Haarschwanzmaulwurf

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Haarschwanzmaulwurf
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Maulwürfe (Talpidae)
Unterfamilie: Neuweltmaulwürfe (Scalopinae)
Gattung: Parascalops
Art: Haarschwanzmaulwurf
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Parascalops
True, 1894
Wissenschaftlicher Name der Art
Parascalops breweri
(Bachman, 1842)

Der Haarschwanzmaulwurf (Parascalops breweri) ist eine im östlichen Nordamerika lebende Säugetierart aus der Familie der Maulwürfe (Talpidae).

Merkmale[Bearbeiten]

Haarschwanzmaulwürfe erreichen eine Kopfrumpflänge von 12 bis 14 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 2,3 bis 3,6 Zentimetern und ein Gewicht von 40 bis 85 Gramm. Ihr Körperbau ist an eine grabende Lebensweise angepasst, der Rumpf ist walzenförmig und die Vordergliedmaßen sind zu Grabwerkzeugen umgebildet. Der Kopf ist wie bei den meisten Maulwürfen durch die zugespitzte Schnauze, die im Fell verborgenen Augen und durch das Fehlen von Ohrmuscheln charakterisiert. Das Fell ist schwarz gefärbt, oft finden sich weiße Flecken an Brust und Bauch. Bei alten Tieren können die Schnauze, die Füße und der Schwanz weiß gefärbt sein. Namensgebendes Merkmal ist der fleischige, mit langen Haaren bedeckte Schwanz.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Haarschwanzmaulwürfe erstreckt sich vom südlichen Ontario und Québec bis Ohio und North Carolina. Sie bewohnen leichte, eher feuchte Böden in Wäldern und Grasländern.

Lebensweise und Ernährung[Bearbeiten]

Wie alle Neuweltmaulwürfe führen diese Tiere eine unterirdisch grabende Lebensweise. Sie errichten Gangsysteme unter der Erde und bringen das Aushubmaterial in Form von Maulwurfshügeln an die Oberfläche. Die Gänge verlaufen in mehreren Ebenen, im Sommer halten sie sich an den oberflächennahen Tunneln auf, während sie im Winter in größere Tiefen vorstoßen. Eine mit Pflanzen gepolsterte Kammer dient ihnen als Ruheplatz. Wie viele Maulwürfe haben sie keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus.

Die Nahrung dieser Tiere besteht aus Insekten und deren Larven sowie Regenwürmern.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Einmal im Jahr bringt das Weibchen nach einer vier- bis sechswöchigen Tragzeit vier oder fünf Jungtiere zur Welt. Diese werden rund ein Monat gesäugt und erreichen die Geschlechtsreife im zweiten Lebenshalbjahr. Die ältesten gefundenen Tiere wurden auf ein Alter von vier Jahren geschätzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. The Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Parascalops breweri in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Insectivore Specialist Group, 1996. Abgerufen am 13.2.2007