Haake & Albers

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Rückseite einer Carte de Visite von Wilhelm Höffert mit dem Zudruck „Haake & Albers, Frankfurt a/M“ (ganz unten)

Haake & Albers war eine im 19. Jahrhundert in Frankfurt am Main ansässige Firma, die Bedarfsartikel für Fotografen vertrieb.[1]

Inhaber der Firma waren zeitweilig „Th. Haake & P. Knabenschuh“.[2]

Als Firmenzusatz trat das Unternehmen mit Beschreibungen auf wie

  • „Fabrik, Engros-Versand & Lager von Bedarfsartikeln für Photographie“,[2] oder
  • „Fabrik & Lager Sämmtlicher Artikel für Photographie“.[2]

Anfang des 20. Jahrhunderts wird ein weiterer Firmensitz in Berlin beschrieben.[3] Heute findet sich die „Ringfoto Haake & Albers GmbH“ in der Großen Bockenheimer Straße 45 in Frankfurt am Main.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Laut einem Eintrag im Adressbuch der Stadt Frankfurt am Main aus dem Jahr 1910 wurde das Unternehmen 1875 gegründet. Der vollständige Eintrag lautet wie folgt: Haake & Albers, begr. 1875, Hoflief. Ihr. Majestät d. Königin v. Schweden u. Sr. Kgl. Hoh. d. Kronprinzen v. Griechenland, Fabrik u. Lager sämtl. Artikel f. Photographie, Kaiserstraße 36 pt. u. ent. (Tel. 2956). ... Zweiggeschäft: Berlin C., Poststr. 6. Inh. Theod. Haake u. Paul Knabenschuh. Der erste Adressbucheintrag findet sich bereits im Adressbuch von 1880. Hier wird als Adresse die Senckenbergstr. 3p. angegeben, des Weiteren Photogr. Artikel. E Theodor Haake u. Joh. Georg Albers.

Über den Zeitraum des 20. Jahrhunderts hat das Unternehmen mit wechselnden Adressen und gleichfalls wechselnden Eigentümern und Gesellschaftsformen weiterbestanden, zuletzt in der Großen Bockenheimer Straße, vulgo Freßgaß, Nr. 45 in Frankfurt am Main. Laut Handelsregistereintrag Nr. HRB 26553 ist, „durch Beschluß des Amtsgerichts Frankfurt am Main vom 14. Oktober 1997 ... die Gesellschaft infolge Abweisung der Konkurseröffnung mangels Masse aufgelöst.“ Und weiter mit Datum vom 20. März 2000: „Die Firma ist gemäß § 141 a FGG von Amts wegen gelöscht“. Damit endete die über hundertjährige Geschichte dieses Unternehmens, das sich über seine lokale Bedeutung hinaus insbesondere durch Dr. Krügener's Taschenbuch-Camera einen Namen gemacht hatte.

Produkte[Bearbeiten]

Kartonträger[Bearbeiten]

Kameras[Bearbeiten]

  • Die „Dr. R. Krügers Taschenbuchkamera“ (engl. auch „Krügener’s Patent Book Camera“) wurde von Haake & Albers hergestellt und vertrieben.[7][8] Sie kostete um 1880 60 Mark.[9]
  • Haake & Albers stellten eine Stereokamera mit dem Namen „Victoria“ her.[10]
  • eine „Studiokamera "Haake & Albers", um 1910“ wurde von einem Auktionator beschrieben: „Format 24 × 24 cm, gekennzeichnet: Haake & Albers, Berlin und Frankfurt, Edelholzgehäuse, schwarzer quadratischer Balgen, mit Voigtländer Heliar 4,5/36 cm, Grundner-Verschluß (ohne Funktion), Mattscheibenrückteil und 2 Kassetten, mit Studiostativ, Höhe mit Kamera: 150 cm, Kurbeltrieb.“[3]

Schriften[Bearbeiten]

  • Haake & Albers Fabrik & Lager sämmtlicher Artikel für Photographie. Preisliste. En gross. Export. En detail, (Produktkatalog), Verlag Haake & Albers, Frankfurt 1894[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haake & Albers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Wilhelm Höffert kgl. sächs. & kgl. preuss. Hoffotograf Berlin Hamburg Hannover Leipzig Dresden Magdeburg Haake & Albers Frankfurt am Main“ Revers einer CDV mit dem Zudruck „Haake & Albers“
  2. a b c GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek
  3. a b „Studiokamera "Haake & Albers", um 1910“
  4. Firmenlexikon
  5. a b „Umfangreicher Lagerkatalog mit Preisliste der renommierten, weltweit handelnden Firma Haake & Albers (auch Druckerei u. Lithographische Anstalt) mit allen nur denkbaren Geräten, Utensilien, Materialien, die man zum Fotografieren, Entwickeln etc benötigte.“
  6. Danuta Thiel-Melerski: Historische Fotostudios und Fotografen … Atelier Schrader
  7. Krügener’s Patent Book Camera 1889
  8. Haake & Albers Krügener’s Taschenbuch-Camera
  9. Fotoclub-Ort
  10. Kameramuseum