Haarfuß-Gleithörnchen

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Haarfuß-Gleithörnchen
Belomys pearsonii.jpg

Haarfuß-Gleithörnchen (Belomys pearsonii)

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Tribus: Gleithörnchen (Pteromyini)
Gattung: Belomys
Art: Haarfuß-Gleithörnchen
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Belomys
Thomas, 1908
Wissenschaftlicher Name der Art
Belomys pearsonii
(Gray 1842)

Das Haarfuß-Gleithörnchen (Belomys pearsonii) ist eine asiatische Art der Gleithörnchen. Es ist vom östlichen Himalaya über die Bergländer Südostasiens und Südchinas bis nach Taiwan verbreitet. Trotz des großen Verbreitungsgebiets ist es nirgendwo häufig und eher inselartig in verstreuten Regionen beheimatet. Es lebt in Höhen zwischen 1500 und 2400 m.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Farbe des Fells ist oberseits rötlichbraun und unterseits weißlich. Namengebend sind die langen Haare an den Füßen, die selbst die Krallen bedecken und vor der Kälte in großen Höhen schützen. Die Kopfrumpflänge beträgt etwa 22 cm, hinzu kommen 13 cm Schwanz.

Verbreitung[Bearbeiten]

Es ist vom östlichen Himalaya über die Bergländer Südostasiens und Südchinas bis nach Taiwan verbreitet.

Systematik[Bearbeiten]

Das Haarfuß-Gleithörnchen wird als eigenständige Art und als monotypische Gattung Belomys eingeordnet.[1] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung stammt von John Edward Gray aus dem Jahr 1842, der ein Individuum aus der Region Darjeeling in Westbengalen, Indien, beschrieb.[1] Manche Zoologen ordnen dieses Hörnchen zusammen mit dem Komplexzahn-Gleithörnchen in die Gattung Trogopterus ein; ziemlich gesichert ist, dass beide Arten eng miteinander verwandt sind.[2]

Neben der Nominatform Belomys pearsonii pearsonii wird mit Belomys pearsonii blandus eine weitere Unterart anerkannt.[1]

Status, Bedrohung und Schutz[Bearbeiten]

Das Haarfuß-Gleithörnchen wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund der fehlenden Daten zum Bestand, der Lebensweise und zur Gefährdung nicht in eine Gefährdungskategorie eingestuft und als „data deficient“ geführt.[3] Potenzielle und reale Gefährdungsursachen sind vor allem der Verlust von Lebensräumen durch Holzeinschlag und die Umwandlung von Waldflächen zu landwirtschaftlichen Flächen sowie die Bejagung der Tiere. In Südasien kommen vor allem die Nutzung der Brandrodung für die landwirtschaftliche Nutzung (Jhum) sowie die Anpflanzung von Monokulturen und Plantagen als Gefährdungsursachen hinzu.[3]

Die Art wurde in den Anhang II des Indian Wildlife (Protection) Act von 1972 aufgenommen. Sie kommt in mehreren Naturschutzgebieten vor, darunter in Indien im Pakhui Wildlife Sanctuary, dem Arunachal Pradesh und dem Nengpui Wildlife Sanctuary in Mizoram in Indien sowie dem Royal Chitwan National Park in Nepal.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert S. Hoffmann, Andrew T. Smith: 'Hairy-Footed Flying Squirrel. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 174-175.
  • Richard W. Thorington Jr., John L. Koprowski, Michael A. Steele: Squirrels of the World. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2012; S. 88. ISBN 978-1-4214-0469-1
  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Belomys pearsonii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: J.W. Duckworth, S. Molur, 2008. Abgerufen am 24. April 2014
  • Bild

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c Belomys pearsonii. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  2. Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
  3. a b c Belomys pearsonii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: J.W. Duckworth, S. Molur, 2008. Abgerufen am 24. April 2014