Hackbau

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Der Begriff Hackbau wurde von Eduard Hahn geprägt, um eine Form der Kultivation zu bezeichnen, die mit Hacken erfolgte. Den Begriff Ackerbau will Hahn auf den Pflugbau beschränken[1]. Hackbau ist für Hahn mit speziellen Haustieren verbunden, wie dem Huhn, dem Truthahn und Meerschweinchen, in Afrika mit der Ziege. Intensiver Hackbau kann als Grundlage staatlicher Gesellschaften dienen, wie in Mexiko und Peru[2].

Hackstockbau ist für Hahn eine Unterform des Hackbaus. Der Gartenbau, also die intensive kultivierung kleiner Grundstücke wie in China und Japan ist für Hahn die höchste Kulturstufe[3].

Siehe auch: Hackbaugürtel

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard Hahn 1914, Von der Hacke zum Pflug. Quelle & Meyer, Leipzig.
  • Eduard Hahn, Die Haustiere und ihre Beziehungen zur Wirtschaft des Menschen (Leipzig, 1896).
  • Eduard Hahn 1910, Niederer Ackerbau oder Hackbau? Globus 97, 202-204.
  • Eduard Hahn: Ackerbau. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (Herausgegeben von Johannes Hoops, Straßburg 1911-1919), Band 1, 17.
  • Eduard Hahn: Hackbau. In: Reallexikon der Vorgeschichte (Herausgegeben von Max Ebert, Berlin, 1924-1932) Band 5, 12-13.
  • Paul Leser: Entstehung und Verbreitung des Pfluges (Anthropos Bibliothek 3/3; Münster 1931)
  • Pia Laviosa Zambotti 1950, Ursprung und Ausbreitung der Kultur (Übersetzt von F. Siebert). Baden Baden, Verlag für Kunst und Wissenschaft.
  • Emil Werth 1952, Ursprung und Ausbreitung der Kultur. Erdkunde 6/2-3, 178-180.
  • Emil Werth: Grabstock, Hacke und Pflug. Ludwigsburg, 1954.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eduard Hahn 1916, Die Entstehung der Pflugkultur. Eine Erwiderung. Zeitschrift für Ethnologie 48/6, 341, Anm. 1
  2. Fritz L. Kramer 1976, Eduard Hahn and the End of the "Three Stages of Man". Geographical Review 57/1, 84
  3. Eduard Hahn 1982, Die Wirtschaftsformen der Erde, Petermanns Mitteilungen 38, 8