben-Dahan:

„לפיד ובנט חתמו על הֶסְכֵּם קואליציוני […] במוצ"ש יגיע נתניהו לנשיא ויודיע לו שהצליח להרכיב ממשלה […] הבית היהודי ייצבה שליטתה בציר הכלכלי-חברתי של הממשלה […] ממִשְׂרָד השִׁכּוּן ועד התמ"ת, מוַעֲדָת הכְּסָפִים ועד מערך הגִּיּוּר […] שלושה שרים בה מטעם סיעת הבית היהודי כדלקמן: שר הכלכלה והמסחר (שמו של משרד התמ"ת ישונה למשרד הכלכלה והמסחר), השר לשירותי דת והשר לענייני ירושלים והתפוצות".. .
[12]

en: Lapid and Bennett signed a coalition agreement […] Netanyahu is expected to visit the President's Residence on Saturday evening to inform Shimon Peres that he has succeeded in putting together a new government […] Habayit Hayehudi gain control of a major part of the social-economic axis in government […] from Housing and Construction Ministry to the Economy and Trade Ministry, from the Finance committee to the religious affairs (conversion) […] which will include three ministers of behalf of Habayit Hayehudi faction: The economy and trade minister, the religious affairs minister, the Jerusalem and Diaspora affairs minister[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Mertes, Evelyn Gaiser: Israelisch-palästinensische Verhandlungen. Die Stunde der Wahrheit rückt näher. Konrad-Adenauer-Stiftung, Februar 2014, S. 3.
  2. Inge Günther: Parlamentswahlen in Israel. Der Nonplusultra-Nationalist. Profil Online, 15. Januar 2013.
  3. Muriel Asseburg: Netanjahus Pyrrhus-Sieg macht keine Hoffnung auf Frieden. In: Der Tagesspiegel, 23. Januar 2013.
  4. Israeli Political System and Parties Zionism and Israel - Encyclopedic Dictionary;
    Moshe Zimmermann: „Der Glanz der alten Krone“. In: Dietmar Herz, Christian Jetzlsperger, Kai Ahlborn (Hg.): Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hintergründe, Dimensionen und Perspektiven. Hans Steiner Verlag, 2003; hier S. 58;
    Sebastian Dorsch, Stephan Maul: Eretz Israel. In: Dietmar Herz, Christian Jetzlsperger, Kai Ahlborn (Hg.): Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hintergründe, Dimensionen und Perspektiven. Hans Steiner Verlag, 2003; hier S. 79f.
    vgl. Yair Sheleg: A new religious Zionist party Ha'aretz.
    Attila Somfalvi: Eitam wants to join Likud. Ynet (Jediot Achronot), 11. März 2008.
  5. [1]
  6. Jerusalem Post:Moledet breaks from newly formed Bayit Hayehudi
  7. Acher Ariel, Michal Shamir: The Elections in Israel 2009, S. 80 ff.
  8. Ynetnews:Right-wing parties unite
  9. http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/161884
  10. :La Liberté – Schweiz, 23. Januar 2012: Israel fehlen historische Führungsfiguren
  11. http://de.euronews.com/2013/01/23/israel-die-wahl-der-qual/
  12. http://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-4356894,00.html Artikel vom 15. März 2013, abgerufen am 15. März 2013
  13. http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4356913,00.html Artikel vom 15. März 2013, abgerufen am 15. März 2013

Weblinks[Bearbeiten]