Habranthus

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Habranthus
Habranthus tubispathus

Habranthus tubispathus

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Amaryllidoideae
Tribus: Hippeastreae
Gattung: Habranthus
Wissenschaftlicher Name
Habranthus
Herb.

Die Habranthus, wie auch verwandte Gattungen Regenlilien genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die 25 bis 35 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Offene Kapselfrucht mit glänzenden, schwarzen, flachen, D-förmigen Samen von Habranthus tubispathus.

Habranthus-Arten sind laubabwerfende, ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden ei- bis kugelförmige Zwiebeln mit schwarzer bis brauner Umhüllung („Tunika“) als Überdauerungsorgane aus. Die grundständigen, aufrechten oder herabgebogenen Laubblätter sind einfach, flach, lineal, ungestielt, glatt und überschreiten selten die Breite von 2 Zentimetern. Die Blattbasen überlappen sich.

Meist nur eine oder selten bis zu vier Blüten stehen in einem doldigen Blütenstand mit einem einzigen, an seiner Basis röhrigem Hüllblatt zusammen an einem langen, hohlen Blütenstandsschaft. Manchmal sind auch Deckblätter vorhanden. Die nickenden bis mehr oder weniger aufrechten, zwittrigen, etwas zygomorphen, dreizähligen Blüten sind trompetenförmig und weisen einen Durchmesser von 2 bis 8 Zentimetern auf. Die sechs fast gleichgestalteten, nur an ihrer Basis verwachsenen Blütenhüllblätter (Tepalen) sind meistens weiß. Es sind zwei Kreise mit je drei gebogenen, fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind länger als die Blütenröhre. Die vier verschiedene Längen aufweisenden (Hauptunterscheidungsmerkmal zu den beiden verwandten Gattungen) Staubfäden sind kurz mit den Blütenhüllblättern und teilweise untereinander verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen, der viele Samenanlagen enthält. Der dünne Griffel endet in einer dreiästigen Narbe.

Es werden meist fast kugelige bis mehr oder weniger eiförmige, dreikammerige, dünnwandige Kapselfrüchte gebildet, die viele Samen enthalten. Die dunkel-braunen bis schwarzen, glänzenden Samen sind flach, D-förmig und quer geflügelt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Habranthus wurde 1837 von William Herbert aufgestellt.[1] Der Gattungsname Habranthus setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern ἀβρος habros für „weich“, „zart“, „angenehm“ oder „zierlich“ und ἄνθος ánthos für „Blüte“ oder „Blume“. Ein Synonym für Habranthus Herb. ist Zephyranthella (Pax) Pax.[2]

Die Gattung Habranthus gehört zur Subtribus Zephyranthinea in der Tribus Hippeastreae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae).[2]Manchmal wird der Trivialname Regenlilien für diese Gattung benutzt; das ist aber auch der Trivialname der nah verwandten Gattungen Zephyranthes Herb. und Cooperia Herb., man verwendet diesen Namen also für alle Gattungen des Subtribus Zephyranthinea.

Habranthus-Arten sind in der Neuen Welt verbreitet. Areale gibt es in den südöstlichen und südlich-zentralen USA (zwei Arten), Mexiko (fünf Arten) und hauptsächlich in Südamerika. Einige Arten sind invasive Pflanzen in subtropischen und tropischen Ländern auch außerhalb der Neuen Welt.

Es gibt etwa 25 bis 35 Habranthus-Arten (Auswahl):[2][3]

  • Habranthus ×floryi: Hybride aus H. robustus × H. brachyandrus.

Früher in dieser Gattung eingeordnete Art [2]:

Nutzung[Bearbeiten]

Es gibt einige Sorten, die als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet werden.

Quellen[Bearbeiten]

  • Raymond O. Flagg, Gerald L. Smith, Walter S. Flory: Habranthus in der Flora of North America, Volume 26, S. 296: Online.
  • A. W. Meerow, M. F. Fay, C. L. Guy, Q. B. Li, F. Q. Zaman, M. W. Chase: Systematic of Amaryllidaceae based on cladistic analysis of Plastid RBCL and TML-F sewuences of data. in American Journal of Botany, 86, 1999, S. 1325–1345.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Habranthus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. a b c d Habranthus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 20. Oktober 2014
  4. Germán Roitman, José A. Castillo, Graciela M. Tourn, Rolando Uria: A New Species, Habranthus sanavirone (Amaryllidaceae), from Argentina, 2007 (PDF; 500 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Habranthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien