Haber-Weiss-Reaktion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei der Haber-Weiss-Reaktion handelt es sich um eine Namensreaktion in der Organischen Chemie, die nach Fritz Haber und seinem Schüler Joseph Joshua Weiss (1905–1972) benannt wurde. Die Reaktion erzeugt Hydroxyl-Radikale (•OH) aus Wasserstoffperoxid (H2O2) und Dioxid(1−) (•O2). Diese Reaktion kann in Zellen ablaufen und stellt damit eine potenzielle Quelle von oxidativem Stress dar. Die Reaktion verläuft sehr langsam, wird aber von Fe3+-Ionen katalysiert.

Übersicht der Haber-Weiss-Reaktion

Mechanismus[Bearbeiten]

Im ersten Schritt des Reaktionszyklus wird das Dioxid(1−) zu Sauerstoff oxidiert. Fe3+ wird zu Fe2+ reduziert:

1. Schritt der Haber-Weiss-Reaktion

Den zweiten Schritt bezeichnet man als Fenton-Reaktion. Dabei wird Wasserstoffperoxid in Hydroxyl-Radikale und Hydroxid-Ionen aufgespalten, während Fe2+-Ion zu Fe3+ oxidiert wird.

2. Schritt der Haber-Weiss-Reaktion

Quellen[Bearbeiten]

  • J. P. Kehrer: The Haber-Weiss reaction and mechanisms of toxicity. In: Toxicology Band 149, Nummer 1, August 2000, S. 43–50, PMID 10963860.